Test: Korg iMS-20

Korg iMS-20 Nun hat mich also auch der iPad-Wahn erwischt. Und was macht man da als Musiker zuerst? Aufgrund der Gene unserer Vorfahren seine Sammelleidenschaft ausleben und sein ganzes verbliebenes Erspartes im App-Store für Musik-Apps ausgeben!

Eine deutliche Warnung an dieser Stelle: Durch die teils sehr kleinen Preise hat man den ganzen App-Store Ruck-Zuck leergekauft und sein Konto dann doch um einen 3-stelligen Betrag erleichtert.

Überblick

Der Original Korg MS-20 wurde zwischen 1978 und 1983 gebaut. Es handelt sich dabei um einen monophonen Synthesizer mit 2 VCOs und Patch-Feld. Damals gab es noch den SQ-10 als analogen Sequencer mit 12 Steps. Der Sequenzer in der virtuellen Variante des iMS-20 ist das Pendant zum SQ-10 allerdings mit 16 Steps. Es gibt bereits eine virtuelle Nachbildung des MS-20 in Form der „Korg Legacy Edition“. Die kam seinerzeit sogar mit einer kleinen Nachbildung des MS-20 als Hardware Controller raus! Heute bereue ich, dass ich damals nicht zugeschlagen habe, denn der besagte Hardware Controller lässt sich nun auch per Camera Connection Kit per USB mit dem iMS-20 verbinden. Das wäre der Oberhammer für den mobilen Einsatz.

Hier zunächst die einzelnen Komponenten der App (nur für iPad!):

  • 1 monophoner Synth-Part = MS-20
  • 6 Drums Parts (auch auf Basis der MS-20 Engine)
  • 8 Effektgeräte (1 x Synth, 6 x Drums, 1 x Master) mit 13 Effekten
  • Patternsequencer mit 16 Steps (= 1/16 Auflösung) pro Pattern (= 1 Takt)
  • Songmodus mit bis zu 256 Takten
  • virtuelles Mischpult

Die App bietet uns also zunächst einen monophonen Synthesizer mit einer liebevoll nachgebildeten Oberfläche inklusive der Möglichkeit virtuelle Patchkabel zu ziehen. Dazu gesellt sich ein 6-stimmiger Drumcomputer sowie ein pattern-orientierter „Analog Sequenzer“ mit der Möglichkeit komplette Arrangements auf Basis von Pattern zusammen zu basteln. Erstellen kann man die Patterns live über ein virtuelles Keyboard oder die beiden KAOSS Pads (super!) sowie per Step-Sequencing. Diese bis zu 16 Patterns pro Session kann man in bis zu 256 „Bars“ aneinander reihen. Garniert wird das ganze mit 8 unabhängigen Effekten. 6 für die Drumparts, einem für den monophonen Synth und einem Mastereffekt. Das alles landet schließlich im virtuellen Mischpult und findet von dort (via Export Funktion) seinen Weg in die weite Welt. Alles ist absolut realistisch gestaltet und intuitiv zu bedienen. Die weiß/grauen Knöpfe wecken in mir natürlich auch Erinnerungen an den guten, alten Polysix. Vielleicht hatte ich daher von Anfang an ein gutes Gefühl und einen schnellen Zugang zu der App. Dieser Test ist in 2 Teile gegliedert. Part 1 widmet sich der Praxis und der Patternprogrammierung wohingegen sich Part 2 der Soundprogrammierung widmet.

1 Comment

  1. Oliver
    30. Januar 2011

    Hi, besten Dank für die ausführliche Doku. Für mich als Neuling eine gute Einführung!

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