Test: Elgato avea – Dynamisches Stimmungslicht

Beim surfen auf der Elgato Homepage im Rahmen meines Thunderbolt 2 Dock Tests bin ich auf das erstaunlich preiswerte Stimmungslicht „Elgato avea“ aufmerksam geworden. Für nur knapp 40 Euro pro Lampe kann man sich das mal ansehen habe ich gedacht und habe nun 2 Lampen mit wachsender Begeisterung im Einsatz.

Die Elgato avea* kommt im Gegensatz zur Philips hue* ohne zusätzliche Hardware aus und kann direkt per iPhone oder iPad mit Bluetooth gesteuert werden. Dazu ist sie wesentlich günstiger. Im Prinzip ist es bei mir der pure Spaß an der Freud‘ gewesen, der mich direkt eine 2. avea hat kaufen lassen, nachdem mir Elgato zu Testzwecken netterweise ein Exemplar überlassen hat. Ich mag technische Gimmicks und schöne Beleuchtung sowieso. Hier kommt beides zusammen und bei dem Preis kann man eigentlich nichts falsch machen.

Die avea ist schnell angeschlossen und mit dem iPhone oder iPad verbunden. Man benötigt lediglich eine handelsübliche Fassung mit E27 Gewinde. Anschliessend lädt man die passende Elgato Avea App im App-Store*.

Die Verbindung

zwischen App und Lampe ist schnell hergestellt.

Bluetooth aktivieren – App starten – Lampe einschalten – Namen vergeben und los geht’s.

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Den Namen merkt die Lampe sich übrigens. Das ist besonders sinnvoll, da man bis zu 10 Lampen über die App steuern und die App natürlich auch auf verschiedenen Endgeräten nutzen kann. So habe ich sie sowohl auf dem iPhone als auch auf dem iPad Air 2 installiert. Beim Pairing der Lampen mit dem 2. Gerät wurde der bereits vergebene Name der jeweiligen Lampe direkt angezeigt. Praktisch!

Die App

bietet folgende vorprogrammierte Farbprogramme:

  • Lichtwecker
  • Kirschblüte
  • Abendstimmung
  • Polarlicht
  • Bergduft (nein, hier riecht nichts!)
  • Kaminfeuer
  • Zauberwald
  • Provence

Die Besonderheit bei den o. g. Programmen liegt in einer sowohl in Helligkeit als auch Lebendigkeit steuerbaren Dynamik. Bei mehr als einer installierten avea stimmen sich die Lampen untereinander ab um die Farbwechsel synchron zu halten. Alle Programme sind recht ruhig programmiert, so dass es zu keinen hektischen Farbwechseln kommt. Lediglich das „Kaminfeuer“ kommt mir etwas zu hektisch daher.

Zusätzlich zu den Farbprogrammen kann man zwischen folgenden 6 Farben und „Weiss“ wählen:

  • Grün
  • Gelb
  • Organe
  • Rot
  • Lila
  • Blau
  • Weiss

Diese lassen sich alle in der Helligkeit und der Farbnuance verändern, bieten aber im Gegensatz zu den Programmen keine Dynamik. Weiss ist gerade durch die unterschiedlichen Farbnuancen recht angenehm und dabei dennoch sehr hell um es auch in einer Arbeitsumgebung nutzen zu können.

Der Lichtwecker

könnte für meinen Geschmack noch etwas dunkler starten. Aber ansonsten funktioniert er tadellos und weckt einen sanft mit tageslichtähnlichem Licht, welches langsam heller wird bis es nach 15 Minuten pünktlich zur eingestellten Weckzeit die volle Helligkeit erreicht. Zusätzlich zum langsam heller werdenden Licht kann man entweder ein „Vogelkonzert“ oder aber auch einen Song aus seiner iTunes Bibliothek vom iPhone oder iPad abspielen lassen. Das Vogelkonzert habe ich meist live aus dem Baum vor dem Fenster aber es kommt dem aus der App verdammt nahe.

Bis zu 10 Lampen

lassen sich entweder koppeln oder unabhängig voneinander steuern. Das alles, wie gesagt, ohne Bridge oder zusätzliche Hardware. Ich mag dieses Konzept. Und auch wenn man die Verbindung in seltenen Fällen neu herstellen muss: Die Lampen merken sich ihren Namen und sind im Normalfall schneller mit dem iPhone oder iPad verbunden als alle anderen mir bekannten Bluetooth Geräte, Es dauert keine 2 Sekunden nach Aktivierung der App und schon sind die Lampen „online“. Man kann die Lampen frei benennen und sich mehrere Lampen zu Gruppen zusammenklicken und diese dann gemeinsam eines der Farbprogramme abspielen lassen, während man in den restlichen Räumen die Lampen z. B. auf unterschiedliche statische Farben einstellt. Simpel und dennoch flexibel wie ich finde.

Wie es aussieht

Was ich auf Fotos naturgemäß nicht zeigen kann sind die dynamischen Farbwechsel, einen Eindruck liefert aber das weiter unten verlinkte Produktvideo. Hier aber ein paar der Farben. Aufgenommen mir der Sony RX10 (Weissabgleich fixiert) und ein wenig bearbeitet mit Lightroom:

Elgato Avea avea-5 avea-3 avea-4 avea-2 avea-1

Die technischen Fakten

  • 7 W LED / 430 lm
  • 3000 K / warmweiß
  • E27 / E26 / A21
  • 110-240 V
  • Energieeffizienzklasse: A
  • Energieverbrauch: 7 kWh / 1000 h
  • Betriebstemperatur: 0° – 50° C

Unterstützte Geräte

  • iPhone 4S oder neuer
  • iPod touch (5. Generation)
  • iPad mini oder iPad (3. Generation oder neuer)
  • mit iOS 7.1 oder neuer

Produktvideo von Elgato

 

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Fazit

Für mich ist die avea ein klarer Preis-/ Leistungstipp! Bei dem Preis kann man nichts falsch machen und die Funktionen (welche ja ggfs. noch erweiterbar sind) reichen für mich aktuell aus um je nach Stimmung das passende Licht zu „zaubern“. Das ganze mit bis zu 10 Lampen im Verbund oder auch unabhängig voneinander. Stromsparend ist das ganze dank LED Technologie auch. Auch die Erweiterbarkeit bei Bedarf ist für mich einer der großen Pluspunkte. Das komplett über’s iPhone gesteuerte Haus ist damit zwar noch nicht erreicht aber man kommt dem schon einen Schritt näher. Die avea macht einfach Spaß!

Preis

Homepage des Herstellers

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4 Comments

  1. Ulf
    11. April 2015

    Ich setze hier ja auch die Philips-Hue-Birnen – mich würde da ja mal ein Vergleich interessieren. Mir scheint, dass man da doch mehr einstellen kann, allerdings ist das Ganze auch teurer.
    Vielleicht kaufe ich mir aus Interesse mal einfach eine Avea-Birne … Mal sehen.

    Antworten
    1. Markus
      12. April 2015

      Hallo Ulf, die Hue Lampen kenne ich nur namentlich. Daher ist mir ein Praxisvergleich leider nicht möglich. Solltest Du Dir eine der Avea Lampen zulegen, würde mich sehr interessieren, wie Du die Unterschiede beurteilst.

      Antworten
      1. Ulf
        12. April 2015

        Mir scheint das Hue-System umfangereicher konfigurierbar. Mir ist bei den Avea-Lampen z. B. nicht so ganz klar, ob man nur die vorgegebenen Lichtstimmungen auswählen oder ob man auch ganz eigenen Farben kann. Und die Hues haben halt eine eigenen Bridge mit eigenem Protokoll, die an einen Router angeschlossen wird und dann über WLAN angesprochen wird.

        Antworten
        1. Markus
          12. April 2015

          Bei Avea kann man die Farbnuancen der vorgegebenen Farben verändern. Allerdings sind diese nicht dynamisch. Bei den dynamischen Lichtstimmungen kann man die Helligkeit und Lebendigkeit verändern. Ich finde aber gerade die Bedienerfreundlichkeit bei der Avea sehr gelungen. Bridge mit eigenem Prototoll am Router klingt für mich aufwendiger. Die Avea ist Plug & Play.

          Antworten

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