Lightroom Mobile Workflow bei RAW Dateien

Es gibt viele Artikel im Netz zu diesem Thema. Aber wie genau Lightroom mobile mit RAW Dateien umgeht, wann Smart Vorschauen erstellt und wann Originale auch auf iOS Geräten genutzt werden, bleibt offen. Ich hoffe, Euch Licht ins Dunkel bringen zu können.

Ich habe vor längerer Zeit schon einmal den – damals unbefriedigenden – Workflow mit RAW Dateien am iPad mit Lightroom mobile beschrieben und das ganze aus den im Artikel genannten Gründen sein gelassen. Die Situation hat sich nun allerdings verändert, da man als erste Station das iPad oder das iPhone zum importieren und bearbeiten (!) der RAW Dateien nutzen kann. Und es ist in diesem Zusammenhang wirklich ein sehr großer Unterschied, wo ich die RAWs importiere. Ob am macOS Lightroom CC (iMac, MacBook, etc.) oder unter iOS in Lightroom mobile (iPad, iPhone bzw. Android Geräte). Für mich persönlich waren einige Fragen offen, so dass ich die Testversion der Creative Cloud aktiviert habe um den aktuellen Stand der Dinge selber testen zu können. Ich bin – nach wie vor – kein Fan der Abo Lösung von Adobe. Aber ich bin großer Fan der mobilen Bildbearbeitung am iPad. Und da ich gerne zeitnah und unterwegs meine Fotos sichten, bearbeiten und als JPG speichern oder zeigen möchte, habe ich mir die Möglichkeiten von Lightroom mobile genauer angesehen.

Erst seit einiger Zeit kann Lightroom mobile auch wirklich mit RAW Dateien umgehen, die man unterwegs auf dem iPad oder iPhone importiert hat. Sehr gut! Denn nur so macht das ganze auch unterwegs Sinn.

Import von RAW Dateien in iOS (Lightroom mobile)

Dazu legt man sich normalerweise einen SD to Lightning Adapter* zu. Der Import ist allerdings bei RAW Dateien zäh wie Kaugummi. Da mein Adapter seit iOS 10.3 nicht mehr funktioniert, bin ich auf die USB Schnittstelle per Kamera umgestiegen und der Import ist um einiges schneller. Mehr dazu auch hier im Artikel. Alternativ kann man je nach Kamera die RAWs (wenn das die App zulässt) auch über eine passende App des Kameraherstellers drahtlos auf sein iOS Gerät kopieren. Man sollte sin diesem Fall checken, dass die Fotos in voller Auflösung kopiert werden. Viele Apps haben hier als Standard für JPG Dateien eine verkleinerte Auflösung als Default Wert voreingestellt. Überhaupt wird die Auflösung noch eine große Rolle spielen. Dazu später mehr. Wir gehen hier aber davon aus, die original RAW Datei anschließend auf dem iOS Device zu haben.

Sind die RAWs nun auf dem Gerät muss man sie zusätzlich in Lightroom mobile importieren. Wichtig zu wissen: Dies geschieht durch „kopieren“ der Datei in die App-Blase (so nenne ich hier mal die App inklusive aller Dateien). Man hat nach dem Import in Lightroom also die RAW Datei zunächst doppelt auf dem iOS Gerät. Ich lösche nach dem Import in Lightroom alle RAWs in der Foto App. Kann man gefahrlos machen, da Lightroom mit autarken Kopien arbeitet. Wer’s nicht glaubt, probiert es selber aus und guckt sich die Dateigrößen einfach an. Auch der Lightroom mobile „Katalog“ wird größer, was man in den Einstellungen des iOS Device gut erkennen kann. Ich gehe davon aus, dass das Verhalten unter Android ähnlich ist.

Bei diesem Weg hat man also wirklich Originale (und keine Smart Vorschauen – dazu gleich mehr) auf dem Gerät. Interessant ist übrigens, dass bei diesem Weg auch die Originale auf andere iOS Geräte synchronisiert werden! Sprich: Ich habe auf meinem iPad und auch auf dem iPhone immer die Originaldatei und keine Smart-Vorschau oder Proxy-RAW Datei. Das ist wichtig, wenn man JPGs direkt aus dem iOS Device erstellen möchte!

Auf dem macOS Device landen bei dieser Variante über die Synchronisation auch die RAWs in voller Auflösung. Und zwar wiederum – im Gegensatz zu allen anderen iOS Geräten die man nutzt – als autarke Kopie. Man könnte also nach dem erfolgreichen Synchronisieren mit macOS (also Lightroom CC) die Dateien alle aus Lightroom Mobile löschen und hätte die Originale nun auf dem iMac oder MacBook. Auf den anderen iOS Geräten werden sie allerdings gelöscht, wenn man sie auf einem der iOS Geräte löscht! Es gibt nur einen Lightroom mobile Katalog für alle iOS Geräte!

So lange man die Originale auch noch in Lightroom mobile hat kann man aber auf jedem Gerät die RAWs bearbeiten und immer vom Original – RAW ein JPG erzeugen. Egal auf welchem Gerät. Und das mit den zweifelsfrei sehr guten Möglichkeiten von Lightroom.

Was in Lightroom mobile nur noch fehlt

Aber auch ohne diese Funktionen und erst recht mit den verlinkten Workarounds kann man seine RAW Dateien super unterwegs entwickeln. Und beim fertigen JPG kann man immer noch mit anderen Apps stürzende Linien begradigen oder nachschärfen. Ich empfehle hier Snapseed* oder Enlight*.

JPG Export und die Komprimierung in Lightroom Mobile

Im Gegensatz zu Lightroom auf dem Desktop (egal ob CC oder eine Kaufversion) kann man in Lightroom Mobile beim Export nur zwei Varianten bei der Bildgröße wählen:

  • Klein – 2048 px
  • Maximal verfügbar

Eine Komprimierungseinstellung oder ähnliches für das fertige JPG sucht man leider vergebens. Das ist äußerst schade. So kann man nur raten bzw. ausprobieren und in den Daten auslesen, welche Einstellungen im Hintergrund von Lightroom mobile ihr Werk verrichten.

Hier meine Ergebnisse:

  • Die Bildgröße (Abmessungen in Pixel) wird bei „Maximal verfügbar“ leider falsch in den Metadaten weggeschrieben oder wirklich falsch ausgegeben und hochinterpoliert. Zumindest bei einem beschnittenen Bild. In meinem Fall hatte ich ein RAW mit Originalabmessungen 4.896 x 3.264. Dieses habe ich freigestellt (beschnitten) auf 4.329 x 2.880 Pixel. So habe ich es exportiert. Der sichtbare Ausschnitt ist auch korrekt. Allerdings wird mir bei dem exportieren JPG aus Lightroom Mobile immer noch die Originalabmessung angezeigt. Das ist meiner Meinung nach ein Bug!
  • Die Bildauflösung beträgt 72 Pixel / Zoll
  • Das JPG wird im Display P3 RGB Farbraum exportiert.
  • Bei der Komprimierung tippe ich auf 80 – 85 % verglichen mit Lightroom auf dem Desktop. Kommt zumindest bei meinen Vergleichen mit der anschließenden Dateigröße ungefähr hin. Die genaue Dateigröße konnte ich in Lightroom CC nicht rekonstruieren. Und ich habe so ziemlich alle Exporteinstellungen durchprobiert.

Zumindest hat man so ein ungefähres Bild, was einen erwartet. Und wenn man von einem Original RAW ein JPG in Lightroom Mobile erzeugt, ist das Ergebnis auf jeden Fall (bis auf dem Bug mit den falschen Abmessungen in den Metadaten) sehr gut und nicht von denen in Lightroom CC zu unterscheiden.

ACHTUNG: Smart Vorschau!

Import von RAW Dateien in Lightroom CC (Desktop)

Wenn man die bestmögliche JPG Qualität auf seinem iOS Device haben möchte (wie ich, weil ich meine JPGS alle zusätzlich auf dem iPhone sichere) sollte man diese nur aus Lightroom mobile erzeugen, wenn die RAW Datei auch über ein iOS Device importiert wurde. Importiert ihr die RAW Datei am iMac in Lightroom CC, synchronisiert Euch Adobe nämlich nur eine Smart Vorschau auf Eure iOS Geräte, die beim exportieren nur ca. eine 1/3 große JPG Datei liefert. Zum bewerten, „normalen“ bearbeiten (bei Schärfe und Details auch nur bedingt) reicht diese Smart-Vorschau aus. Und die Bearbeitungen werden auch brav zur Desktop Version durchgereicht und auf das Original RAW angewandt. Aber ihr erhaltet über diesen Weg nie die Original RAW Datei auf den iOS Geräten und werdet auch nie eine JPG Version in normaler Größe daraus auf Euer iOS Device speichern können!

Ergo: Import in Lightroom CC -> Export am besten auch nur über Lightroom CC und dann das JPG z. B. über PhotoSync auf die iOS Geräte kopieren. Über PhotoSync habe ich hier im Artikel etwas geschrieben.

Fazit

Es ist ein Riesenunterschied, ob die RAW Datei über Lightroom Mobile importiert wird oder über Lightroom CC und nur die Smart-Vorschau auf Eurem iPad oder iPhone landet.

Wer immer auf jedem Gerät die volle Auflösung beim Export nutzen will, sollte die RAWs nur über eines seiner iOS Geräte importieren. Dann erhaltet ihr auch überall das Original.

Wer unterwegs Bearbeitungen und Bewertungen vornehmen aber die JPGs anschließend ohnehin am Desktop erstellen möchte, kann die RAWs ruhig in seiner Desktop Lightroom Version importieren und mit seinen Mobile Versionen synchronisieren.

Lightroom Mobile ist dank der direkten RAW Unterstützung auf den neueren iOS Versionen jedenfalls sehr leistungsstark geworden. Man muss nur die Synchronisierung verstehen und seinen Anwendungsfall im Auge behalten.

Produktübersicht von Adobe*

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17 Comments

  1. Sebastian
    10. Juli 2017

    Danke für Deinen ausführlichen Bericht. Da ich im Urlaub unterwegs auch die meiste Zeit habe, bevorzuge ich auch die mobile Bildverwaltung.
    Wie exportierst Du ausgewählte Bilder aus lightroom? Als Galerie ist unter Android eine Beschränkung auf 15 Bilder…

    Viele Grüße aus Schweden
    Sebastian

    Antworten
    1. Markus
      10. Juli 2017

      Hi Sebastian, gern geschehen ;-) Die Beschränkung von 15 Fotos beim Export gibt es leider auch unter iOS. Das ist in der Tat hinderlich, wenn man die bearbeiteten Fotos als JPG auf dem iPhone oder iPad sichern möchte. Viele Grüße nach Schweden, Markus

      Antworten
  2. Norman
    18. Juli 2017

    Danke für die Erläuterungen, was genau wo mit den RAW Dateien passiert (und was nicht). Ist bei dir am besten beschrieben.

    Weißt du, ob weiterhin alles im Takt bleibt, wenn ich die RAW Dateien nach der Synchronisation mit LR (Desktop) auf meine NAS verlege?

    Antworten
    1. Markus
      18. Juli 2017

      Hallo Norman, Danke für Dein Lob :-) Da ich kein NAS nutze, kann ich Dir nur bestätigen, dass die am Desktop (automatisch) importierten Fotos auch nach dem verschieben in einen anderen Ordner immer noch das Zeichen für die Synchronisierung haben und daher auch noch „im Takt“ bleiben. Das sollte meinem Verständnis nach auch dann der Fall sein, wenn Du (innerhalb der Lightroom Version am Desktop) die RAWs auf einen Ordner innerhalb Deiner NAS verschiebst. Viele Grüße, Markus

      Antworten
      1. Norman
        20. Juli 2017

        Ja, danke, hat alles funktioniert: Am Mac dann Umbenennung der Dateien nach dem in Lightroom hinterlegten Schema, Korrektur der Uhrzeit, verschieben der Dateien auf das NAS. Alles noch im Takt ? Nur Apple Fotos hatte mit zwei Fotos Probleme, sieht für diese auf der SD Karte die RAW Dateien nicht, nimmt dafür die JPEG Dateien, da musste ich dann am Mac die RAW Dateien nachreichen. Hier merkt man dann das, was du oben beschreibst: nach der Synchronisation habe ich auf dem iPad fast überall die Originaldatei, bloß bei den beiden habe ich nur das Smart Preview, kann also am iPad nicht eine vollwertige JPEG Datei erzeugen…

        Antworten
        1. Markus
          21. Juli 2017

          Hi Norman, danke für Deine Rückmeldung! Freut mich, dass es alles geklappt hat. Ich möchte für unterwegs den Workflow jedenfalls aktuell nicht mehr missen. Gruß, Markus

          Antworten
  3. Jens Wulf
    26. Juli 2017

    Hallo Marcus, auch von mir ein herzliches Danke für diesen Artikel und zu LR Mobile. Ich habe mir das neue I Pad daraufhin auch zugelegt mit LR mobile und Affinity….alles Super. Ich habe allerdings ein Problem in meinem Workflow für unterwegs und vielleicht hast Du eine Idee was ich falsch mache. Ich kopiere die Fotos von der Kamera über den Adapter in Fotos und von dort in LR Mobile. Meine Vorstellung war jetzt hier die Fotos schon zu sortieren /löschen und gegebenenfalls die verbliebenen zu bearbeiten bevor ich diese Aufnahmen auf meinen Mac zu Hause überspiele. Das funktioniert auch alles, aber in dem Moment wo die Aufnahmen im I Pad von Fotos zu LR übergeben werden synchronisiert LR Mobile auch sofort alle neuen Aufnahmen mit dem Mac. Wie handhabst Du das oder mache ich etwas falsch in den Einstellungen ?
    Ich habe einfach nichts gefunden womit ich die Synchronisierung in diese Richtung unterbinden kann .
    Vielen Dank im Voraus für Deine Hilfe falls möglich .
    Jens

    Antworten
    1. Markus
      27. Juli 2017

      Hallo Jens, Du hast hier zwei Möglichkeiten:

      1. Du löschst die Fotos erst im Nachhinein am iPad und Mac anhand der Markierung „abgelehnt“ (am iPad vergeben aber natürlich dann auch am Mac erkennbar).

      2. Du arbeitest unterwegs „offline“ und verhinderst die Synchronisation über mobile Daten. Dann solltest Du die Fotos am iPad sichten und löschen können. Wenn Du später synchronisierst, werden nur die verbliebenen übertragen.

      Ich mache es wie in Option 1 beschrieben.

      Viele Grüße

      Markus

      Antworten
      1. Jens Wulf
        27. Juli 2017

        Hallo Markus,
        Vielen Dank für die schnelle Hilfe/Info von Dir, toll….dann habe ich doch nichts übersehen und werde mich Deinem Workflow anschließen, das passt :))
        Viele Grüße und einen schönen Abend wünsche ich Dir
        Jens

        Antworten
  4. Thomas
    28. Dezember 2017

    Hallo Markus,
    schön einen deutsprachigen, einigermaßen aktuellen Beitrag zu diesem Thema zu finden.
    Ich habe auch immer wieder einmal das Thema, dass ich Bilder unterwegs etwas bearbeiten und teilen möchte.
    Mir ist der Datenfluss noch nicht ganz klar. Wenn ich es richtig verstehe, werden die RAWs durch den Schritt, den du „Kopieren“ nennst, in die Adobe Cloud übertragen. Das würde wohl aber nur funktionieren, wenn man gerade eine Internetverbindung hat – oder sehe ich das falsch?

    Antworten
    1. Markus
      28. Dezember 2017

      Hallo Thomas, mit „kopieren“ meine ich im zweiten Absatz von „Import von RAW Dateien in iOS“ (falls das die von Dir erwähnte Stelle ist), nur den lokalen Vorgang am iPad der beim Import nach Lightroom (iOS) stattfindet. Dazu benötigt man keine Internetverbindung. Die wird erst für das Synchronisieren mit der Adobe Cloud benötigt, welches ich außerhalb von Wlan deaktiviert habe. Das sprengt sonst ggfs. meine Internet-„Flat“. Ich teile unterwegs dann nur einzelne, bearbeitere Fotos aus Lightroom heraus.

      Antworten
  5. Tim
    4. Februar 2018

    Sehr guter Beitrag,
    Ich selber nutze auch LR Mobile auf dem Ipad und ich erhalte unterschiedliche Dateigrößen bei allen drei Versionen. Die kleinste produziert das Ipad mit knapp 5-6MB danach kommt die Desktop Variante mit knapp 9-10MB und die Classic Version erzeugt ca. 17-20MB.
    Alles die selben Bilder mit der selben Bearbeitung, Größe, RAW Datei und der Maximalen Ausgabe-Einstellung.
    Ich verstehe das nicht wirklich?

    Grüße Tim

    Antworten
    1. Markus
      6. Februar 2018

      Hallo Tim und Danke für Dein Lob,

      die JPG Kompression in der mobilen Version und auch bei Lightroom CC kann man leider nicht detailliert anpassen. Neben „klein“ stehen einem nur „maximal verfügbar“ (mobil CC) bzw. „volle Größe“ (Desktop CC) zur Verfügung. Das ist für eine Desktop Version schon mager. Vermutlich will man die User nicht „überfordern“. In der Classic CC Version hingegen kann man beim Export Werte zwischen 0 und 100 bei der Kompression wählen. Wobei „100“ sehr große Dateien erzeugt. Das sind dann die von Dir beschriebenen 17-20 MB großen Dateien. Schon alleine wegen der ganzen Exportfunktionen bleibe ich ganz sicher bei der Classic Version.

      Viele Grüße

      Markus

      Antworten
  6. Michael
    5. Februar 2018

    Hallo,

    super erklärt! Vielleicht kannst du mir bei folgendem Workflow weiterhelfen:

    Ich will zukünftig – wenn ich auf Urlaubsreise bin – meine RAW-Fotos (Fuji X-T1) direkt auf dem iPad einlesen und mit LR CC mobile aussortieren und bearbeiten.

    Das klappt auch alles sehr gut – ich mache das im Urlaub im Offline-Modus und synchronisiere dann zuhause mit WLAN-Verbindung. Dann habe ich die RAW’s in der Adobe Cloud und kann sie mittels LR CC anschauen.
    Die angewendeten Bearbeitungen werden ja in der Adobe CC mobile Library auf dem Mac gespeichert.

    Nach der Bearbeitung auf dem iPad brauche ich die RAW’s in LR CC mobile auf dem iPad nicht mehr. Ich würde die bearbeiteten RAW’S als Full-size JPG exportieren. Ttrotzdem die RAW’s separat auf mein NAS legen. Wenn ich nochmal gezielt ein RAW bearbeiten will, verwende ich halt LR Classic CC oder Capture One.

    Meine Fragen:

    1. Wenn ich eine gesamte Sammlung auf dem iPad lösche, dann ist die Sammlung ja auch in der Adobe-Cloud gelöscht – richtig? Zuhause habe ich WLAN und LR CC mobile Aktualisierung ja stets aktiviert.

    2. Ich würde gerne alle (oder die besten) Sammlungen meiner Urlaubsreisen immer auf dem iPad – via LR CC – anschauen können. Mir würden mir Smart – Vorschauen oder JPG’s reichen. Ich müsste also dann nochmals vom Desktop aus mit LR CC die RAW’s uploaden, weil dann (nur in diese Richtung) sich LR CC mobile (iPad) nur die Smart Vorschau „zieht“.

    Letztendlich möchte ich:
    Die RAW’s nur noch auf meiner Festplatte / NAS haben
    Die Smart-Vorschauen oder „kleine“ JPG’s auf dem iPad, nachdem die Bearbeitung erfolgt ist.

    Kannst du mir diesbzgl. vielleicht Tipps geben? Gruß Michael

    Antworten
    1. Markus
      6. Februar 2018

      Hallo Michael,

      danke auch Dir für Dein Lob!

      Zu Deinen Fragen:

      1. Korrekt. Auf einem Gerät gelöschte Fotos (oder komplette Sammlungen), werden in der Cloud gelöscht und damit auch auf den anderen mit der Cloud synchronisierten Geräten.

      2. Das mit dem erneuten Upload der RAWs wäre mir zu aufwendig. Es geht Dir ja letztlich (wenn ich Dich richtig verstanden habe) nur um das reine Betrachten und nicht um ein erneutes Bearbeiten.

      Daher mein Tipp: Nutze für die Betrachtung unterwegs nur die JPGs. Wenn Du diese in Lightroom anschauen möchtest, kannst Du die JPGs ja ruhig im synchronisierten LR Katalog auf dem Desktop in separate Sammlungen legen, die Du „finale JPGs“ oder ähnlich nennst. Diese Sammlungen synchronisierst Du einfach mit der Cloud. Und JPGs nehmen in der Cloud auch am wenigsten Speicherplatz weg.

      Ich persönlich nutze übrigens genau für diesen Zweck die Fotos App und die iCloud Fotomediathek. Anfangs war dies mit Vorsicht zu genießen aber mittlerweile funktioniert das recht gut. Dazu folgt auch recht bald ein Artikel. Da Du ja ebenfalls ein iPad nutzt, wäre das vielleicht eine Überlegung wert.

      Viele Grüße

      Markus

      P.S.: Einen schönen Reise-Blog mit einem witzigen Namen hast Du übrigens :-)

      Antworten
  7. Andreas
    16. Februar 2018

    Spitzenbericht!
    PS: Schärfen und Entrauschen geht inzwischen in LR Mobile! (Falls du deinen Beitrag aktualisieren willst)

    Antworten
    1. Markus
      16. Februar 2018

      Hallo Andreas, Danke für die Blumen :-) Und auch für den Hinweis. Zwar hatte ich im Juli dazu einen separaten Artikel geschrieben aber Du hast Recht: In diesen Artikel gehört die Info und der Link auf den Artikel natürlich auch! Genauso wie der Tipp, eigene Presets über einen Workaround auch mobil zur Verfügung zu haben. Diese Möglichkeit habe ich hauptsächlich für die Fuji Filmsimulationen im Einsatz aber auch für eigene Presets geht das natürlich. Den Artikel habe ich angepasst. Viele Grüße, Markus

      Antworten

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