Lightroom 7.2 Update – Performance und Neuerungen

Heute habe ich mir angeschaut, wie viel schneller Lightroom 7.2 wirklich ist und ob Adobe nun endlich mal die Performance signifikant verbessert hat.

Die Performance von Lightroom war in der Vergangenheit leider in der Desktop Version trotz des letzten Updates immer noch suboptimal. Ich habe daher mittlerweile auch meine Kataloge verkleinert und nutze nicht mehr nur einen, sondern mehrere. Jeder Katalog hat seinen Zweck. Ob ich in Lightroom 7.2 (Classic CC) in Zukunft nur noch mit einem Katalog klar komme, dazu soll mir folgender Test zumindest eine Tendenz aufzeigen.

Lightroom 7.2 und die 1:1 Vorschauen

Um überhaupt in Lightroom vernünftig eine größere Anzahl an Fotos zu sichten (und diese auch zu beurteilen) erstelle ich immer 1:1 Vorschauen. Schauen wir uns mal an, wie lange Lightroom 7.2 im Gegensatz zu Lightroom 7.1 für das Erstellen von in diesem Fall 782 Vorschauen benötigt.

Lightroom 7.2

In der alten 7.1 Version von Lightroom hat es geschlagene 7:38 Minuten gedauert. Obwohl es fast alles nur JPGs waren. Die *Previews.lrdata Datei ist danach um ca. 1,6 GB größer. Ich wollte nicht noch länger warten und habe daher übrigens keinen reinen RAW Ordner verwendet.

Lightroom 7.2 benötigt für das Erstellen der 1:1 Vorschauen des selben Ordners nur noch 5:37 Minuten. Vorher habe ich natürlich alle Vorschauen verworfen. Da hat sich also wirklich was getan! Die *Previews.lrdata Datei hat übrigens danach eine identische Größe. Hätte ich natürlich auch erwartet aber man weiß ja nie, woher die Performance kommt.

Da Adobe selber mit der Performance beim Import- und Export wirbt (das habe ich nicht getestet), wird sich hier auch definitiv was getan haben.

Sobald man 1:1 Vorschauen erstellt hat, ist übrigens der Lightroom Katalog auf jedem System erheblich schneller in Sachen „Fotos sichten“. Allerdings steigt logischerweise auch der Plattenplatz an. Man kann, nachdem man mit einer Serie an Fotos fertig ist, aber die 1:1 Vorschauen wieder verwerfen. Mache ich zumindest immer so. Meine Hauptplatte ist eine 960 GB SSD und daher nicht ganz so üppig bemessen (dort liegen neben meinen Fotos auch noch diverse Sample-Libraries).

Den Test mit den Renderzeiten bei  Version 7.1 habe ich vor dem Update auf Lightroom 7.2 gemacht um valide Zahlen zu haben. Wie sich die neue Version im Gegensatz zu der Vorgängerversion im „Entwickeln“ Modul schlägt, kann ich nicht messen, sondern nur gefühlt wiedergeben, da ich auf einem System naturgemäß nicht beide Versionen parallel nutzen kann. Für ein Fazit ist es aber noch verfrüht.

Die neue Version von Lightroom CC, dem cloudbasierten Fotodienst von Adobe (also der ohne Classic im Namen), hat übrigens nun – Applaus – im Gegensatz zum Vorgänger 1.1 die Möglichkeit erhalten, Copyright Infos bei Fotos hinzuzufügen!

Das macht meine Fuji X100F zum Glück schon direkt in der Kamera.

Diese Version trägt übrigens den Namen 1.2. Vielleicht sollte ich in Zukunft lieber Lightroom 1 und Lightroom 7 schreiben um die Versionen zu unterscheiden? Passt auch besser zu den Möglichkeiten der beiden Versionen …

Ja: Mir geht die Lightroom Namensverwirrung immer noch auf den Keks, weil es beim Schreiben einfach doof ist, jedes Mal explizit auf „Classic“ oder „nicht Classic – also nur CC – für Cloud“ hinweisen zu müssen. Mann!

Doch kommen wir zurück zu den weiteren Neuerungen der von Lightroom 7.2 (für desktopbasierte Bearbeitungen):

Wie man sieht, ziehen die CPU- und Speicheroptimierung erst ab 12 GB RAM. Mein iMac hat 16 GB, also sollte sich das bemerkbar machen. Ich werde berichten.

„Sammlungen aus Ordnern erstellen“ spart einen Zwischenschritt. Man kann dieses Sammlung übrigens im darauffolgenden Dialogfeld direkt mit Lightroom CC synchronisieren. Erleichtert den Workflow. Nett.

Die Suche in der Suchleiste des Ordnerbedienfeldes habe ich ehrlich gesagt nie benutzt.

Dafür aber nutze ich regelmäßig den Metadatenbrowser und das man nun in Lightroom 7.2 direkt den Status nach bearbeitet oder unbearbeitet filtern kann, ist sehr gut! Bisher habe ich dies über Smart-Sammlungen erledigt. Dort habe ich bisher durch die Suche nach verschiedenen „Entwicklen“ Merkmalen eine passende Smart-Sammlung erstellt. Die neue Lösung ist wesentlich besser. Cool! Da hat Adobe wirklich mitgedacht bzw. zugehört.

Alles in allem finde ich es gut, dass Adobe gerade an der Performanceschraube weiterhin dreht. Es sind zwar wegen der in der Vergangenheit mageren Performance (und wegen des leidigen Abos) einige abgewandert aber Lightroom ist für mich aktuell noch Alternativlos. Schon alleine wegen der Unterstützung der Filmsimulationen meiner Fuji X100F und des Workflows für unterwegs.

Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Update auf Lightroom 7.2 (Classic CC)?

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