Logic vs. Cubase

Oder einmal Cubase, Logic und zurück und … wieder zurück! Man könnte auch sagen, nichts ist so beständig wie die Veränderung. Zwischen diesen beiden Plattformen habe ich in den letzten 15 Jahren hin- und hergewechselt. Warum ich aktuell ausschließlich mit Logic Pro X arbeite, erzähle ich Euch in einem kleinen Rückblick.

Es war einmal vor langer Zeit, OK, fangen wir nicht beim Urschleim an, sondern bei Cubase VST5 aus dem Jahre 2000. Zu dieser Zeit habe ich Cubase auf PCs genutzt aber immer wieder mal zu anderen DAWs und Plattformen geschielt. Logic war zu der damaligen Zeit gefühlt einen Ticken professioneller. Gerne hätte ich so etwas wie den Platinum Verb bei meinen Projekten eingesetzt. Der klang für damalige Verhältnisse nicht nur namentlich, sondern auch im Mix ziemlich gut. Also habe ich dann tatsächlich auch irgendwann Logic von Emagic (!) gekauft (ich glaube in irgendeiner Gold-Box in der 5er Version) und Cubase verkauft. Das ging so lange gut, bis 2002 eine Firma aus Cupertino Emagic gekauft hat und die Weiterentwicklung auf dem PC für Logic einfach eingestellt hat. Ich war baff. Da lag sie nun auf meiner Festplatte und schaute mich erstaunt an: Die 5.5.1 Version von Logic. Bis hierhin und nicht weiter. Das fand ich so unglaublich dreist, dass ich zwar noch eine Weile damit gearbeitet habe aber schon aus Protest wieder zu Cubase gewechselt bin. Diesmal in der SX Version. Wow. Das war ein gutes Gefühl. Erstens gab es Cubase für Mac und PC (was ich schon gut fand) und zweitens ging es voran mit der Entwicklung bei Steinberg. Cubase sollte meine Brot und Butter Plattform für alle Aufträge der kommenden Jahre werden und so manches Arrangement ist bei mir unter Cubase entstanden (z. B. für das befreundete SC-Sound Recording Studio). Hin- und wieder habe ich nicht nur zur Entwicklung von Logic geschaut, sondern auch häufiger zu Apple als Plattform.

Der iMac zog ein

Dann, 2008, war es soweit und mein erster iMac kam in’s Haus. Cubase funktionierte immer noch! Klasse. Auf der PC-Plattform lief es bis dato übrigens auch sehr stabil. Es gab aber auch Zeiten, da habe ich Windows verflucht für das komplexe Konfigurieren, bis der Audio-PC endlich „rund“ lief. Windows 98 war OK, ME ging gar nicht, XP war zuletzt richtig stabil. Unter Mac gab es von Anfang an keine Probleme. Vorerst. Mit Audiotreibern musste man immer schon schauen, dass die up-to-Date waren. Am besten ein Interface, was Core-Audio unterstützt und keine proprietären Treiber benötigt. Dann der erste Aha-Effekt. Es gab ein nettes Programm namens Garage-Band, was ohnehin beim Mac dabei war. Ich habe es natürlich angespielt. Ohne Interface. Ohne Latenz! Ohne Latenz ohne separates Interface? Ich habe auch erstaunt geguckt, dass die Software-Instrumente ohne Verzögerung spielbar waren. Unter PC kannte ich das nur mit den besten Treibern und Interfaces oder ansatzweise mit dem Asio4all Treiber wenn man kein separates Interface hatte. Das war also der Vorteil von Software und Hardware aus einer Hand! Geil! Und irgendwann kamen dann aktuellere Versionen von Logic und ich kam zu Musicians‘ Life als Autor. Also habe ich erst Logic Express 9* getestet um dann nach einer Vorführung des großen Logic auch auf dieses zu wechseln. Seit diesem Zeitpunkt hatte ich immer Cubase und Logic parallel am Start. Meine Hauptplattform blieb Cubase und der Vorsprung, den Steinberg sich durch stete Entwicklung erarbeitet hatte, wurde lange nicht eingeholt. VariAudio war ein Killer-Argument in Sachen Workflow und hat auch meine Melodyne Version in Rente geschickt. Zwar will Celemony mich mit wirklich günstigen Angeboten immer wieder auf die neueste Version locken aber bisher blieb ich hart. Ich mag’s simpel und aus einer Hand, wenn es geht. Und das ist auch das Stichwort. Irgendwann kam Logic Pro X und das stetige Pflegen zweier DAWs mit Tonnen an Plug-ins und Sounds war mir zu diesem Zeitpunkt  zu anstrengend geworden. Mit Flex Pitch zog bei Logic Pro X auch endlich (wenn auch gefühlte Lichtjahre später) eine Möglichkeit zum direkten tonalen Bearbeiten von Audiomaterial á la Melodyne ein (ohne hier einen wertenden Vergleich anzustellen, da ich schon lange keine aktuelle Version von Melodyne mehr nutze). Also habe ich die letzte Boxed-Version von Logic (Logic Studio 9) in der Bucht verkauft und dafür mehr erhalten als Logic Pro X kostet. Letzteres gibt es nur noch über den App Store, was die Sache mit dem Wiederverkauf unmöglich macht. Das muss man sich bewusst machen aber der Vorteil der Autorisierung überwiegt! Manche Plug-ins (z. B. die von Spectrasonics) darf man auch nicht unbegrenzt weiterverkaufen (nur einmal). Und dann kam Mavericks.

Nur noch Logic Pro X

Mit Mavericks kam auch, zugegebenermaßen ein von mir aus Frust provozierter, Wechsel. Denn Cubase war selbst einige Zeit nach Erscheinen von Mavericks noch nicht von Steinberg dafür freigegeben. Ja: Man sollte nicht direkt auf jedes neue OS gehen mit dem Audiorechner! Ich wollte aber – wie Jörn so schön sagt – aus betriebstechnischen Gründen zu Mavericks! Und warum auch nicht? Schließlich ist eigentlich davon auszugehen, dass Firmen wie Steinberg früh genug Beta-Versionen erhalten um zu testen. Auch wenn dies nicht der Fall ist, möchte ich mir als User eigentlich um so etwas keine Gedanken (mehr) machen müssen. Also habe ich im Sinne der alten Weisheit „Weniger ist mehr“ mein komplettes Audio-Setup abgespeckt. Viele Plug-ins nicht mehr installiert und auch Cubase nicht mehr installiert. Cubase 7* habe ich sogar in letzter Konsequenz und um mich vor einem „Rückfall“ auf zwei Systeme zu schützen, verkauft! Ein wenig wehmütig zwar aber auch verursacht durch einen anderen Umstand: Den kurzen Lebenszyklus von Steinberg Anwendungen. Ich habe nichts gegen regelmäßige Updates. Im Gegenteil: Die Update-Frequenz von Steinberg war und ist gut. Was ich aber nicht gut finde: Plug-ins die noch keine 2 Jahre alt waren, werden nicht mehr für neue Betriebssysteme weiterentwickelt und fallen einfach aus dem Support. Die Liste der kompatiblen Plug-ins wird also von Jahr zu Jahr und OS zu OS immer kürzer oder enthält nur noch die aktuellste Version, die mitunter nur kostenpflichtig zu beziehen ist. Wer viele Plug-ins hat, für den kann es teuer werden. Und der Zyklus ist mit unter 2 Jahren (z. B. Halion Sonic, Groove Agent, etc.) für mich zu kurz. Angefangen hat dieser Trend aber auch schon bei so alten Sachen wie X-Phraze oder dem Virtual Gitarrist 2,  der komplett aus dem Programm flog und nie vernünftig ersetzt wurde. Also habe ich fast alles von Steinberg verkauft. Bis auf den guten alten VG2 und Hypersonic 2, die ich beide mit viel Umwegen auch unter Mavericks ans Laufen gebracht habe. Und dann? Tja…Dann kam Logic Pro X vermehrt zum Einsatz.

Und was ist mit Plug-ins?

Der Drummer leistet sehr gute Dienste beim Arrangieren. Toontracks komplette Library, so geil die Sachen alle sind, habe ich daher vorerst gar nicht erst installiert. Ich habe versucht, so wenig wie möglich individuelle Plug-ins zu installieren um den Pflegeaufwand minimal zu halten und Logic’s eigene Sachen vermehrt zu testen. Ich möchte auch nicht wissen, wie viel Zeit ich mit dem Autorisieren von Plug-ins in der Vergangenheit verbracht habe! Ich habe jetzt auch nur noch ein Interface (ProjectMix I/O mit alten Treibern, die aber zum Glück wunderbar unter Mavericks laufen). An Plug-ins laufen aktuell nur iZotope Ozone 5 Advanced, alle Spectrasonics Plug-ins und Libraries, alle MusicLab Gitarren, Virtual Guitarist 2, Hypersonic 2, die letzten beiden über VSL Vienna Ensemble Pro 5 als 32 Bit-Bridge Lösung, und ganz neu der Nexus2 sowie einige andere kleine Plug-ins. Bei Nexus2 habe ich mich lange gesträubt, so viel Geld auszugeben. Für den Preis erhält man mit Omnisphere (für den es saugeile Presets von Skippy Lehmkuhl gibt) mehr Synthesizer! Aber ich habe den Kauf dennoch nicht bereut. Wer Geld verdienen will mit Musik, muss Mainstream Sounds haben. Und eines ist Nexus2: Mainstream! Nicht alles ist gut und manches klingt gleich aber der überwiegende Teil aller Sounds ist klasse (für diese Art von Musik!). Die VSL Sachen liegen auf Abruf, da es im Orchesterbereich nichts besseres in meinen Augen gibt. Für Demos reichen aber auch die recht neuen Hollywood Expansions 1 &2 für den Nexus2. Die sind erstaunlich fett, haben aber schon aufgrund der fehlenden Menge an Samples und Artikulationen nicht die hohe Qualität der VSL Produkte. Wobei die Samples selber, die Manuel Schleis für die Hollywood Expansion 2 mit dem YCS Orchester aufgenommen hat wirklich sehr gut sind. Und es nimmt dem Nexus2 auch ein wenig den „nur für Trance“ Stempel. Überhaupt ist der Nexus2 genau wie der Vanguard ein Paradebeispiel für gute Produktpflege (und eine vermutlich gute Einnahmequelle für die Entwickler). Es kommen ständig neue Expansions raus. Kleiner Haken: Die Autorisierung läuft über Dongle. Ist der weg, ist wie bei Cubase auch, das Programm und die Investition weg. Unwiderruflich. Wie eine Rolex, die man verliert. Gut, dass ich letztere nie hatte aber auf dem Dongle bei mir sind jetzt durch die Verkäufe weniger Werte gespeichert. Ein gutes Gefühl. Die Expansions vom Nexus2 bleiben übrigens über den User-Account erhalten, so dass man „nur“ das Hauptprogramm nachkaufen müsste. Das Thema Autorisierungen und Kopierschutz ist übrigens ein ganz anderes und füllt weitere Seiten.

Résumé

Nach einigen Wochen ohne Cubase kann ich ein vorläufiges Zwischenfazit ziehen. Logic läuft sehr stabil, Der Drummer ist klasse, die Loops sind ein echter Mehrwert zum schnellen Arrangieren, das Steinway Grand Piano von LPX ist nicht zu verwenden, da es falsche Frequenzen im Bassbereich enthält (!), die Flex-Pitch Funktion hat leider sehr viele und hörbare Artefakte. Das ist mir bei den ersten Tests nicht aufgefallen aber mit „echtem“ Material aus den letzten Recording-Sessions für einen Kunden, ist es leider nicht so perfekt und unhörbar wie VariAudio. Und: Man kann es nicht auf die ansonsten super gelösten Comping Spuren anwenden! Das ist ein echter Nachteil. Ich kann innerhalb einer Comping Spur im Arrangement zwar grob das Tuning justieren aber die Detailansicht im Editor funktioniert nicht. Also muss man das Comping erst reduzieren (oder auf eine separate Spur bouncen) um es mit Pitch-Flex bearbeiten zu können.

Alles in allem habe ich bisher den Schritt zu Logic Pro X nicht bereut, mir aber schon das VariAudio von Cubase zurückgewünscht. Mal sehen, wann es den nächsten DAW oder OS Wechsel gibt. Aktuell kann ich gut arbeiten und bin zufrieden. Wenn jetzt neben Logic Pro X und Final Cut Pro X noch Aperture Pro X kommen würde, hätte ich alle wichtigen Programme aus einer Hand in der X-Version und bräuchte mich zumindest beim nächsten OS Wechsel nicht über fehlende Kompatibilität oder Abkündigung von Support ärgern. Von Cubase VST zu Logic Platinum 5.5.1 zu Cubase SX, dann Logic Pro 8 und 9 mit Cubase 4-7 parallel und jetzt zu Logic Pro X war schon eine interessante aber auch teils aufwendige Reise. Das endgültige Ziel steht noch nicht fest und wird es zum Glück auch nie 🙂

Wie sind Eure Erfahrungen mit den DAWs?

Mit (*) gekennzeichnete Links sind Affiliate/Werbe-Links. Ein Kauf kostet keinen Cent mehr, unterstützt aber meine Arbeit an dem Blog, da ich im Falle eines Kaufs eine Provision erhalte. Mehr Infos dazu auch hier.

33 Comments

  1. Jörn
    15. April 2014

    Autorisationen … DAS Stichwort überhaupt. Wie oft bin ich daran verzweifelt, musste mir Hilfe holen, oder hatte einfach unheimlich viel Arbeit damit, „Audio-Software“ ans Laufen zu bringen.

    Das Thema hat mir über die Jahre den Spaß am Thema DAW so nachhaltig versaut, dass ich inzwischen nur noch selten einen Sequenzer starte – und wenn, genügt mir GarageBand. Mehr wird es in dieser Rubrik und in meinem Leben nicht mehr werden. Ich weiß heute nicht mehr, warum ich mir das so lange angetan habe.

    Bei allem Verständnis für die Arbeit der Entwickler. Was da teilweise an Aufwand auf einen zukam, um ein Plug-in, ein virtuelles Instrument oder einen Sequenzer zu nutzen – unfassbar. Die diesbezügliche Krönung war für mich damals Waves. Ich hab das Plug-in dann als erstes verkauft.

    Was ich nun noch habe, resultiert aus einem Artikel von dir. GarageBand und MainStage. Das lässt sich ohne jede Autorisation an den Start bringen (der iMac ist der Dongle) und da sind Sounds und Amps und dies und das ohne Ende dabei. Ich muss es nicht mal installieren. Das geschieht schon automatisch nach dem Kauf im App-Store. Wenn ich – wider Erwarten noch mal einen Synthesizer bräuchte, würde ich vermutlich einen in Hardware kaufen. Irgendeine Workstation oder so. Die könnte ich dann auch spielen, ohne den Computer und den Sequenzer „anzuwerfen“.

    Antworten
    1. Markus
      15. April 2014

      Ich nehme es als notwendiges Übel hin, habe aber nun den Aufwand so weit es ging reduziert. Momentan bin ich recht zufrieden mit der Lösung. Komfortabel ist das mit dem App Store auf jeden Fall. Allerdings ist der Haken hier die fehlende Option des Wiederverkaufs. Das ist bei GarageBand und MainStage noch zu verschmerzen aber bei „Pro Apps“ ist die Summe höher. Aber letztlich ist das, wenn man Geld damit verdient, OK.

      Antworten
    2. peter
      19. April 2014

      Ich bin da voll bei Dir. Wenngleich ich mit MOTUs Digital Performer überhaupt keine schlechten Erfahrungen gemacht habe. Zu einer Minderheit im deutschsprachigen Raum, vermutlich sogar in Europa, zu gehören kann wohl schwer als seine olche gezählt werden. Aber als ich mich eines Tages dabei ertappte den einzelnen Spuren aufeinander abgestimmte Farben zu verpassen, haben die Alarmglocken geläutet.

      Mein Studio sieht aktuell mehr oder weniger so http://www.petermmahr.com/studio/ aus, sprich ist Mac/PC frei. Meine ganze Aufmerksamkeit gilt dem Gehörten und das hat sich für _mich_ als optimal herausgestellt. Netter Nebeneffekt, einschalten loslegen. Keine Treiberprobleme, keine Updates, keine „wichtige“ Email die reinkommt und gelesen werden will… volle Konzentration auf Audio.

      Antworten
      1. Heiko
        21. April 2014

        Digital Performer – die guten Zeiten unseres alten Studios 🙂
        Ich habe so um 2001 bis ca. 2005 primär auf Digital Performer gearbeitet.

        Netter „Versuchsaufbau“ in deinem Studio, wobei für das Pult von Toft Audio Design darf man auch nicht zu dicke Finger haben, sonst bleibt man zwischen den Potiknöpfen hängen.

        Aber klanglich ein schönes Pult.

        Antworten
        1. peter
          4. Mai 2014

          Mit DP war und bin ich eigentlich, soweit ich es halt noch nutze (primär mp3 Konvertierung der Files aus dem Korg MR2000s 🙂 ), sehr zufrieden. Vor Jahren habe ich damit auch 5.1 gemischt. Das ging einfach von der Hand und war eine erstaunliche Erfahrung. Leider hat sich das Format aber nie, mit Ausnahme für zu laute Geräusche bei Filmen und den SACDs, wirklich durchgesetzt. Ihr ward da aber mit DP ja dann fast so etwas wie Exoten. 🙂

          Das ist in der Tat eines der Probleme des Pults, ein anderes die durchwachsende Verarbeitungsqualität. Aber wie Du schreibst, klanglich ein sehr schönes Pult. Vor allem die Qualität des EQs wäre hier zu nennen.

          Antworten
          1. Heiko
            5. Mai 2014

            Ja, mit DP waren wir wirklich etwas wie Exoten.
            Die Wahl viel aber nach viel Probeiren und Anschauen und Vergleichen, weil sich DP am besten in unsere bestehende Studiolandschaft integrieren ließ.
            Wir kamen von einem 56 Track-Inline-Pult, drei Tascam DA88, die mit einer analogen 24 Spur-Mashcine gesynct waren, einem Atari ST mit Cubase für’s Sequenzing und massig Outboard.
            DP war damals auch mehr oder weniger Sequenzer-Ersatz und Bandmaschine mit Editierfunktion, gemischt wurde immer noch auf dem Pult und mit Outboard.
            Wir hatten zwar auch aus Kompatibiltätsgründen Cubase VST 3 mit am Start, die Studiolandschaft mit den ganzen Ein- und Ausgängen im Dirtektzugriff ließ sich aber am ehesten in Digital Performer abbilden.
            Am logischsten wäre eigentlich Pro Tools gewesen, dass war aber damals zu viel „Buck for the Bang“, sprich weit über den finanziellen Möglichkeiten.
            Ich bin dann mehr oder weniger zufällig auf Digital Performer gestossen, und der deutsche Vertrieb Klemm-Music sowie die MOTU-Leute in USA erwies sich auch von der Suportseite her als „wissend“, auch was so Spezialfragen wie „Was muss in DP wie einstellen, damit die Software mit meiner SY88-Sync-Karte richtig spricht und alles synchronisiert framegenau läuft?“.
            Der Höhepunkt war dann, als wir die drei Digtalmaschinen, die Analoge, den ST und Digital Performer im Sync-Verbund laufen lassen konnten.

          2. peter
            5. Mai 2014

            Deine Eindrücke kann ich voll und ganz bestätigen. Egal ob KLEMM-Music oder direkt, stets flott, freundlich und vor allem hilfreich. Finde euren Weg herrlich und kann auch den „Bandmaschinen“ Zugang sehr gut nachvollziehen.

            Zu DP bin ich über ein Filmprojekt gekommen und ich finde es heute noch gut. Allerdings sind meine Ansprüche nicht mit modernen Produktionsumgebungen zu vergleichen. Mir ist Hardware immer noch lieber, das bisschen Rauschen ist so gering, dass ich davon früher nur träumen konnte. Dann der direkte Zugriff… einfach lässig. Gestern habe ich Spaß halber das AMS eingebaut und um die Verbindungen zu testen einfach einen 4 taktigen Bass laufen lassen und dazu die TR-8 von Roland gestartet. Alles nicht gesynct und ich bin jetzt noch baff wie gut das geklappt hat. Alles dann auf ein Stereo“band“ zu spielen, dabei live zu mischen, zu spielen, aktivieren/deaktivieren… so wie Markus geschrieben hat der Spaß steht im Vordergrund. Zum Glück muss ich davon nicht leben und wenn mir das File von gestern nicht mehr gefällt, dann kann ich es von SoundCloud eben wieder runternehmen, aber die angenehme Erinnerung die bleibt.

      2. Markus
        21. April 2014

        Das erinnert mich wirklich sehr an die Zeit der 19″ Hard Disc Recorder 🙂 Cool! Und ja: Mails empfangen können die Dinger zum Glück nicht! Aber das Netzwerk schalte ich meistens aus (wenn ich es nicht wieder vergesse). Der Hinweis mit den Farben erinnert mich übrigens sehr an meine Cubase Zeit … Da erkenne ich mich gerade wieder und werde nachdenklich 🙂

        Antworten
        1. peter
          4. Mai 2014

          🙂

          Wie geschrieben, es gibt meines Erachtens nicht die eine Arbeitsweise und bei mir hat es lange gedauert bis ich sie gefunden und mir dann auch „zugestanden“ habe. Man ist ja doch nicht ganz frei von äusseren Einflüssen.

          Zudem bin ich hier immer noch am „Optimieren“. Das DPS24 will optimal eingebunden werden (hat leider zu wenige Outs) und der Focusrite sitzt derzeit nur gelangweilt im Rack. Gestern habe ich mir überlegt eventuell die Roland TR-8 reinzuschicken um sie zumindest etwas zu bändigen, oder ihn in eine Subgruppe einzuschleifen. Dann gibt es hier noch ein altes AMS Delay, das derzeit nur gelagert wird…… und dafür ist es nun wirklich viel zu schade.

          Antworten
  2. Heiko
    16. April 2014

    Interessante Wendung.
    Bei mir ist es genau anders herum gewesen:
    Mich hat es irgendwann genervt, dass Apple Logic nicht in der Art pflegt, wie ich das von einer Pro App erwarte.
    Dazu die fehlende Wiederverkaufsoption, das „gefesselt“ sein an den App Store (was ich bei Apps bis vllt 60 Euro ok finde), die Ungewissheit, ob Apple nicht doch irgendwann mal Logic oder ihre ganze Rechnersparte zu Grabe trägt…..haben mich dazu veranlasst, nachdem ich jahrzehnte lange Logic präferiert habe, mich Cubase zuzuwenden und mir durch die Crossplattformtauglichekit alle Wege offen zu halten.
    Im Falle Final Cut Pro X ärgere ich mich z.B. dass ich da zu den Ealy Adoptern gehöre.
    Mittlerweile würde ich gerne mit einer anderen Software arbeiten wollen, FCPX krieg ich aber eben nicht mehr verkauft.

    Antworten
  3. Jürgen Drogies
    16. April 2014

    Ich benutze Logic, bzw. den Vorgänger Notator schon seit Atari-Zeiten. Der Umstieg war dann direkt zum Mac. Anlass war keine Windows-Abneigung, sondern die Zusammenarbeit mit einer Werbeagentur, die Macs verwendete. Ich habe keine Erfahrung mit Windows-Rechnern im Musikbereich. Zur Zeit benutzte ich den „alten“ Mac Pro und Logic Pro X unter Mavericks. Die Qualität der Drummer kann ich bestätigen, gleiche Qualität und Features von Third-Pary Anbietern ist meiner Meinung nach teuerer als das ganze Logic Pro X. Man sollte auch die anderen mitgelieferten Instrumente nicht unterschätzen. Akustikgitarre mit dem iPad spielen macht Spaß und der Sound ist im Mix durchaus verwendbar. Die Remote App zur Fernsteuerung finde ich auch sehr gut. Die lange Zeit von Pro 9 bis Pro X ließ wohl bei jedem Zweifel über die Zukunft von Logic aufkommen, auch bei mir. Für Tonhöhenkorrekturen habe ich lange Melodyne benutzt. Flex Pitch kann es auch, ein direkter Vergleich fällt schwer, obwohl ich das schon versucht habe. Wenn man die zusätzlichen „Anfasset“ für das Ein- und Ausschwingen der Töne verwendet, lassen sich gute Ergebnisse erzielen. Für mich gibt es zur Zeit keinen Grund, von Logic Pro X zu einer anderen Software zu wechseln.

    Antworten
  4. Markus
    16. April 2014

    Interessant, wie jeder hier seine eigenen Wege zu den verschiedenen DAWs gefunden hat. Hätte ich nur Logic 9 genutzt, wäre die lange Ungewissheit, wann und ob eine neue Version kommt, auch für mich nervig gewesen. In dieser „Wartephase“ habe ich aber hauptsächlich Cubase 6 bzw. 7 genutzt und da ging es ständig voran.

    Über FCPX kann ich für meine Tätigkeit als „One Man Band“ absolut nichts Negatives sagen. Erst neulich habe ich für einen Kunden ein Messevideo in einer Auflösung von 5.760 x 1.080 erstellt. Keine Ahnung, ob das mit anderen NLEs so einfach gehen würde. Die Magnetic-Timeline ist ebenfalls super. Video von mehreren Kameras synchron über die vorhandenen Audiospuren anlegen, klappt auch einwandfrei. Das sind alles Funktionen, die das arbeiten beschleunigen. Und für meine Color-Grading Zwecke reicht auch das implementierte Color-Modul. Plug-ins von Drittanbietern gibt es mittlerweile auch wie Sand am Meer und das in guter Qualität und für jeden Zweck (zumindest habe ich bisher nichts vermisst). Was stört Dich denn an FCPX, Heiko?

    @Jürgen: Bei meinem Material haben leider auch die Anfasser von Flex-Pitch nicht weitergeholfen. Ich gebe aber zu, dass es in diesem Fall keine ausgebildeten Sänger waren und schon umfangreichere Bearbeitungen nötig waren. Dennoch ging das bei ähnlichen Material in Cubase besser. Und genau diese Anfasser fehlen leider bei Comp-Spuren. Das ist wirklich ärgerlich aber mit Sicherheit kein Grund wieder zu wechseln 🙂

    Antworten
    1. Heiko
      16. April 2014

      Ich würde jetzt nicht so weit gehen und sagen, dass sich mit FCPX gar nicht arbeiten ließe, das Konzept der Magnetic Timeline finde ich sogar sehr gelungen.
      Mühsam finde ich aber das File-Handling. Auch das Backupen finde ich sehr mühsam.
      So wie FCPX seine Daten verwaltet lässt sich meiner Meinung auch schlecht von mehreren Rechnern im Wechsel arbeiten.
      Dann würde ich gerne wählen können, ob der Abspielkopf fest ist und sich die Timeline dahinter beweg, oder anders herum.
      Die Integration von Audio(bearbeitung) finde ich auch verbesserungswürdig. Für dass, das man bei Apple mit Logic eine DAW im eigenen Stall hat….Die Integration zwischen Final Cut, Motion, Logic und/oder Soundtack fand ich früher besser und umfassender.
      Wenn man wirklich lange Projekte hat, kann FCPX auch schnell unübersichtlich werden.
      Könnte man die Software verkaufen, wäre ich vllt. auch schon zu einer anderen Plattform gewechselt, so halte ich eben weiter durch.

      Antworten
      1. Markus
        16. April 2014

        Was das File-Handling angeht, finde ich dies seit dem letzten Update (10.1) wesentlich besser. Das Konzept der Libraries erleichtert das Backup oder Verschieben von iMac auf MBP. Das man nur die gewünschten Libraries „mounten“ kann, erhöht die Übersichtlichkeit und Ladezeit. Vorher habe ich das über wachsende Disk Images gelöst. Die neue Variante ist natürlich einfacher. Was Audio angeht, kann man doch die Logic Effekte direkt in FCPX nutzen. Ich weiß nicht, ob das bei anderen NLEs gehen würde. Du meinst aber vermutlich die Wellenformbearbeitung. Für einfache Schnitte oder (manuelle) Crossfades hat mir die bisher aber gereicht. Ich bin aber bei FCPX guter Dinge, dass die Updates hier schneller kommen, als bei Logic (9). Sowohl FCPX als auch LPX haben ja in den letzten Monaten recht regelmäßig Updates erfahren. Das lässt hoffen 🙂

        Antworten
        1. Heiko
          21. April 2014

          Da Audio und Videoschnitt bzw. Post Production immer weiter zusammenwachsen werden, hätte ich es begrüßt, wenn Apple hier wieder eine Bindung zwischen Logic Pro X und FCPX gestärkt hätte, gerne auch mit Motion und Co.
          Edel wäre natürlich eine digitale Workstation, mit der man Audio und Video auf gleiche Weise bearbeiten könnte.
          Das wäre innovativ und ein Kaufargument für den neuen Mac Pro.

          Antworten
          1. Markus
            21. April 2014

            Eine „Bridge“ zwischen LPC und FCPX wäre in der Tat schön. Also ohne Export und Import von Audiospuren. Motion nutze ich bisher nur rudimentär zum anpassen von bestehenden FX. Und dafür geht’s eigentlich ganz gut. Was den neuen Mac Pro angeht, kann ich mich (zum Glück) noch zurückhalten. Mein 27″ „maxed out“ iMac von 2012 rennt noch so schnell, dass er reicht. Spätestens mit 4K als etablierter Standard wird sich das vermutlich ändern. Das sehe ich aber in den nächsten 2 Jahren noch nicht.

          2. Heiko
            24. April 2014

            Vielleicht ist das auch der immer währende Kreislauf der DAWs – oder vielleicht gibt es auch nicht die eine DAW für alles.
            Ich hatte ja auch, allein schon wegen dem Underdog-Image mal eine zeitlang über Reaper nachgedacht und damit rumgespielt.
            Da hat man aber das „Probelm“ das die Software sich so sehr an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt, dass man fast nur am konfigurieren ist und man dann auch gerne mal einfach Sachen umkonfiguriert, einfach weil man’s kann.
            Ergebnis: kein Ton in 3 Stunden aufgenommen, aber viel den Workflow optimiert 🙂

  5. Markus
    16. April 2014

    P.S.: Der Atari zählt bei mir zum erwähnten „Urschleim“ (ohne das Negativ zu meinen). Den habe ich natürlich auch gerne genutzt damals. Natürlich nur für Midi – und für Starglider 🙂

    Antworten
  6. Markus
    24. April 2014

    Zitat Heiko: „Ergebnis: kein Ton in 3 Stunden aufgenommen, aber viel den Workflow optimiert :-)“

    Das ist die Gefahr bei solchen Dingen 🙂 Womit wir wieder bei den Vorteilen von Peters Lösung sind. Die sind nicht von der Hand zu weisen.

    Antworten
    1. peter
      4. Mai 2014

      Ich habe mich in Heikos Posting durchaus wieder gefunden „kein Ton in 3 Stunden aufgenommen, aber viel den Workflow optimiert :-)“. Glaub mir Markus, das geht auch bei meiner Lösung. Siehe obiges Beispiel mit dem Focusrite und dem Delay.

      Aber eines Tages „morgen“… da, genau da weiss ich, dass ich sie dann habe die optimale Lösung!

      .. solange, bis mir dann halt eine noch optimalere vorschwebt. :-))

      Antworten
      1. Markus
        4. Mai 2014

        🙂 Da beneide ich manchmal weniger technikaffine Musiker. Die spielen einfach nur und lassen andere den Part des Technikers machen. Wichtig ist für mich aber auch, dass man die Zeit mit etwas verbringt, was einem Spaß macht. Und sei es nur zum Selbstzweck um die Zeit „totzuschlagen“. Wenn dann am Ende noch ein bleibendes Ergebnis in Form eines gelungenen Tracks entsteht, habe ich aber auch nichts dagegen 🙂

        Antworten
        1. peter
          4. Mai 2014

          Damit hast Du es für mich perfekt auf den Punkt gebracht – wenn der Spaß dann noch ein bleibendes Ergebnis liefert. Genau darum geht es mir. Und dieses Ergebnis muss in erster Linie mir gefallen. Das mag anspruchslos sein und natürlich freue ich mich besonders, wenn jemand anderer damit etwas anfangen kann oder auch nicht, aber erst muss es die eigene Hürde nehmen. Das gilt für die Musik ebenso wie für das Fotografieren.

          Peter

          Antworten
  7. pommerizer
    25. April 2014

    Ich durfte auch die Erfahrung machen, mich mit Logic Audio Platinum 5 unter Windows (mit EXS24 MkII nebst allen verfügbaren Emagic-Libraries, AMT8, Unitor8, Control, Control XT) nach dem Logic-Verkauf an Apple im Jahr 2002 in einer Sackgasse zu befinden.

    Habe dann Logic in der Version 5.5.1 unter WinXP bis 2012 einfach weitergenutzt, da mir der Funktionsumfang ausgereicht hat. Ich mache allerdings auch nicht professionell Musik und hatte somit keine Zwänge.

    Mit Cubase 7 auf Win7 habe ich einen Neuanfang gewagt und auch alle (Hardware-)Synthesizer (bis auf den SY99) verkauft. Als SW-Klangerzeuger sind bei mir Halion und einiges von NI und Toontrack im Einsatz. Damit komme ich gut zurecht und auch die Authorisierungen waren mit einmaligem Aufwand hinzubekommen.

    Antworten
    1. Markus
      25. April 2014

      Hallo Pommerizer, selbst professionelle Studios haben mit 5.5.1 noch lange weitergearbeitet. Den SY-99 hätte ich damals übrigens auch sehr gerne gehabt.

      Das mit den Autorisierungen ist bei einer überschaubaren Anzahl an Plug-ins und nicht zu häufigem Wechsel von Hardware OK. Toontrack und NI sind hier auch noch eher „harmlos“. Aber bei mir sind in der Zeit so viele Plug-ins und Rechnerupdates zusammen gekommen, dass einfach ein Umdenken notwendig war. Aktuell lebe ich sehr gut mit einem schlankeren Setup. Und falls ein „Spezialist“ notwenig wird, liegt er Installationsbereit im Schrank 🙂

      Antworten
  8. Martin
    4. Mai 2014

    mich würde ja BRENNEND(st) interessieren ob es einen günstigeren Weg gibt Hypersonic 2 unter Mavericks und Logic pro x zum laufen zu bekommen als 235,- € für das Vienna Ensemble Pro auszugeben und 9 GB Library zu installieren die (ich) nicht brauche…
    -bis auf dieses Problem komm ich mit Logic x mittlerweile gut zurecht nachdem ich Jahrelang Cubase Nutzer war.
    Ich hätte allerdings gerne den übersichtlichen und handlicheren Midi Drum Editor von Cubase zurück,- mit dem Schritteditor komm ich in Logic irgendwie selbst nach nem reichlichen halben Jahr Nutzung nicht so ganz geschwind klar.
    das zoomen lahmt sehr oft (und das mit nem pro retina…), die Hintergrundfarbe lässt sich nicht ändern und ähnelt farblich sehr dem Raster was es etwas unübersichtlich macht.
    Ansonsten gefällt mir die Oberfläche und die hauseigenen Plug ins gefallen mir auch gut (aber ich vermisse meinen Hypersonic2 doch sehr sehr sehr ….)

    Antworten
    1. Markus
      4. Mai 2014

      Hallo Martin, Vienna Ensemble Pro ist im Verhältnis zum Preis für Logic Pro X natürlich schon eine Investition für „nur“ eine Bridge. Aber es ist als Netzwerklösung meiner Meinung nach richtig gut! Ob andere Lösungen, wie z. B. 32 lives oder jBridgeM ähnlich stabil laufen, weiß ich leider nicht. Es gibt von Beiden aber Demo-Versionen. Evtl. testet Du die mal. Würde mich freuen, wenn Du das Ergebnis Deiner Tests hier postest. VG und einen schönen Restsonntag, Markus

      Antworten
      1. Martin
        5. Mai 2014

        Hi Markus, vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
        Danke übrigens auch für den ausführlichen Bericht ohne diesen ich nie diese Chance den Hypersonic doch zum laufen zu kriegen gewittert hätte 😉

        Das B. 32 lives habe ich bereits probiert, jedoch leider ohne Erfolg da es nach dem öffnen in dessen Liste nicht auftaucht…
        Das Hauptproblem beim Hypersonic 2 liegt denke ich darin, das man nach der (problemlosen) Installation noch manuell den „Hypersonic Content“ öffnen muß damit das Hauptprogramm „weis“ wo es die Sounds (Librarie) findet – doch diese „Set HS2 Content Location“ ist ein Power Pc programm welches sich seit langem unter osx nichtmehr öffnen lässt.
        JBridgeM habe ich noch nicht probiert, werde ich aber bei Gelegenheit noch tun.
        Das Vienna Ensemble Pro lockt schon sehr wenn man liest das man nahezu alles dort einbinden kann, damit ließe sich wohl auch die Content Datei öffnen?
        Wenn es das als Einzelprogramm gäbe ohne Library…
        Ich hätte eigentlich auch gerne die Logic eigene Library wieder los, bis auf paar einzelne Sachen brauche ich das alles nicht, das erschlägt einen ja förmlich…

        Mit dankendem Gruß
        Martin

        Antworten
        1. Markus
          7. Mai 2014

          Halo Martin, diesmal hat die Antwort krankheitsbedingt etwas länger gedauert. Auf die Ergebnisse der jBridgeM bin ich dann gespannt. Schade, dass es mit dem 32 lives nicht geklappt hat.
          Die Bridge Lösungen werden aber in keinem Fall das Problem mit dem Power PC Programm lösen! Auch VE Pro nützt da nichts. Da ist Handarbeit gefragt (übrigens ebenso wie beim entfernen der Logic Library). Diese „Set Content Location“ Problematik hatte ich sowohl bei HS2 als auch bei VG2. Das kann man lösen, indem man gewisse Einträge manuell vornimmt. Da es nicht so leicht in einem Kommentar zu beschreiben ist, werde ich kurzfristig einen Artikel mit Screenshots dazu bringen. VG, Markus

          Antworten
        2. Markus
          7. Mai 2014

          Wobei mir gerade einfällt, dass HS2 eigentlich beim Start nach der Content Location fragt, wenn er sie nicht findet. Du kannst HS2 auch Standalone starten und es testen. Das ist ja losgelöst vom Host. Komplizierter war es beim VG2. Da musste man das „com.Steinberg.Virtual Gitarrist 2.plist“ File editieren und den Pfad eintragen. Und das geht nur mit einem speziellen Editor wie z. B. PlistEdit Pro für Mac.

          Antworten
  9. Martin
    10. Mai 2014

    Moin Markus, hoffe dir gehts wieder gut.

    Leider hat es mit jbridge auch nicht funktioniert, ich habe spaßenshalber die AU und die VST vom Hypersonic installiert – beides mit der Meldung „installation erfolgreich abgeschlossen“

    Nach öffen der Jbridge wird dann nur im Ordner „Vst“ selbige des Hypersonic erkannt.
    Im „AU“ Ordner ist leider nichts zu finden und auch nach einem scannen findet er nichts.

    Es gibt also (bisher) keine Möglichkeit den Hypersonic zu öffnen, er erscheint auch nicht unter Programme oder Apps als Standalone…ganz schön verzwickte Angelegenheit…
    Ich möchte doch nur endlich ein einziges vereintes System haben auf dem Alles läuft.

    Ein Artikel dazu wäre natürlich superb 😉

    Antworten
    1. Markus
      11. Mai 2014

      Hallo Martin, bin wieder fit. Danke der Nachfrage. Das ist natürlich schade mit der jBridge :-/ Ich werde dann mal alle notwendigen Schritte für die Installation in einen Artikel packen. Ich sage Dir per Mail Bescheid, sobald er online ist. Wird aber ein bisschen dauern. Bis dahin ein schönes Wochenende. VG, Markus

      Antworten
  10. David Martini
    18. Dezember 2014

    Ich habe meinen ersten Audio Rechner mit Cubase benutzt. Damals SX 3. Dann Cubase 4 und das Updat 5.5. Ich weiß nicht wie es heute ist aber ich bin so froh damals mein ganzes Geld in einen MAC Pro zu investieren und dann Logic 9 zu kaufen. Ich habe Cubase so einige Kopfschmerzen und Tischbrüche zu verdanken :D.
    Abstürze und Projektverluste waren regelmäßig die Folge. SÍch hatte sogar einen speziellen Windows Audio Rechner. Also daran konnte es nicht liegen.

    Naja. Logic Pro X ist ein wunderbares Programm aber es hat noch seine Workflow schwächen wie ich finde. Audiopitchen ist nicht so einfach wie bei Cubase, wo man einfach für jedes AUdio Event einen Reiter oben and er Fensterzeile hat und dort das ganze geschickt anwendet ohne das Original File zu ändern. Man kann in Logic X auch keinen Reverse anwenden ohne das FIle zu bouncen.

    Der Mixer ist ebenfalls besser bei Cubase 8 und dazu finde ich sollte man einen Plugin Browser einführen wie bei Cubase um nicht die Zeit in den Listen zu verbringen bis man mal ein Plugin gefunden hat.

    Antworten
  11. Thomas
    10. Februar 2015

    Hallo,
    ich nutze Logic seit Notator, habe mich nun nach Logic X und 10.1 mit dem aktuelle Cubase 8 angefreundet.
    Wenn ich mir die Bugs und das typische Apple´sche Gebahren anschaue, sehe ich zukünftig Logic eher mit einem unguten Gefühl. Hinzukommend die Angst um Hardware Marke was, wenn Apple wieder mal Geräte einstellt, wie schon die Pro Reihe uvam. Hinzukommend der Zwnag, immer ein neuestes OSX drauf zu haben. Nervig.
    Ich arbeite professionell, d.h. ich muss mit diesen genannten DAWs mein Brot verdienen.

    Auf die Schnelle ein paar meiner Eindrücke Logic 10.1 vs. Cubase 8 :
    CPU Effizienz
    – Logic: ist auf einem aktuellen Mac etwas effizienter.
    – Cubase: ASIO Guard 2 ist nun aber sehr nah an Logic, was CPU-Ressoucen betrifft, hätte es kaum geglaubt. (Dies war mit ein Grund, den Wechsel zu wagen)
    – Render vs Bounce-In-Place: BIP ist etwas schneller bei größeren Projekten. Aber RIP ist ideal und komfortabel in Cubase integriert, auch dies war ein ausschlaggebender Grund zum Wechsel, da ich das sehr oft benötige.

    GUI Einstellungen
    -Die Arroganz seitens Apple zu bestimmen was das Beste für die Benutzer sein soll, gefällt mir nicht. (Mein Dank hierbei an die Logic-User, welche grafische Elemente zum Auswechseln für die GUI anbieten, tolle Sachen dabei!)
    – Cubase hat eine User-Anpassung der GUI schon seit vielen Jahren.

    Meter: ich kann bis heute nicht verstehen, wie Leute mit Logic´s winzigen Metern überhaupt mischen können. Cubase besitzt geniale, vom User völlig frei einstellbare und der Größe nach skalierbare Meter. Die Meter-Bereiche können in Cubase frei z.B. dB Schritten eingefärbt werden.
    Logic hat keinen Control Room, welchen ich nun sehr zu schätzen weiß in Cubase.

    In Cubase kann ich Dritthersteller Midi-Files von jedem Instrument per Mediabay anspielen lassen.
    Cubase hat schon lange Input Kanäle, Pre Bereiche mit Lo/HiCut, Input Gain and Phase Buttons.
    Logic hat jetzt mit 10.1 erst einen Phasenbutton bekommen. Immerhin etwas.

    Score Editor
    – Logic ist Oberklasse, wenn es um Optik und Übersicht geht in diesem Editor.
    – Cubase hingegen ist Oberliga in punkto VST Expressions, idela für Filmkomponisten und auch Score-Leute.

    Mitgelieferte Effekte und Instrumente
    – Logic wird mit dem besten Synth und Effekt-Plugin-Bundle überhaupt ausgeliefert. Ungeschlagen.
    – VST Amp Rack vs Amp Designer: Geschmackssache, aber in meinen Ohren (ich bin Gitarrist) gefällt mir der Klang des VST Amps etwas besser.

    MIDI
    – Logics Environment: Oberklasse. Midi ist sehr ausschweifend dort manipulierbar.
    – Dennoch bevozuge ich Cubase für MIDI, da es schneller, einfacher und komfortabler ist. Der neue Midi-Editor ist ein Traum.
    – VST Expression ist genial. Note Expression für einzelne Notenparameter ist ebenso genial wie CC Automation.
    – Logics Articulation ID ist umständlich.
    – Cubase Akkord Spur ist der Hammer.
    Ich bevorzuge stets den in Cubase integrierten Sample-Editor, sehr weitreichende Funktionen dort.
    wenn ich in Logic ein Sample nur mal rückwärts machen möchte, muss ich das immer separat vorab als neues File rendern.
    – In Logic kann mal Flex direkt im Arrange einsetzen.
    – In Cubase muss man individuelle Noten im Sampeleditor oder VariAudio bearbeiten. Trotzdem ist es sehr einfach in Cubase, wenn man z.B. Warp verwendet. Die Stretch/Pitch-Alogs scheinen mir in Cubase klanglich etwas feiner zu sein und besser aufzulösen.

    Dongle
    Natürlich, großer Vorteil: Logic braucht keinen Dongle, das übernimmt der Mac-Rechner, also die Hardware.
    Cubase muss zumindest in den größeren Versionen einen Dongle zum Betrieb haben. Nicht so schlimm, da ich meinen Rechner sowieso nur im Studio verwende.

    Der Wechsel auf eine andere DAW, vor allem, wenn man über 20-25 (!) Jahre Logic benutzt hat, ist nicht gerade einfach.
    Aber ich sehe nun wie einfach es in Cubase funktioniert, ich habe genug Vergleiche.
    So brauchte ich kaum das Handbuch bisher – das spricht für sich.
    Die neue MixConsole ist genial, das ist genau das, was ich mir immer in Logic gewünscht habe.
    Auch sehe ich, wie rasant sich die internen Plugins bei Steinberg entwickelt haben – es sind so viele, wirklich sehr gut klingende Effekte und auch Synths in Cubase 8 dabei. Fast behaupte ich, dass Cubase nun mit Logic gleichgezogen hat, auch wenn Logic etwas mehr an Plugins bieten mag.

    Apple scheint sich jetzt mehr auf die Elektroleute, DJs, Synthesizerfans zu konzentrieren. Es gibt in 10.1 viele neue Loop-Spielereien. Gefällt mir nicht, brauche ich alles nicht.
    Es scheint auch so zu sein, dass Apple viele Cubase-Features (VCA Gruppen, PluginOrdnerEditor, Arrangertakttauscher usw.) nun nachbaut (klaut), das zeigt sicher auch auf, wie gut Cubase eigentlich ist.

    Fazit. ich bin sehr glücklich mit meinem neuen Cubase 8.

    Viele Grüße aus Berlin
    Thomas Naumann

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.