Whisky Fair Rhein Ruhr

Die High-End Serie von Ardbeg

Die “Whisky Fair Rhein Ruhr” hat in dieser Form erstmalig 2014 in Düsseldorf stattgefunden. Was es dort zu sehen gab, kann ich Euch mit einer Auswahl an Fotos vermitteln. Alle Fotos sind mit der Sony RX10* aufgenommen. Den Geschmack der teils erlesenen Destillate hingegen müsst Ihr selber probieren.

Als Location hat der Veranstalter “Rolf Kaspar GmbH” sich das “Classic Remise” in Düsseldorf ausgesucht. Eine gute Wahl, wie ich finde. Allerdings muss ich dort unbedingt nochmals hin, um mich fotografisch ganz den Oldtimern widmen zu können. Diese finden sich am Ende der Galerie mehr als “Nebenprodukt” meines Besuches. Hier meine persönlichen Favoriten in Sachen Whisky und Rum des Rundgangs:

  • Highland Park “Loki” am Stand der “Whiskybotschaft”. Die Flasche kostet 279 EUR und es gibt insgesamt nur 15.000 Flaschen. Hier die Beschreibung der Whiskybotschaft:
    NosingZitrusaromen, Kardamon, Christmas Cake. Angenehm fruchtig.
    Tasting: Rauch, etwas Torf, angenehme fruchtige Aromen. Sehr schön Citrus & Orangen, im Hintergrund Grapefruit und Passionsfrucht.
    Abgang: Überraschung! Schöne Aromen von dunkler Schokolade, Nelken, Vanille und etwas Rauch.
    Meine Meinung: Der Preis liegt weit über dem, was ich persönlich bereit bin für einen Whisky auszugeben aber dennoch war das Probeglas ein Geschmackserlebnis.
  • Bowmore 11 Jahre am Stand der “Whisky Tales”. Die Flasche kostet 75 EUR und hat eine intensive Salznote im Geschmack. Laut der Beschreibung von Andre Maue (das ist einer der 3 Inhaber der GbR) stammt diese Abfüllung aus einem Fass, welches sich komplett von den weiteren Fässern der Serie unterschieden hat. Die Philosophie der 3 Inhaber ist seit 2005, nur die Fässer abfüllen zu lassen, zu denen jeder der 3 “grünes Licht” gibt. Neben den ausgewählten Abfüllungen, von denen sie maximal 4 pro Jahr herausbringen, zeichnet sich Whisky Tales durch vom Tätowierer handgemalte Etiketten aus.
  • Säntis Malt Appenzeller Edition Dreifaltigkeit der Brauerei Locher in der Schweiz! Genauso ungewöhnlich wie der Name und die Tatsache, dass eine Schweizer Brauerei Whisky braut schmeckt der Whisky auch. Man hat das Gefühl, ein Lagerfeuer in flüssiger Form im Mund zu schmecken. Dieser Geschmack war nicht nur für mich ungewöhnlich (gut). Und so haben sich direkt 4 aus meiner Truppe eine 0,5 Liter Flasche für 45 EUR gegönnt. Kein Whisky für jeden Anlass aber einer, der in Erinnerung bleibt!
  • Rum Botucal am Stand von Sierra Madre. Timo Fischer war so nett, uns kostenlos aufgrund unserer Eintrittskarte eine Probe anzugedeihen. Nicht umsonst hat dieser Rum etliche Auszeichnungen gewonnen. Genauso wie ein Single Malt Whisky nicht in die Cola gehört, muss man es mit diesem Rum handhaben. Er kommt für mich zwar nicht ganz an die Klasse eines Ron Millonario heran, kostet dafür aber auch nur knappe 30 Euro.
  • Die Würstchen am Stand der Metzgerei Inhoven. Diese Würstchen brauchen keinen Ketchup oder andere Soßen. Diese Würstchen geniesst man pur. Nicht umsonst wird das Catering mit “Wurstevent” oder “Wurstzirkus” beschrieben. Das mag jetzt hochgestochen klingen, aber wer mal eines seiner Würstchen (z. B. mit Zitronengras) probiert hat, wird mich verstehen. Unheimlich lecker und super passend zu einem Whisky-Tasting. Dazu mit 2,50 Euro auch absolut erschwinglich.
  • Noch ein Exot, im wahrsten Wortsinn, war der Stand von Kingcar-Germany mit KAVALAN Whisky aus Taiwan*. Produziert wird er in der “King Car Distillery”. Er hat wohl in einer Blindvertestung sogar schottische Whiskys geschlagen. Der “Podium” war hier mein Favorit mit leichten Honignoten, wenngleich ich die Preise gesalzen fand. Dafür wurde man aber selbst kurz vor Ende der Messe noch sehr nett bedient, obwohl die von uns gestellten Fragen bestimmt schon das 150. Mal beantwortet wurden.
  • Leider nicht probiert habe ich den Preussischen Whisky aus der Uckermark. Der lag zwar ganz am Anfang des Rundgangs aber irgendwie habe ich den ausgelassen. Vielleicht liest ja zufällig jemand mit, der ihn probiert hat.
  • Ein Original war auch Andy McNeill von “Celtic Events”, der direkt auf dem ersten Foto zu sehen ist. Eine echte Verkörperung der keltischen Kultur.

Hier nun die Bildergalerie zur ersten Whisky Fair Rhein Ruhr im Düsseldorfer “Classic Remise”:

Und noch ein paar Whisky und Rum Tipps:

Was waren Eure persönlichen Highlights der Messe oder welche Tipps habt Ihr?

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6 Comments

  1. Jörn
    26. Mai 2014

    Kompliment! Schöne Stimmungen hast du da eingefangen!

    Antworten
  2. Markus
    26. Mai 2014

    Danke 🙂 War auch eine gute Stimmung dort!

    Antworten
  3. Detlef
    27. Mai 2014

    Die Fotos fangen die Stimmung auf dieser schönen Messe besonders ein. Vielen Dank!

    Antworten
    1. Markus
      27. Mai 2014

      Hallo Detlef, ich danke Dir für den netten Kommentar. Grüße ins Appenzellerland!

      Antworten
  4. Achim K.
    27. Mai 2014

    Tolle Bilder, die das Flair der Messe richtig wiederspiegeln.
    Ein Hauch von Schottland für alle.
    Mir gefallen der nette Herr mit Rauschebart und das Talisker-Bild am besten.

    Ergänzend zu den schönen Bildern mein kleiner Bericht von der “WHISKYFAIR RHEIN-RUHR”
    in Düsseldorf am 24.05.2014:

    Nach einem ausgiebigen Frühstück (eine gute Grundlage ist bei Whiskyverkostung immer wichtig)
    fuhren 3 meiner besten Freunde und ich zur allerersten Whiskymesse nach Düsseldorf.
    Aufgrund der tollen Erfahrungen und Erlebnisse der letzten beiden Jahre auf der Aquavitae 2012 in Essen und 2013 in Mülheim an der Ruhr – die Edelbrandmesse für den Endverbraucher – waren wir natürlich sehr gespannt, was uns in Düsseldorf erwartet.
    Nachdem unsere Karten am Eingang bereits von sehr netten Damen entwertet wurden,
    konnten wir direkt unser Nosingglas mit Halterung in Empfang nehmen. – Übrigens ein sehr schönes Glas.
    Nun ging es unter traditioneller musikalischer Begleitung von der Empore direkt zum ersten Stand.
    Der Vorteil bei vier Leuten ist natürlich, dass man an jedem Stand die Möglichkeit hat, in einer Runde direkt vier verschiedene Whiskys zu bestellen, an denen jeder mal probieren kann. Somit hat man an Stand 3 bereits Erfahrung mit 12 schönen, neuen, hervorragenden Malts gemacht.
    Wenn ihr jetzt fragt: “Ist das nicht zuviel der Eindrücke?” Nein … man hält einfach den für sich besten Malt fest. Bis zum nächsten Stand und bewertet dann neu. Außerdem gibts immer genug Wasser zum neutralisieren.
    Die ersten Stände wurden noch etwas stiefkindlich abgegangen, bis wir schließlich am Stand der “Whiskyexperts” landeten. Hier gab es das erste Highlight für mich. Einen 15-jährigen Blair Athol von 1998. Leider konnte man die Flaschen, die hier angeboten wurden nicht kaufen. Wir machten uns also Notizen um den Favoriten evtl. im Netz bestellen zu können.
    Am nächsten Stand gab es dann einige tolle Überraschungen:
    Alte Ardbeg oder Port Ellen Whiskys und viele andere Raritäten bereits geschlossener Destillerien und mein Gott – alle offen! WOW. Ardbeg Renaissance – toll kenn ich nicht … 8 Euro der Dram … OK wer sucht noch was anderes aus? Wir einigten uns auf einen The Arran 10 Jahre – abgefüllt 2005 anlässlich der Cöpenicker Whiskymesse 2005. Ein sehr schöner Tropfen aber leider nicht mehr zu bekommen. Alternativ einen Glendronach Einzelfassabfüllung von 1998 – probiert und sofort mitgenommen! Nummer 4 von uns teilte sich den Renaissance. Sehr leckeres Tröpfchen – ist wie ein Ardbeg Ten aber in Fassstärke.

    Am nächsten Stand wurde dann erstmalig der Destillerie-Horizont erweitert. 4 verschiedene Whiskys von “The Arran” von weich über duftig hin zu süß und kräftig. Alle 4 waren sehr, sehr gut. Den mit Bourbon Single Barrel von 2001 Flasche 190 von 210 nehme ich mit und teile sie mit einem der Freunde. Die zweite Flasche Sherry Fass Lagerung teilt der Freund ebenfalls mit mir.

    Nun geht es über einige unspektakuläre Zwischenstationen zum Stand der 2 Brüder von the Whisky Tales. 8 herausragende Whiskys von zart bis hart werden probiert. Longmorn 21 Jahre und
    Braes of Glenlivet 19 Jahre sind die Favoriten. Unbedingt merken für späteren Kauf – und weiterziehen.

    Da wir alle noch wenig Erfahrung mit Bruichladdich hatten, beschlossen wir hier unseren Destillerie-Horizont Nr. 2 zu erweitern. Der klassische 12-jährige und ein zwei Sorten aus der Laddie-Serie waren uns bekannt. Und auch Octomore war uns zumindest ein Begriff. Doch der neue 6.1 und der Black Arts interessierten uns schon sehr. Na ja, recht teuer sind diese 2 Whiskys ja….. 90 EUR wären völlig OK – aber 150 und 240 Euro müssen nicht sein. Trotzdem toll, den Dram für 6 und 8 EUR probieren zu können.

    Pause – Ab nach draußen um die leckerste Bratwurst zu probieren die wir alle jemals gegessen haben.
    Bei der vor Ort handgemachten Wurst von Metzger Inhoven brauchst du keinen Senf oder Ketchup.
    Das Ding schmeckt durch seine erlesene Kräutermischung und dem Zitronengras einfach so!
    Unbedingt für den nächsten Grillabend einplanen.
    Und noch ein Vorteil: Die Wurst neutralisiert hervorragend den Rauch und Torfgeschmack des Octomores von vorhin! Nach einem leider sehr dünnen holländischen Bier ging es nach einer 45-minütigen Pause wieder rein.
    Kilchoman Whisky war angesagt. Peat is all you need. Eine Destillerie, von der man in Zukunft noch viel erwarten kann. Die 6 bis 8 jährigen Whiskys schmecken jetzt schon absolut hervorragend.
    Schön vollmundig rund und weich, aber auch mit leichtem Torf sowie mit leichter Süße – ein absolutes Muss.

    Meine Favoriten: 100% Islay, Loch Gorm, 2007 Vintage, Machir Bay 2013.

    Der neue Machir Bay 2014 begeistert mich nicht.

    Dritte und letzte Destillerie-Horizont-Erweiterung am Edradour-Stand. Hier kennen alle nur den klassischen “Straight from the Cask 0,5l” in der ockerfarbenen Holzkiste. Doch siehe da es gibt auch 0,7er Flaschen und das für erschwinglichen Geldbeutel. OK – Jeder nimmt 2 von 8. Wir haben aber nur 4 Gläser. Also organisier ich mal eben am Adelphi-Stand (beim Organisator Thilo Marquaß) unter Schilderung unseres Problems 4 weitere Gläser. Wir wollen ja wirklich alle 8 hintereinander schön in Reihe probieren.
    Die Wahl fällt bei 3 von uns vieren auf den Edradour Caledonia. 2 Flaschen gekauft und jeweils zu zweit geteilt.

    Ein kurzer Abstecher nach KAVALAN 12J. und YAMAZAKI 18J. sowie nach Irland mit einem SMOKEYBEAST 21J. brachten leider nichts. Absolut überteuert. 120 – 160 Euro für ein schwaches Preis-Genuss-Verhältnis nööö lass ma !!!

    Nach so viel Rauch und Torf musste jetzt natürlich zum Schluss noch der Organisationsstand besucht werden. Absolute Alko-Geschmacksbombe “Adelphi Selection Glenrothes 7J.” mit 67,7% WOW … was für ein Klopper! Allererste Obersahne nach so vielen Eindrücken immer noch vollmundig und präsent. Gekauft! Und beim Ausgang denken wir schon an die Whiskymesse im nächsten Jahr an gleicher Stelle.
    Denn das schreit auf jeden Fall nach einer Wiederholung. Und spätestens zur Aquavitae 2014 in Mülheim sehen wir uns ja eh alle wieder.

    Sláinte!
    Und immer dran denken: Ein Whisky ist zu wenig – zwei sind zuviel – drei sind richtig 🙂

    Achim K.

    Antworten
    1. Markus
      27. Mai 2014

      Wow! Danke für diesen ausführlichen Kommentar 🙂 Freut mich sehr, dass die Fotos den Flair wiederspiegeln. Das war mein Ziel.

      Antworten

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