Western Digital – My Passport (500GB) for Mac – Testbericht

Ich setze bereits für meinen iMac auf externe Platten von Western Digital und bin bis heute hoch zufrieden damit. Sie sind leise und elegant. Bisher habe ich zwei 3,5″ Firewire 800 Platten (eine 500 GB und eine 1TB MyBook-Studio) im Einsatz. Passend zu meinem neuen MacMini liegt nun die „My Passport for Mac“ vor mir.

Das Äußere:

Noch eingepackt:

Und ausgepackt:

Die 2,5″ USB 2.0 Platte ist nur was die Abmessungen betrifft klein. Ihr Äußeres ist im Vergleich zu meinen bisherigen 3,5″ FW Platten nicht mehr im Alu-Design, sondern im matten Schwarz gehalten. Gott Sei Dank zumindest mit silberner Frontblende. Das Gehäuse besteht aus Plastik sieht aber dennoch gut aus. Leider war dieses bei meinem Exemplar an einer Seite nicht bündig. Aber mit ein wenig Druck ließ sich das Problem beheben. Die „My Passport“ passt durch die silberfarbene Front sogar zu den beiden My-Book’s unter meinem iMac:

Das Schwarz wiederum passt gut zum Apple-Logo.

An der Unterseite besitzt die „My Passport“ 4 Gummi-Füße damit sie auf dem Schreibtisch nicht herumrutschen kann. Eine andere Möglichkeit sie zu legen oder zu stellen, gibt es aufgrund der abgerundeten Ecken nicht.

Das Innere:

Die Platte ist mit 500 GB für eine 2,5″ Platte sehr großzügig bemessen. Sie läuft mit 5400 Umdrehungen und ist bereits mit HFS+ (Mac OS Extended – Journaled) formatiert. Daher auch die Bezeichnung „For Mac“. Auf der Platte befindet sich ein Ordner mit der vielversprechenden Bezeichnung „WD_Mac_Tools“. Der Inhalt besteht allerdings lediglich aus einem Quick Guide sowie dem User Manual in 23 (!) Sprachen. Aber ganz ehrlich: Beiliegende Software bei externen Platten halte ich für genauso überflüssig wie Installations-CDs von Internet-Providern. Und eine Anleitung? Wie das Kabel verbunden wird, sollte wirklich jeder User wissen… OK, zumindest spreche ich hier für alle Mac-User 😉

Was zu den neuen MacBook’s passt ist natürlich die USB 2.0 Schnittstelle. Da man dort gänzlich auf Firewire verzichtet hat (ich kann mich nicht oft genug darüber aufregen!) kommt ohnehin nur eine USB Platte in Frage. Ob allerdings die Schnittstelle genügend Strom liefert kann ich aufgrund eines fehlenden MacBook’s nicht testen. Am iMac ist es überhaupt kein Problem. Selbst am USB Hub der Tastatur wird sie erkannt und bekommt genügend Saft. Dies ist bei anderen 2,5″ Platten zum Teil nicht der Fall! Hier kann sie also schon mal punkten. Die Aktivitätsanzeige ist übrigens das hell-leuchtende USB Symbol. Dieses befindet sich neben dem leicht versenkten Mini-USB Anschluss. Ein passendes Kabel liegt natürlich dabei.

Mini zu Mini:

Ich werde die Platte unter anderem für meinen neuen MacMini nutzen. Also schließe ich sie dort an, nachdem ich sie am iMac mit meinen Bibliotheken „betankt“ habe. Ich könnte natürlich auch über das Netzwerk auf die iMac Bibliotheken zugreifen. Da dieser aber nicht immer an ist, hat es durchaus Vorteile eine lokale Bibliothek als Alternative zu haben. Bisher habe ich aufgrund der mit 80 GB recht kleinen, internen Platte des MacMini’s darauf verzichtet. Aber mit der My Passport soll sich das ändern! Zum synchronisieren von 2 Ordnern habe ich übrigens folgendes kostenlose Tool gefunden:

http://www.free-mac-software.com/synctwofolders/

Das erinnert mich an „Sync Toy“ von Microsoft, welches ich zu PC Zeiten eingesetzt habe. Es ist einfach zu bedienen und ideal um Ordner abzugleichen. Die iPhoto Bibliothek ist allerdings ein „Paket“ und dieses lässt sich damit nicht auswählen.

So sieht die Platte übrigens an meinem MacMini aus:

Die Stromversorgung ist überhaupt kein Problem. Auch hier habe ich bereits andere Erfahrungen gemacht. Meistens mit selber zusammengebauten externen Gehäusen und Platten. Eine andere Platte von WD hatte übrigens auch keine Probleme.

Lautstärke:

Diese Platte hört man einfach nicht! Ich kenne einen Kollegen, den würde das nervös machen (Funktioniert die überhaupt?). Ich aber geniesse diese Ruhe! Das hatte ich bei Western Digital aber auch nicht anders erwartet. Das ist für mich neben der Garantie der Hauptgrund, warum ich bisher nur WD Platten gekauft habe. Aber halt: Die Garantie ist zumindest bei dieser Platte kürzer: Nur noch 3 statt 5 Jahren. Vermutlich liegt es daran, dass 2,5″ Platten häufiger bewegt werden und das Risiko dadurch höher ist. Leuchtet zwar ein, man sollte es aber beachten! Denn wenn die Platte hauptsächlich an einem festen Ort steht, sollte man trotz der größeren Abmessungen lieber zu einer 3,5″ Platte greifen.

Der Datendurchsatz:

Da kaum ein Gerät die Bezeichnung „Certified USB Hi Speed“ trägt, sollte man auch nicht davon ausgehen, dass die möglichen 480mbit/s (also 60 MB/s) erreicht werden. Ich habe das nicht mit einem Tool gemessen aber kann die Werte aus dem Praxiseinsatz nennen. Das Kopieren meiner iTunes Library (37 GB) hat ca. 21 Minuten gedauert. Die Kopierdauer hängt immer auch von der Anzahl und Größe der Dateien ab. Die 21 Minuten sind für mich ein „normaler“ Wert. Wenn der volle Durchsatz genutzt würde, hätte das Kopieren in 10,28 Minuten beendet sein müssen. Zum Vergleich: Das Kopieren derselben Library auf eine per FW 800 angeschlossene 3,5″ Platte mit 7200 Umdrehungen (WD – My Book Studio Edition 1 TB) dauert ebenfalls ca. 17 Minuten. Also auch nur 19% schneller. Daran sieht man, dass die Werte nur theoretisch sind und immer von vielen Faktoren beeinflusst werden.

Fazit:

Für mich gibt es folgende Hauptkriterien: Optik, Stromverbrauch, Datendurchsatz und Lautstärke. In allen Punkten bin ich mit der My Passport zufrieden. Einziger „Ausreisser“ war das nicht ganz bündige Gehäuse. Daher „nur“ eine 1 und nicht der „Redaktionstipp“. Aber mit allen anderen Punkten bin ich sehr zufrieden. Ich kann die Platte jedenfalls ohne Bedenken empfehlen. Ob die „for Mac“ Version sich preislich zur „normalen“ Version unterscheidet, konnte ich nicht nachprüfen, da zum Zeitpunkt des Testberichtes noch keine „for Mac“ Edition bei den üblichen Online-Händlern gelistet war. Sollte diese aber teurer sein, so würde ich ohnehin die „normale“ kaufen und selber umformatieren.

Preis:

  • „normale“ Edition: ca. 107,95 – 114,95 EUR (je nach Anbieter)

Markus Cremer

3 Comments

  1. MacSteven
    9. Januar 2009

    Hallo Markus,

    schöner Bericht, auch wenn für mich am iMac nur FW800-Platten in Frage kommen.
    BTW: Ich sehe auf dem Foto, dass Du Deine beiden MayBooks liegend betreibst. Hast Du keine Bedenken wegen möglicher Wärmestaus? Immerhin sagte die Anleitung der MyBooks doch was von „stehend betreiben“ wegen der Kaminwirkung. Oder habe ich das verwechselt? Immerhin habe ich die Bedienungsanleitung zu meiner MyBook schon weggeworfen… 😉

    Gruß, MacSteven

    Antworten
  2. markus
    9. Januar 2009

    Hallo MacSteven,

    das kommt bei mir davon, dass ich keine Anleitungen zu Festplatten lese 😉 Bisher habe ich keine Probleme damit. Ich fand es optisch halt netter und konnte auch den Platz so besser nutzen. Vielleicht krame ich meine Anleitung zur MyBook mal wieder raus! Vielen Dank jedenfalls für den Hinweis,

    Gruß

    Markus

    Antworten
  3. Erich
    11. Januar 2009

    Sehr schöner Bericht, Markus!

    Ließt sich wie Butter. 🙂
    Ich bin beruhigt, dass meine externe Platte auch eine Western Digital geworden ist.
    http://apfelwahn.de/erich/2008/12/29/mein-tagliches-backup/

    Jetzt warten noch 2x500GB Seagate-Platten zum internen Einbau. 😉

    Antworten

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