Test: Akai LPD 8

Bei den 8 Pads des LPD 8 mache ich dieselbe positive Erfahrung wie bei der Tastatur des LPK 25. Sie sind sehr gut bespielbar und reagieren dynamischer als vermutet. Als netten Effekt hat man den neben den Buttons auch den Pads eine orangefarbene Hintergrundbeleuchtung spendiert.

LPD8

L)aptop (P)ad (C)ontroller 8

Der Nutzen der Pads geht vom Drum-Programming bis hin zum Senden von Program-Changes oder Midi-Controllern. Der Modus wird über 3 Buttons auf dem Gerät gewählt: Pad, CC und Prog Chng stehen zur Auswahl. „CC“ finde ich recht interessant, kann man hier doch per Anschlagsdynamik zum Beispiel die Cutoff Frequenz steuern, die ansonsten eher über einen Dreh-Regler gesteuert wird. Von diesen besitzt das LPD 8 aber auch 8 Stück. Sie fallen in der Haptik aber leider nicht so gut aus, wie die Pads oder die Tastatur des LPK 25. Ich finde sie etwas „fummelig“. Dies kommt dadurch, dass sie nicht sonderlich weit aus dem Gehäuse abstehen. Zwar ist dadurch das Gerät insgesamt flacher aber das richtige „Tweak“-Gefühl kommt bei mir nicht auf. Aus diesem Grund sind sie wahrscheinlich nur als 270°- und nicht als Endlosregler ausgelegt. Sie sind zweckmäßig, machen aber nicht so viel Spaß wie die restlichen Elemente. Auch das LPD 8 wird über eine Mini-USB-Buchse mit Strom versorgt und ist ohne Treiber einsatzbereit.

Editor

LPD8-Editor_l

Bereich für das Editieren der Pads

LPD8-Editor_r

Bereich für das Editieren der Drehregler

Wie beim LPK 25 erhält man auch beim LPD 8 einen Editor auf CD. Die aktuellste Version der Editor-Software findet man wieder nur auf der englischsprachigen Homepage.

Beim LPD 8 wird man den Editor wesentlich eher benötigen als beim LPK 25. So lassen sich nur im Editor die im Pad Modus auszugebenden Midinoten der Pads bestimmen. Weiterhin legt man hier fest, ob das Pad im Modus „Toggle“ als Ein-/Ausschalter (z. B. für Loops) fungiert oder im „Momentary“ Modus die Note nur solange gesendet wird, wie man auch das Pad drückt (z. B. für’s Drum-Programming oder für One-Shot Sounds). Auch die Werte des Pads im „Prog Chng“ oder „CC“ Modus können nur im Editor programmiert werden.

Die mit Hilfe der Drehregler zu steuernden Midi-Controller (CC) können ebenfalls nur im Editor festgelegt werden. Schön, dass man Low und Hi Wert des Reglers definieren kann. Wenn dies nicht in der Software (wie z. B. bei Mainstage) möglich ist, kann man den Wirkungsgrad direkt am Controller einschränken. Da hat jemand mitgedacht. Wie beim LPK 25 gibt es auch hier 4 Presets, welche per USB-Upload an das Gerät übertragen werden können.

Das gefällt mir nicht

  • Die Drehregler sind zu fummelig und nicht als Endlosregler ausgelegt. Da die Regler eine wesentliche Funktion des LPD 8 darstellen, gibt es von mir Abzüge in der B-Note und somit „nur“ eine 2 als Gesamtnote.

Das gefällt mir

  • Pads sehr dynamisch spielbar
  • Kompakte Abmessung
  • Gute Verarbeitung (bis auf die Einschränkung bei den Drehreglern)
  • Keine Treiber notwendig
  • Am Mac wird das Gerät mit dem Gerätenamen angezeigt
  • Günstiger Preis

Als Ergänzung zum LPK 25 auf Reisen oder einfach nur als kleiner Controller für die Bühne: Beide Zwecke erfüllt das LPD 8 sehr gut. Mein Oxygen 8 wird es in Zukunft schwer haben, einen Platz in meinem Laptopkoffer zu finden.

Markus Cremer

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