Test: Akai LPK 25

Keyboards und Controller im Mini-Format sind wieder im Trend. Bisher habe ich für beide Zwecke mein Oxygen 8 genutzt. Bei Akai sind es zwar insgesamt 2 Geräte, diese sind jedoch wesentlich kompakter und leichter, wie man bei den folgenden Bildern gut erkennen kann. Dazu erhalte ich beim LPD 8 noch 8 Pads.

LPK25

Akai LPK 25

VLUU L200 / Samsung L200

Beide Geräte vor meinem MacBook

VLUU L200 / Samsung L200

Beide Geräte mit Oxygen 8

Mein altes Casio SK-1 dient bei folgendem Bild nur zum Größenvergleich und Wecken nostalgischer Gefühle 😉

VLUU L200 / Samsung L200

(L)aptop (P)erformance (K)eyboard 25 Hardware

Gegenüber dem Akai LPK 25 ist mein Oxygen 8 wirklich als klobig zu bezeichnen. Es besitzt zwar 25 normal große Tasten und 8 Drehregler in einem Gerät aber es nimmt wesentlich mehr Platz ein, als man vielleicht im Handgepäck hat. Beim Anblick des LPK 25 fühle ich mich im ersten Augenblick an eine Melodika erinnert und ich war schon etwas skeptisch, ob es gut bespielbar ist. Kaum ausgepackt und trocken angespielt wurde ich aber eines Besseren belehrt. Die Tastatur ist überraschend straff und für diese Größe wirklich sehr gut bespielbar. Ohne Treiberinstallation lässt sie sich sofort am PC oder Mac nutzen.

Das LPK 25 wird über die Mini-USB-Buchse mit Strom versorgt. Ich habe es (wie auch das LPD 8) mit meinem MacBook und Mainstage 2 getestet. Mehr Groove am EVP-88 ist meiner Meinung nach aus 25 Minitasten nicht rauszuholen. Der sich aufdrängende Vergleich mit dem Korg Vorreiter „Nano Key“ fällt zugunsten des LPK 25 aus. Es ist zwar etwas schwerer und größer aber dafür auch griffiger und schon eher wie ein „richtiges“ Keyboard spielbar. Lediglich Pitchbend und Modulation (nur per Taster und nicht per Wheel) hat das Korg Nanokey dem Akai LPK 25 voraus. Letzteres punktet hingegen durch den Sustain Taster. Damit lässt sich zumindest provisorisch ein Klavierpart einspielen. Ob sich mittels der „Oktave“ Taster in Echtzeit auch die vollen 88 Tasten spielbar machen lassen, kann sich jeder selbst beantworten 😉 Aber zumindest für Chords oder Bässe kann man die richtige Lage bereits am Gerät einstellen und muss nicht die Midispur transponieren. Die Taster leuchten übrigens orange, wenn man sie aktiviert. Genau wie z. B. an der Keystation 88es zeigen Sie nur die „Richtung“ der Oktavierung aber nicht die Anzahl der Oktaven an. Das ist für mich aber zu verschmerzen.

Der integrierte Arpeggiator erhält sein Tempo entweder per Tap-Tempo, per Sync oder als festes Tempo eines der 4 Presets (siehe Editor). Er hat folgende 6 Modi:

  • Rauf
  • Runter
  • Rauf und Runter mit Neuanschlag der niedrigsten und höchsten Note
  • Rauf und Runter ohne Neuanschlag der niedrigsten und höchsten Note
  • In der Reihenfolge des Anschlags
  • Zufällig

Man kann 8 verschiedene Quantisierungen (von 1/4 – 1/32T) direkt am Gerät einstellen. Der Arpeggiator ist eine nette Zugabe für die Live-Nutzung des Geräts (z. B. Jammen im Urlaub am MacBook) und kann durchaus inspirierend wirken. Für Produktionen liefert mir meine DAW dann aber doch die bessere Alternative.

Der Editor

LKP25-Editor

Mit dem auf der (normal großen) CD befindlichen Editor kann man weitere Parameter bearbeiten und per USB an das LPK 25 übertragen. 4 Presets lassen sich so im Gerät speichern. Diese sind mit Hilfe des „Program“ Buttons am LPK 25 aufrufbar. Man kann im Editor zum einen alle Parameter ändern, die auch am Gerät erreichbar sind. Weiterhin kann man hier z. B. den Midi-Kanal der Tastatur ändern, die Tastatur in Halbtonschritten transponieren, den Sync-Modus des Arpeggiators umschalten oder ein festes Tempo für den Arpeggiator vorgeben. Die aktuellste Editor Software gibt es zurzeit nur auf der englischsprachigen Homepage.

Die deutsche Homepage von Akai ist leider nur rudimentär befüllt. Hier sollte man schnell nachbessern.

Das gefällt mir nicht

  • Fehlende Pitchbend und Modulationsmöglichkeit.

Das gefällt mir

  • Sehr gut bespielbare Tastatur
  • Sustain Taster
  • Arpeggiator als netter „Bonus“ zum Jammen im Livebetrieb
  • Kompakte Abmessung
  • Gute Verarbeitung
  • Keine Treiber notwendig
  • Am Mac wird das Gerät mit dem Gerätenamen angezeigt
  • Günstiger Preis

Das LPK 25 selber kann ich uneingeschränkt empfehlen. Es wird auf Reisen mit kleinem Gepäck jedenfalls mein Oxygen 8 ersetzen. Und selbst auf der Bühne könnte man es als kleines Gerät zum Umschalten von Beispielsweise dem Live-Modus des Omnisphere nutzen.

Markus Cremer

Preis

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8 Comments

  1. planetdesign
    3. April 2010

    frohe ostern
    schade schade, auch hier wird dem hobbymusiker kein reiner wein eingeschenkt. ungeheuer viel bla bla und das wesentliche kommt zu kurz. selbst hier steht wie auf vielen anderen webseiten, dass das geraet keine treiber braucht und sofort plug and play faehig ist. das signalisiert den meisten menschen, dass man sofort loslegen kann. ja was denn sonst? man kann ja wohl das usb teil einstoepseln und schnell einen hit fabrizieren.
    aber von wegen.

    mindestens braucht man ein SOFTWARE programm wie logic, vst, qbase oder wie sie alle heissen.

    ja richtig, das geraet ist zwar plug and play und braucht nicht mal treiber, aber eine software muss es dann schon sein.

    fuer mich ist das betrug, der auch noch von allen schreiberlingen unterstuetzt wird. aber wahrscheinlich haben die tester das geraet noch nie gesehen, geschweige denn in der hand gehabt.

    testnote glatte sechs, super aergerlich

    Antworten
  2. Markus
    3. April 2010

    Hallo Planetdesign,

    1. Natürlich hatte ich das Gerät vor Ort oder glaubst Du ich hätte aufwendig eine Fotomontage erstellt?

    2. Auf dem MacBook ist zur sofortigen Nutzung Garage Band installiert. Und wir sind hier auf einer Apple-Plattform. Da kann man ein gewisses Grundwissen voraussetzen 🙂

    3. Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, dem ist klar, dass er z.B. auf einem Windows Rechner noch einen Sequencer benötigt.

    4. Dies war kein Workshop für Musik-Neulinge sondern ein Test der Hardware.

    5. Wenn Du schon eine „6“ vergibst dann bitte mit sachlichen Argumenten. Und die Definition von „Betrug“ solltest Du mal im BGB nachlesen.

    Markus

    Antworten
  3. Paolo
    4. April 2010

    Hallo MArkus,
    ich überleh´ge mir das Gerät zu kaufen und habe noch eine Frage.
    Kann ich wenn ich das Gerät anschließe-und einen Sequencer hab ,klar- loslegen und am pc aufnehmen oder muss ich noch irgendetwas beachten ?

    Danke
    mfg

    Antworten
  4. Markus
    4. April 2010

    Hallo Paolo,

    die Frage ist, was genau Du vorhast. Eine Pauschalantwort kann ich daher nicht geben.

    Wenn Du an einem Mac arbeitest und Deine Ideen auf Midispuren festhalten möchtest, kommst Du für den Anfang vermutlich mit Garage Band klar. Solltest Du auch Audio aufnehmen wollen, kommst Du um ein Audiointerface nicht herum. Eine ausführliche Beratung würde aber an dieser Stelle den Rahmen sprengen.

    Viele Grüße

    Markus

    Antworten
  5. Paolo
    4. April 2010

    HAllo Markus,
    danke erstmal für den Tipp
    erstmal habe ich einen Windows und ich habe vor einige Sachen aufzunehmen als MIdispuren.
    Ich habe an meinem PC einen direkten Line-In mit integrierter Soundkarte.
    Also meine FRage: brauche ich um nur das Piano als Midi aufzunehmen noch ein Gerät das dazwischen geschaltet wird wie ein Interface oder schließe ich das Gerät einfach an und los geht’s ?

    Im Voraus vielen Dank

    Antworten
  6. Markus
    6. April 2010

    Hallo Paolo,

    wenn Du auf dem PC einen Sequencer installiert hast, der Midispuren aufnimmt, benötigst Du ausser dem LPK25 kein weiteres Gerät zur Midieingabe. Ein Midi-Interface ist bereits im LPK25 enthalten und die Midi-Daten werden über USB an den PC gesendet.

    Die Frage ist aber: Welches Gerät soll die Sounds wiedergeben?

    Ein externes Gerät (wie ein E-Piano, Synthesizer, etc.)? Dann benötigst Du u.U. ein separates Midiinterface. Das hängt aber von Deinem verwendeten Sounderzeuger ab.

    Wenn ein virtuelles Instrument die Noten wiedergeben soll und Du nur eine interne Soundkarte hast, solltest Du Dir den Asio4All Treiber besorgen, da ansonsten eine zu große Latenz beim einspielen entsteht.

    Auf lange Sicht kommst Du aber nicht um ein separates Audiointerface herum. Zum einen wird damit die Latenz bei virtuellen Instrumenten geringer und zum anderen kannst Du damit auch vernünftig Deine evtl. vorhandenen externen Geräte aufnehmen. Es gibt in diesem Bereich auch kombinierte Audio-Midi-Interfaces.

    Viele Grüße und viel Erfolg

    Markus

    Antworten
  7. Paolo
    15. April 2010

    Danke für die Informationen. Ich habe mir das Akai jetzt gekauft und bin echt zufrieden. Im Moment nehme ich halt nur virtuelle Instrumente auf.

    DAnke
    PAolo

    Antworten
  8. Markus
    15. April 2010

    Hallo Paolo,

    freut mich, dass Dir meine Infos geholfen haben und Du Dich für das Akai LPK-25 entschieden hast!

    Viele Grüße

    Markus

    Antworten

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