Test: Sony DSC-RX10

Die Sony RX10 ist zeitgleich mit den Vollformatkameras A7 und A7r auf den Markt gekommen. Mich haben die Videofeatures direkt aufhorchen lassen. Nachdem ich bereits von der Foto- und Videoqualität der RX100 überzeugt war, hätte Sony schon einiges falsch machen müssen um mit der RX10 nicht noch gewaltig einen draufzusetzen. Und vorweg: Die RX10 ist klasse. Richtig klasse. Und zwar nicht nur für Videos!

Anstatt hier alle technischen Daten runterzubeten, die Interessierte ohnehin aus dem Netz kennen, gehe ich auf meine persönlichen Beweggründe und Erfahrungen mit der RX10 ein.

Gründe für den Kauf

Warum habe ich also überhaupt neben meiner DSLR (Canon EOS 550D) und den diversen Objektiven noch die RX10 mit an Bord geholt? Antwort: Für einen Foto-Auftrag. Konkret geht um Eventfotografie einer Feier mit ca. 500 Gästen sowie Live-Band. Mein ursprünglicher Plan war, für dieses Event einen zweiten Body mit einem 70-200mm f/2.8 mitzunehmen. Zusätzlich zum ersten Body mit 17-50mm f/2.8. Den zweiten Body und das Objektiv hätte ich mir ausgeliehen. Nun geht es aber direkt nach dem Job in den Urlaub. Das war bei Annahme des Jobs noch nicht klar. Angenommen hätte ich ihn natürlich trotzdem 🙂 Jedenfalls bleibt nun keine Zeit mehr, die Rent Artikel zurück zu bringen. Die mit in den Urlaub zu nehmen, wäre a) zu teuer und b) zu riskant. Nach einigem hin- und herüberlegen (2. Body kaufen und nur das Objektiv leihen, beides kaufen, Job nur mit 17-50 und einem lichtschwachen vorhandenen Tele zu machen, etc.) fiel mir wieder die RX10 ein. Die Vorteile für diesen Job lagen auf der Hand:

  1. Ein lichtstarkes Objektiv über den gesamten benötigten Brennweitebereich 24-200mm mit f/2.8 von Carl Zeiss in T-Vergütung.
  2. Kein Objektivwechsel und keine 2. Kamera (außer für den Notfall) notwendig.
  3. Absolut unauffällig und leise! Das mag manche Fotografen stören, werden sie auch gerne als solche erkannt und das geht natürlich nur mit einem weißen 24-70 und 70-200 der L-Klasse und mindestens 2 Vollformatboliden um den Hals 🙂 Ich gehöre nicht zu der Klasse und mir ist wichtiger, dass das Equipment zum Job passt. Und in diesem Fall passt die RX10 einfach. Als Zweitkamera, falls die RX10 ausfällt, kommt übrigens die RX100 mit. Der fehlt leider der Anschluss für den Systemblitz aber die wird demnächst vielleicht durch die RX100II ausgetauscht.
  4. Mit die besten Videofeatures, die man sich wünschen kann! Die RX10 ist hier besser als “Run & Gun” Kamera zu nutzen als die Canon DSLR’s (von der fehlenden Filmästhetik mal abgesehen, die ich aber für solche “Dokumentationen” nicht benötige). Full-Sensor Read Out ohne Lineskipping ist ein starker Pluspunkt im Gegensatz zur Canon. Die durch Line-Skipping bei DSLR resultierenden Aliasing Probleme sind hier wesentlich geringer! Details siehe unten bei Video.
  5. Der kleinere Sensor! Als Vorteil? Ja: Denn, man höre und staune, kleinere Sensoren haben nicht nur Nachteile. Den 1″ Sensor kenne ich bereits aus der RX100. Dort war es noch die Vorgängergeneration. Der Vorteil liegt ganz einfach im größeren Schärfebereich – auch bei Offenblende! Und das ist für mich bei Events immens wichtig. Was nützt mir bei Peoplefotografie eine Offenblende von 1.4 (womöglich noch am Vollformat) wenn der Schärfebereich nur wenige Zentimeter beträgt? Und wenn sich die Leute dann auch noch bewegen? Richtig: Gar nichts. Er ist eher kontraproduktiv für diesen Zweck. Natürlich geht es irgendwann ohnehin nicht ohne Systemblitz aber auch da möchte ich möglichst mit Offenblende arbeiten, um mit Verschlusszeiten von z. B. 1/15 und nicht zu hohen ISO Werten die Lichtstimmung des Hintergrunds einzufangen und mit dem Blitz nur das Hauptmotiv einzufrieren. Damit möglichst der Hintergrund nicht im reinen Bokeh verschwimmt oder nur die Nase der Person scharf ist, kommt der 1″ Sensor mit seinem größeren Schärfebereich gerade recht.

So ist es nun nach reiflicher Überlegung die RX10 geworden, die ich zudem im Anschluss noch als Reisekamera mitnehmen kann. Hierzu fehlt ihr eigentlich nur ein GPS-Modul, was meiner Meinung nach jede Kamera haben sollte. Meine einzige Kamera die es hat, ist die Kompaktknipse HX9V, die ich nur noch gelegentlich als 3. Kamera für Videos nutze. OK, und die iPhone Kamera hat auch GPS 🙂

Haptik

RX10 Front_1

Ich habe nicht die größten Hände und komme daher sehr gut mit ihr zurecht. Sie liegt ähnlich in der Hand wie die Canon EOS 550D (oder ihre Nachfolger) ohne Batteriegriff und mit dem Canon 50mm 1.4 Objektiv.

Sony RX10 und Canon 550D

Für das Bild musste ich ein wenig tricksen. Es ist mit der RX100 entstanden und die hat keinen Hotshoe um meinen Funkauslöser für die Studioblitze zu triggern. Also habe ich Auslöser der Kamera und Funkauslöser gleichzeitig manuell betätigt. Ein paar Versuche hat es gebraucht aber es geht 🙂

Die RX10 ist jedenfalls sehr gut ausbalanciert und griffig. Vom Material her hochwertiger als die kleine Canon. Nur Wassergeschützt ist sie nicht. Sony hat auch keinen Hinweis mehr auf der eigenen Seite. Dennoch muss man sie nicht direkt beim ersten Regentropfen einpacken. Auch die RX100 habe ich schon im Regen benutzt und geschadet hat es nicht, wenn man sie danach schnell wieder abtrocknet. Ich meine natürlich nicht einen richtigen Platzregen! Das Klappdisplay ist praktisch für Überkopf oder bodennahe Aufnahmen und ich würde es mir auch an der 550D wünschen. Der Klappmechanismus des Displays der RX10 sieht übrigens bei genauem Hinschauen ein wenig labil aus.

Sony RX10 - Back

Konfigurierbarkeit

Was ich an der RX10 sehr schätze, ist ihre Konfigurierbarkeit. Im M-Modus habe ich ISO, Blende und Belichtungszeit auf 3 verschiedenen Rädchen liegen. Wobei die Blende nicht mit “Rädchen” bezeichnet werden kann, sondern es einen richtigen Blendenring am Objektiv gibt. Das dieser wahlweise “declickt” werden kann, um lautlos und stufenlos die Blende zu verstellen ist nicht nur für den Videobereich nützlich. Allerdings bin ich des öfteren schon ausversehen an den Schalter gekommen, als ich die Blende über den Ring verstellt habe. Die “Anpacker” des Rings sind etwas ungünstig gelegen aber da kann man sich dran gewöhnen. Und letztlich ist es eine Wohltat, so einen Blendenring zu haben. Das ist auch kein Vergleich zum eher schwammigen Ring an der RX100. ISO liegt bei mir ständig auf dem Einstellrad auf der Rückseite und die Verschlusszeit auf dem Drehregler, der in der Tat etwas zu klein und mit wenig haptischem Feedback ausgestattet ist. Hier muss ich mich der Meinung von Digitalkamera.de und vielen anderen Testern anschliessen. Der Belichtungskorrekturknopf hingegen ist vorbildlich angebracht. Nicht leicht zu verstellen, gute Position und sehr griffig zu benutzen. Die Anschlüsse liegen alle an der richtigen Stelle und auch auf dem Stativ kann ich alle Fächer erreichen ohne die Adapterplatte des Stativs zu entfernen oder die Kamera vom Stativ zu nehmen. Der Einstellring am Objektiv ist übrigens nur für den Fly-by-Wire Zoom oder den manuellen Fokus zu nutzen. ISO (wie bei der RX100) kann man sich hier nicht drauflegen.

Es lassen sich so unglaublich viele Parameter frei belegen, dass ich mir eine Excelübersicht angelegt habe, um die Belegung bestmöglich anzupassen. Denn es sind einige Parameter mehr frei zu belegen als bei der RX100. Und das ist wirklich genial. Hier findet jeder seine Einstellung und diese Einstellung ist auch on the fly schnell mal abgeändert. So liegt bei mir z. B. auf der “C” Taste im Foto-Modus die “Display-aus” Funktion um Strom zu sparen. Im (geplanten) Videomodus lege ich mir hier den Eingangspegel des Mikros drauf. Andere werden hier vielleicht á la Canon die ISO-Funktion hinterlegen. Aber ISO liegt bei mir im ständigen Zugriff auf dem Einstellrad. Für die Interessierten habe ich hier mal eine Abbildung meiner Excel-Tabelle 🙂

RX10 Excel

Bilder und Schärfe

Anscheinend gibt es Exemplare, die unter extrem unterschiedlichen Randunschärfen (links und rechts) leiden. Dies ist auf einigen Fotos im Web auch gut zu erkennen. Mein Exemplar ist davon zum Glück verschont. Ich kann nicht sagen, ob ich einfach nur Glück hatte oder das Problem nur in bestimmten Chargen und evtl. mittlerweile gar nicht mehr auftritt. Mein Modell ist jedenfalls bereits bei Offenblende scharf genug und die Ränder sind zwar (bauartbedingt) unschärfer aber mein Auge sagt mir, dass es nicht störend wirkt. In Normalansicht ist es auch (für mich) nicht wahrnehmbar. Bereits bei Blende 4 (WW) bzw. 5.6 (Tele) wird es schärfer um danach irgendwann wegen der Beugungsunschärfe wieder unschärfer zu werden. Dies kann man aber wissenschaftlich fundierter in den Testcharts des Webs nachlesen. Mir reicht mein Auge aus, um zu beurteilen, dass mir die Schärfe der RX10 mehr als genügt um aus den Fotos der RX10 auch größere Prints für Kundenaufträge erstellen zu können. Hier mal ein Beispiele und die passende 100% Ansicht. Es sind übrigens alles unbearbeitete JPGs direkt aus der Kamera. Wer in Safari in den “Reader” Modus wechselt, kann die Bilder übrigens in einem Tab öffnen, ohne die “Lightbox” aus meiner Website nutzen zu müssen. So kann man selber mit der Lupe in die gewünschten Bereiche der Bilder reinzoomen und sich selbst ein Bild machen.

Original:

Sony RX10 - Randschärfe

Hier ein 100% Crop vom rechten Rand:

Sony RX10 - Randschärfe 100

Und hier noch die Details in der Mitte des Bildes:

Sony RX10 - Details

Mangels Model mit Modelvertrag hier ein zwangsverpflichtetes Model:

Sony RX10 Portrait

Und auch hier ein 100% Crop:

Sony RX10 - 100% Crop

Selbst im Studiobetrieb ist die Schärfe für viele Zwecke ausreichend. Gut, dass Sony nicht mehr mit proprietären Blitzschuhen arbeitet und der Funksender meiner Studioblitze daher passt.

Zoom

Viele klagen über einen zu langsamen Fly-by-Wire Zoom und das man den Einstellring am Objektiv mehrere Male drehen muss, um von Weitwinkel in Telestellung zu kommen. Das kann ich definitiv nicht bestätigen. Tipp: Stellt im Menü (MENU → (Benutzer- einstlg.) → [Zoomfunkt. am Ring]) die Zoomfunktion auf “Stufe” bzw. Step Zoom. Dann reicht eine halbe (langsame, nicht hektische) Umdrehung am Rad um den Bereich von 24 bis 200 zu durchfahren und keine 3 Umdrehungen! Ja: Das ganze dauert immer noch ca. 3 Sekunden aber ein Objektivwechsel dauert länger. Für Leute, die von 70 – 200 in einer halben Sekunde sein wollen und viel Action oder Sport fotografieren passt es dennoch nicht. Aber Hektik ist beim Fotografieren ohnehin nicht mein Ding. Und für Sport- oder Action ist dann der koninuierliche AF doch zu langsam (auch wenn er für Alltagssituationen ausreicht).

Tipp: Wer sich beklagt, dass nach dem Einschalten die Kamera immer im Weitwinkel startet, kann sich einfach alle Dinge inkl. der Brennweite (!) so einstellen, wie er sie für den Telebereich benötigt. Anschließend in einem der beiden Speicher (M1 oder M2) ablegen und vor Start der Kamera diesen Modus am Wählrad einstellen. Und schon fährt die Kamera unmittelbar nach dem Start auf z. B. 200mm Brennweite! So einfach geht das. Leider werden einem nach der Wahl des Speichers alle Infos dazu im Display angezeigt. Das kann man scheinbar nicht unterdrücken. Ansonsten eine prima Sache! Ich habe dort z. B. den Videomodus hinterlegt. Warum? Weil ich die Belichtung (aufgrund der 180 Grad Shutter Regel) immer manuell regel! Wenn ich aber vorher im manuellen Fotomodus war, werden unverständlicherweise diese Werte auch für Video übernommen. Um das zu verhindern und auch mal zwischendurch schnell mit der “richtigen” Belichtung filmen zu können, liegt bei mir nun auf M2 mein persönlicher Filmmodus. Daher hätte ich mir gerne 3 Speicherplätze gewünscht um neben “meinem” Telemodus auf M1 noch einen weiteren Alltagsfall im direkten Zugriff zu haben. Aber da die Kamera so schnell verstellbar ist, geht das auch ohne. Und man ist flexibler, wenn man alle Parameter ohne Speicher aus dem “FF” beherrscht.

Makro

Es gibt keinen speziellen Makromodus in den man wechseln muss, sondern man kann jederzeit bis zur minimalen Naheinstellungsgrenze des Objektivs an das Motiv dran. Diese liegt bei ca. 3 cm / 24mm und bei ca. 30 cm / 200mm. Damit ist keine 1:1 Abbildung möglich aber dennoch kann man sehr schöne Ergebnisse damit erzielen. Lt. diesem lesenswerten Digitalkamera.de Artikel beträgt der Abbildungsmaßstab der RX10 bei 200mm 1:3,8. Der Bokeh-Effekt ist in meinen Augen sehr ausgewogen. Durch den guten Stabi sind solche Aufnahmen auch Freihand möglich. Allerdings ist ein Vergleich zu einer Aufnahme mit dem Canon 100mm 2.8 Makro natürlich gemein.

Sucher

Herrlich! Hell und aussagekräftig und scharf genug um die Schärfe zu beurteilen. Wenn man nur die DSLR-Sucher gewohnt ist, weiß man gar nicht, wie toll es ist, das Bild schon vor dem Auslösen hinsichtlich Schärfentiefe, Farbe und Belichtung recht gut durch den Sucher beurteilen zu können. Die Blickfeldabdeckung liegt dank des elektronischen Suchers bei 100%. Eine Dioptrinkorrektur lässt mich auch ohne Brille alles gut sehen. Und selbst mit Brille geht es, allerdings wird links und recht dann ein wenig vom Bild verdeckt. Es geht aber dennoch! Man kann alle wichtigen Features ein oder auch ausblenden. Im Sucher kann man so nur die wichtigsten Infos wie Belichtungszeit, Blende und ISO sehen oder bei Bedarf auch Histogramm, elektronische Wasserwaage und Co. einblenden. Ich konnte neulich mal durch den Sucher der A7 schauen und ohne jetzt beide zeitgleich vergleichen zu können hatte ich denselben guten Eindruck auch bei der RX10.

AF

Hier habe ich Anfangs wirklich ein wenig gegrübelt, ob er mir in Low Light Bedinungen nicht zu langsam ist. Denn er pumpt je nach Situation und bei wenig Licht schon hin- und her, ehe er dann (wenn überhaupt) das Motiv scharf stellt. Nicht falsch verstehen: Bei gutem Licht sitzt er schnell und treffsicher. Aber bei Low Light hat er keine Chance gegen den Phasen AF meiner Canon. Das liegt in der Sache der Natur, bzw. des Fokusverfahrens, sollte einem aber bewusst sein. Zur Not kann man natürlich manuell fokussieren. Für diesen Zweck hat Sony der RX10 einen eigenen Schalter spendiert, der den Fokusmodus umschaltet. Das gefällt mir sehr gut, kann man so schnell zwischen den 4 Modi wechseln. Beim manuellen Fokussieren wird man durch eine Lupenfunktion mit 2 Vergrößerungen (x 8,6 oder x 17,1) sowie durch Peaking in verschiedenen Farben und Stärken unterstützt. Ich kann jedenfalls auch in den meisten Fällen mit dem AF im Low Light leben, wäre aber froh über eine AF Unterstützung mit einem stärkeren AF-Hilfslicht vom Blitz. Und gerade hier patzt Sony! Und somit kommen wir zum nächsten Thema.

Die RX10 mit dem Systemblitz HLV-F43M

Sony RX10 und F43M

Man sollte ja annehmen, dass ein Blitz aus dem Hause Sony auch 100% kompatibel mit den Kameras der neuen Generation ist. Was den Hotshoe angeht, stimmt das auch. Was TTL angeht, natürlich auch. Es gibt aber zwei Punkte, die Sony nirgends erwähnt, die ich aber für extrem wichtig halte:

  1. Das AF-Hilfslicht des F43M funktioniert nicht mit der RX10. Lt. Sony Support aus technischen Gründen.
  2. Der F43M wird zwar als WL-Blitz beworben und soll durch den internen Blitz der jeweiligen Kamera getriggert und somit ausgelöst werden. Aber auch das funktioniert lt. Sony-Support nicht mit der RX10. Man müsste also für diesen Zweck einen zweiten Blitz als Masterblitz an die RX10 anschließen (z. B. den kleinern HVL-F20M) aber so etwas wusste noch nicht einmal der nette Verkäufer bei Leistenschneider. Da aber der 2. Blitz ohnehin entfesselt kein TTL nutzen kann, werde ich mir für diesen Zweck wohl irgendwann einen günstigen Chinablitz anschaffen, der zudem auch noch mit einem günstigen Funkauslöser alleine (ohne Sichtbehinderung o.ä.) ausgelöst werden könnte. Denn man möchte ja nicht immer den Hauptblitz mitauslösen.

Ein Riesenvorteil des F43M ist allerdings die “Quick Shift Bounce” Mechanik. Im Hochformat kann ich den Blitzkopf einfach inkl. eines Reflektors um 90 Grad wieder nach “oben” drehen, so dass sich an der Ausleuchtung nichts ändert. Das geht mit keinem anderen mir bekannten Systemblitz.

Sony RX10 und F43M Quick Shift Bounce

Auf den Blitz passt übrigens super der große Reflektor Rogue FlashBender*. An einem Canon Blitz könnte ich den im Hochformat nicht so einfach nutzen wie am Sony Blitz. Dazu noch die Testmuster der Lee-Farbfolien für 4,50 EUR kaufen (bestellbar bei Thomann*), zurechtschneiden und schon kann man mit farblich angepasstem Blitz indirekt blitzen! Hier nehme ich eine halbe bis ganze CTR Folie um das Blitzlicht von der Farbtemperatur dem vorhandenen Licht anzugleichen. Man erhält so deutlich stimmungsvollere Bilder, die zwar einen leichten Farbstich haben können, der aber für das Einfangen bzw. Erzeugen von Lichtstimmungen auch gewollt ist und besser kommt, als das kühle Blitzlicht.

Zentralverschluss

Mit dem Zentralverschluss der RX10 hat man den Vorteil, auch bei kurzen Belichtungszeiten blitzen zu können. Das geht mit DSLR’s und dem Schlitzverschluss nur mit Hilfe eines kurzzeitsynchronfähigen Blitzes, der dann schnell hintereinander mehrere Blitze abfeuert, die zwischen erstem und zweiten Vorhang des Verschlusses den Sensor sauber belichten. Das geht i. d. R. zu Lasten der Blitzleistung. Wo bei meiner Canon mit einem normalen Blitz (ohne Kurzzeitsynchro) bei 1/200 Schluss ist, kann ich mit der RX10 bei jeder Belichtungszeit blitzen. Praktisch ist dies z. B. bei Tageslicht zum aufhellen eines Motivs oder um in Innenräumen das vorhandene Licht (im Hintergrund des Motivs) auszuschliessen und nur das Blitzlicht als Lichtquelle für das Motiv zu nutzen. Das kann dann bei 1/1600, f/5,6 und ISO 125 z. B. so aussehen:

Sony RX10 Blitzbetrieb HVL-F43M

Und auch hier mal ein 100% Crop:

Sony RX10 - 100 % Crop Rose

Unabhängig vom Blitzeinsatz erreicht die RX10 durch den Zentralverschluss (bauartbedingt) allerdings nicht so kurze Verschlusszeiten wie eine DSLR. Um das auszugleichen, besitzt sie aber den eingebauten ND-Filter mit 3 Blendenstufen. Alles in allem hat der Zentralverschluss Vor- und auch Nachteile. In der Praxis wird das ehrlicherweise kaum einem auffallen, der sich nicht mit diesen Dingen beschäftigt.

Video

Eigentlich hat Slashcam hier schon ziemlich alles geschrieben, was wichtig ist und kommt zu einem überschwenglichen Fazit. Mir geht es ähnlich. Die RX10 hat in der Tat alles, und ich meine wirklich ALLES, was man sich für Dokumentarfilme, Filme im Run & Gun Stil und Familienvideos wünschen kann. Vom Vollautomatischen Familienpapamodus bis hin zum Vollmanuellen Modus für anspruchsvollere Filmer. Kein Line-Skipping und somit minimale Aliasing und Moiré Probleme, Zebra, Fokuspeaking, eingebauter 3-Stop ND Filter (hier hat Sony meine Bitte aus meinem RX100 Test erhört!), manuelle Belichtung, 24p (auch dies war mein Wunsch für eine “RX200”), 25p, 60p, ein gutes eingebautes Stereomikrofon mit Kopfhörerbuchse, manuelle Pegelanpassung für Audio, Möglichkeiten für externe Mikros inkl. Sony’s professioneller Lösung mit XLR-Anschlüssen, HDMI Out mit unkomprimiertem Signal für externe Monitore oder externe Rekorder, etc.! S-Log Profil? Nein: Soweit geht’s dann doch nicht. Also bleibt ein flaches Bildprofil für besseres Color-Grading in der Post-Production vorerst doch z. B. der neuen A7s vorbehalten. Schließlich will man ja keine hauseigene Konkurrenz. Dennoch kann man mit dem neutralen Bildprofil und Einstellungen (Kontrast -3, Sättigung -3, Schärfe -3) ein recht neutrales und flaches Bildprofil erreichen. Aber dank des nicht wirklich Postproduction-freundlichem AVCHD Codec ist ausschweifendes Color-Grading ohnehin nur bedingt möglich, ohne das das Bild “zerbröselt”.

Kommen wir also auch zu dem, was die RX10 nicht kann und will: Der Hype, der seit 2010 um Filme mit der DSLR entstanden ist, basiert auf dem sogenannten “Film-Look”. Was das ist, kann man nicht auf technische Dinge reduzieren. Da gehört mehr zu als die 180 Grad Shutter Rule, 35mm Optiken und deren geringe Schärfentiefe. Aber gerade letzteres kann die RX10 nicht leisten. Der Look erinnert mehr an 16mm Film als an 35mm Film und sieht “out of the cam” immer nach “Video” und nicht nach “Film” aus. Das ist aber für viele Videos unerheblich. Viele merken ja leider nicht einmal den “Soap Opera Effekt” am neuen Smart TV und lobpreisen Geräte mit 400 Hz Technik und Motion Smoothing in den Himmel. Dabei sieht diese Bewegungsunschärfeverschlimmbesserung doch wirklich scheiße aus! Dafür wurde zumindest Film nicht gemacht. Also schaltet diese Technik am besten aus (Für Sport o. ä. kann man es ja wieder einschalten). Aber zurück zur RX10. Sie wird mit Sicherheit nicht in einer Dr. House Staffel zum Einsatz kommen oder als B-Kamera für eine Lucasfilm Produktion. Aber für viele normale Videoanwendungen (auch bezahlte Jobs), wird sie einen mehr als guten Zweck verrichten und von szenischen Aufnahmen abgesehen, auch meine Canon ersetzen können. Denn eines ist klar: Handlicher und besser zu bedienen ist die RX10. Die Canon wird (für Video) erst vernünftig handelbar mit Magic Lantern. Aber dazu folgt ein weiterer Artikel, das würde hier sonst ausufern. Wer aus Interesse direkt in diesen Abschnitt gesprungen ist, bitte den Tipp zum Speichern der Einstellungen unter “Zoom” lesen. Mein Videomodus mit manueller Belichtung und korrekt eingestellter Verschlusszeit (1/50 bei 25p oder 1/100 bei 50p) befindet sich auf Speicherplatz M2.

W-Lan

Spielerei! War mein erster Gedanke. Aber die Möglichkeit mal schnell Fotos zu übertragen ohne die SD-Karte oder die Kamera per Kabel mit dem MacBook Pro, dem iPhone oder dem iPad zu verbinden ist praktisch. Die Fernsteuerung per Sony App hingegen ist ein Witz! Weder kann man Videos damit starten, noch kann man Einstellungen wie Belichtungszeit, Blende oder ISO ändern! Was bitte soll das? Kennt Sony die eigenen Protokolle zur Fernsteuerung der Kamera nicht oder warum bringt man so eine rudimentäre App auf den Markt? Die Verbindung klappt auch nicht immer sofort. Hier besteht also seitens der App und dem Verbindungsaufbau per W-Lan noch Potential. Ansonsten ein guter Ansatz.

alpendeich_redaktionstipp

Fazit

Mir sind die Nachteile der RX10 vollkommen bewusst aber in der Praxis wird sich das wie auswirken? Vermutlich gar nicht! Es überwiegt zumindest aktuell die Freude, mit einer Kamera unterwegs zu sein, die einen besseren Sucher hat, als die Canon (dessen optischer Sucher dagegen wie eine dunkle Höhle wirkt), vom Gewicht und Form ungefähr der 550D mit angesetzter 50mm Festbrennweite und ohne Batteriegriff entspricht, einen absolut praxistauglichen Brennweitebereich mit recht hoher Lichtstärke hat und in Sachen Videos konkurrenzlos in der Preisklasse ist. Achso: Tolle Fotos macht sie übrigens auch. Wohlwissend, dass sie in einem Jahr vermutlich für 799 EUR zu haben ist, habe ich bis dahin (hoffentlich) schon etliche gute Fotos mit ihr gemacht.

Mehr von Sony

Bilder von meinem Besuch am Medienhafen Düsseldorf mit der RX10

Links

Die Sony DSC-RX10* habe ich zusammen mit der SanDisk Extreme SDXC 64GB Class 10 Speicherkarte* gekauft.

Ich nutze das Bundlestar Akku Ladegerät 4 in 1 inkl. Ladeschale und 2 Akkus für RX10*, das Sony HVL-F43M Systemblitzgerät* mit dem Rogue RG040011 FlashBender* sowie Filterfolien von Lee*.

Mit (*) gekennzeichnete Links sind Affiliate/Werbe-Links. Ein Kauf kostet keinen Cent mehr, unterstützt aber meine Arbeit an dem Blog, da ich im Falle eines Kaufs eine Provision erhalte. Mehr Infos dazu auch hier.

24 Comments

  1. Jörn
    13. April 2014

    Ganz nebenbei: Die Kamera hat ein wirklich gelungenes Design. Überhaupt sind die Modelle von Sony in letzter Zeit alle recht gut gelungen.

    Vielleicht zeigst du auf deinem Blog ja auch mal ein paar Stadt- oder Landschaftsbilder, die du mit der Kamera gemacht hast!

    Antworten
    1. Markus
      13. April 2014

      Ja, das Design ist in der Tat gut gelungen! Fotos kommen auf jeden Fall noch weitere. Das waren nur die ersten Testfotos. Es macht richtig Spaß mit dem Teil zu fotografieren!

      Antworten
      1. Jörn
        13. April 2014

        Ja, so sieht die Kamera auch aus. Dann lass’ mal was sehen! Du hast doch den schicken Medienhafen “um die Ecke”! 🙂

        Antworten
      2. peter
        11. Mai 2014

        Bin schon gespannt! 🙂

        Antworten
    2. peter
      11. Mai 2014

      Stimmt. Das Design weiss mir auch zu gefallen. Das passt gut zu den Entwicklungen bei Sony, die in letzter Zeit so einiges auf den Markt gebracht haben, das nun alles andere als einen schlechten Eindruck hinterlässt. Die mausern sich. 🙂

      Antworten
      1. Jörn
        11. Mai 2014

        Stimmt, Peter,

        und wenn Sony den neuen A7x-Modellen noch ein schöneres Oberflächenfinish gönnt und das Gehäuse noch mal ergonomischer gestaltet, dann wären diese Kameras richtig interessant.

        Antworten
  2. Markus
    13. April 2014

    Ja, der ruft schon seit einigen Wochen nach mir. 🙂

    Antworten
    1. Jörn
      13. April 2014

      He, he, he … 🙂

      Na dann los. Du kennst ja den Weg! 🙂

      Antworten
      1. Markus
        21. Mai 2014

        Hier wie versprochen die Fotos vom Düsseldorfer Medienhafen mit der Sony RX10: http://www.duesseldorfer-fotoblog.de/duesseldorfer-medienhafen/

        Antworten
  3. Micha
    10. Mai 2014

    Hallo Markus,
    also ich beschäftige mich nun schon seit ein paar Tagen mit der RX10 und lese, und lese. Und bin begeistert, und wieder nicht. Und will sie, und wieder nicht.
    Aber Dein Test hat mich jetzt endgültig überzeugt: ICH WILL SIE!
    Mein Hintergrund: ich fotografiere schon immer, zuerst mit Papa´s alter Agfa, einigen Analog-Kameras bis zur Canon F1 und irgendwann dann doch zur Digitalfotografie.
    Seit nunmehr vier Jahren habe ich eine Canon 50D mit 3 Objektiven (Canon 50mm f1.4, Tamron 17-50 f2.8 und einem Sigma 70-200 f2.8). Aber ganz ehrlich bin ich es langsam leid immer alles mit mir rumzuschleppen und im richtigen Moment doch nicht das richtige Objektiv drauf zu haben, und bis ich es habe ist vielleicht der Moment weg.
    Eigentlich kam für mich nie ein Systemwechsel in Frage aber dann las ich das erste Mal von der RX10 und ich war angetan.
    Ich hatte ja anfangs schon geschrieben, dass ich immer wieder sehr unsicher war, vor allem wenn man in manchen Foren liest oder auch so manche Rezensionen (zB bei Amazon).
    Und dann habe ich folgenden Bericht gefunden:
    http://www.stevehuffphoto.com/2013/11/11/the-sony-rx10-review-one-amazing-superzoom/
    und war schon wieder begeistert, vor allem die Fotos und das Video fand ich beeindruckend. Wissend dass sie im JPEG-Format aufgenommen wurden und ich ein RAW-Fan bin, denke ich da können die Fotos nur noch besser werden.
    Und als krönender Abschluss kam dann Dein Test, und der hat meine Zweifel ausgeräumt, vor allem Deine Bemerkung über die Vorteile eines kleineren Sensors, da kann ich Dir nur Recht geben. Wobei ich schon gespannt bin wie sich das Bokeh beim Freistellen verhält.
    Ich denke nach reichlicher Überlegung, dass ich es einfach wagen muss, denn schließlich möchte ich eine Kamera haben die ich immer dabei haben kann (ich bin Außendienstmitarbeiter und hab täglich sehr viele schöne Motive), und bin mir bewußt ein paar Abstriche tun zu müssen aber dafür jede Menge Vorteile bekomme.
    Nun gut, auf jeden Fall löse ich meine DSLR-Sammlung auf und werde mir die RX10 anschaffen. Und wenn mich dann doch etwas zu sehr stört kommt eben was neues her.
    In diesem Sinne: Vielen Dank für Deinen Bericht!
    Schöne Grüße aus dem Vogelsberg (Hessen)
    Micha

    Antworten
    1. Markus
      10. Mai 2014

      Hallo Micha, es freut mich sehr, dass Dich mein Artikel zum Kauf der RX10 überzeugt hat. Ich habe es bisher noch keine Minute bereut und schon einige Aufnahmen für Kunden mit der RX10 machen können. Noch eines habe ich der RX10 zu verdanken: Das ich aktuell doch häufiger Lightroom benutze. Denn das kommt mit den RAW Dateien der RX10 wenigstens klar. Aperture lässt die User mit der Unterstützung der RX10 leider aktuell noch hängen. Und was mit Lightroom an Dynamik aus den RAWs der RX10 noch rauszuholen ist, beeindruckt mich schon sehr.

      Erst gestern konnte ich wieder den Vorteil des großen Brennweitenbereichs ohne Objektivwechsel geniessen. Die beste Freistellung erhältst Du bei der RX10 bei 200mm und Offenblende. Da ist schon ein angenehmes Bokeh vorhanden. Ich bin mir sicher, dass Du viel Spaß mit der RX10 haben wirst, wenn Du die Vorteile siehst und nicht für jeden Brennweitenbereich eine extreme Freistellung benötigst. Und für Videos liegst Du mit der RX10 ohnehin goldrichtig. Das Deine alte 50D mit dem Magic Lantern Hack aber auch Videofähig wäre, weißt Du? Viele Grüße nach Hessen, Markus

      Antworten
      1. Micha
        11. Mai 2014

        Hallo Markus,
        nein, das wußte ich nicht. Es hieß zwar mal zu Anfang die 50D könne es, aber dann doch nicht….. Habe mich dann auch nicht mehr damit beschäftigt da ich lieber fotografierte.
        Allerdings ist es mittlerweile schon so, dass ich es auch genieße (mit einer Lumix meiner Frau) mal einen Videoclip drehen zu können und da punktet die Sony ja ohne Ende.
        Also dann finde ich die 999.-€ (aktuell bei Amazon wie du oben geschrieben hast) wirklich nicht zu viel denn sie deckt ein ganz breites Spektrum ab, und das mit zum Teil hervorragenden Werten.
        Nochmals vielen Dank, auch für Deine Antwort und ich wünsche Dir immer im richtigen Moment eine Kamera zur Hand zu haben.
        Viele Grüße Micha

        Antworten
  4. Heinz
    25. Mai 2014

    Dieser aufschlusreiche Bericht hat mich bestärkt, mir als Zusatz zu meinen Vollformatsystemen von Canon (5D III) und Leica M240 eine RX 10 zu kaufen, die ich jetzt ca. 1 Woche habe. Meiner Erwartungen wurden erfüllt, ich habe jetzt eine Kamera mit einem guten Brennweitenbereich und recht guten Bildergebnissen, wenn es nicht um Situationen mit sehr wenig Licht geht.
    Bei einem kürzlich durchgeführten Besuch in einem botanischen Garten, wo ich vorher noch nicht wusste, ob sich derzeit die Mitnahme der DSLR samt langbrennweitigem Macro etc. etc. rentiert, war ich mal mit der RX 10 unterwegs, um die zu erkunden und habe mir in Folge das Schleppen erspart – für die paar Aufnahmen, die sich lohnten, da tat es auch die RX 10 durchaus, die in der kleinsten Billingham Tasche samt externem Blitz und sonstigen Kleinkram plus Handy etc. etc. Platz findet.

    Also danke für den Bericht und viele Grüsse !
    Heinz

    Antworten
    1. Markus
      27. Mai 2014

      Hallo Heinz, ich danke Dir für den netten Kommentar. Mittlerweile war ich des öfteren mit der Kamera unterwegs, was in Ergebnissen auch im Düsseldorfer-Fotoblog zu sehen ist. Ich habe zu keinem Zeitpunkt meine DSLR vermisst. Sicherlich wären manche Motive mit einer Festbrennweite noch schöner freizustellen. Aber meist überwiegt der Vorteil, schnell alle Brennweiten in guter Qualität zur Verfügung zu haben. Viele Grüße, Markus

      Antworten
  5. Peter
    19. Juli 2014

    Lassen sich während einer Videoaufnahme auch Fotos machen? Im Handbuch steht da jedenfalls nichts davon.

    Antworten
    1. Markus
      20. Juli 2014

      Hallo Peter, Fotos kann man während der Videoaufnahme leider nicht machen. VG, Markus

      Antworten
  6. Günter
    2. März 2015

    Hallo, benutze bei meiner RX10 den Yongnuo Funkauslöser RF-603Nii arbeitet bis jetzt tadellos mit Yongnuo Speedlite YN 560 III.

    dein Bericht deckt sich mit meinen Erfahrungen.

    mfG Günter

    Antworten
    1. Markus
      2. März 2015

      Hallo Günter, vielen Dank für Deinen Hinweis. Den Yongnuo hätte ich mir als kleinen entfesselten Blitz auch fast geholt. Schön zu lesen, dass es in der Kombi mit dem Funkauslöser keine Probleme gibt. VG, Markus

      Antworten
  7. Maik
    24. März 2015

    “Bereits bei Blende 4 (WW) bzw. 5.6 (Tele) wird es schärfer um danach irgendwann wegen der Beugungsunschärfe wieder unschärfer zu werden.”

    Hier scheint ein Dreher reingekommen zu sein. Was ich bisher gelesen habe, liegt die höchste Schärfe im WW bei f5.6 und bei Tele bei f4 an.

    Man hätte noch erwähnen können, dass durch den “CIZ” die Brennweite im Videobereich verlustfrei auf 400mm erweitert werden kann.

    Hier zwei Videos zur RX10

    Shallow-DOF+Bokeh Test: https://vimeo.com/91959815
    Optical vs Clear Image Zoom: https://vimeo.com/89590212

    Antworten
    1. Markus
      26. März 2015

      Hallo Maik, danke für Deinen Kommentar und die Links auf die Videos. Da kann man in der Tat sehr gut erkennen, das der Clear Image Zoom (CIZ) der RX10 im Videomodus sehr gut einsetzbar ist. Natürlich ändert sich nicht die tatsächliche Brennweite (in Sachen Verdichtung oder Schärfentiefe) aber es ist immerhin ein verlustfreier Crop. Viele Grüße, Markus

      Antworten
  8. Jochen
    8. April 2015

    Hallo,
    ja ich habe schon einige Test’s mit der RX-10 und Panasonic FZ-1000 verfolgt.
    Problem: Die Panasonic FZ-1000 ist auch sehr gut.
    Ich habe momentan eine Nikon D-3200 mit 18-105 und 55-300 Objektiv.
    Dazu habe ich noch ein Canon Camcorder.
    Wollte jetzt nur nicht soviel “Gewicht” mitschleppen und habe deshalb mal über eine Bridgekamera nachgedacht.

    Frage: Sony RX-10 oder Panasonic FZ-1000

    Antworten
    1. Markus
      9. April 2015

      Hallo Jochen, die FZ-1000 ist lt. Spezifikationen und dem was ich bisher gelesen habe, wirklich ein starker Konkurrent für die RX10. 4K, die Geschwindigeit sowie der größere Brennweitenbereich sind gute Argumente, auch wenn letzterer auf f/4 abfällt, was aber immer noch ein guter Wert für 400mm ist! In Sachen Video würde mir der Kopfhörerausgang fehlen. Und wer einen externen Monitor als Sucher anschliessen möchte, sollte wissen, dass bei gestarter Aufnahme das HDMI Signal abgeschaltet wird! Alles andere klingt sehr verlockend und wenn die FZ-1000 sich nicht gerade total billig anfühlt, würde ich bei einem Neukauf fast schon zur FZ-1000 tendieren. Allerdings ist gerade die Haptik ein Punkt, den viele kritisieren, den ich aber nicht beurteilen kann weil ich sie noch nicht in der Hand hatte. Also am besten ab zum Fotogeschäft und beide antesten.

      Antworten
  9. Ulf
    3. Juli 2016

    Hallo Marcus,
    vielen Dank für den Bericht und der dahinter steckenden Mühe.
    Die FZ 1000 hat leider die blöde Angewohnheit im Energiesparmodus jedes Mal das Objektiv einzufahren. Auch wenn man die grüne Play-Taste drückt, um sich mal Bilder oder Videos anzusehen, fährt sie nach 15 Sec. das Objektiv ein.
    Das ist etwas nervig. Magst du mir verraten, wie sich die RX 10 dabei verhält?
    Besten Dank im voraus und viele Grüße Ulf

    Antworten
    1. Markus
      4. Juli 2016

      Hallo Ulf,

      ein “Energiesparmodus” wie bei Panasonic ist mir nicht negativ in Erinnerung geblieben. Da ich die RX10 aber mittlerweile verkauft habe, kann ich es gar nicht mehr so genau sagen :-/

      Viele Grüße

      Markus

      Antworten

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