Kurztest: Sounds of Revolution micro Series (Clicks & Glitches Vol. 1, Abstract & Weird Vol.1)

Ich mag Menschen, die mit Herzblut bei der Sache sind und nicht nur unbedingt daran denken, wie man aus ein und demselben Content noch mehr Euros herausholen kann. Oliver Schmitt von Sounds of Revolution gehört mit Sicherheit dazu. Bei ihm galt schon immer die Devise: Jedes Sample wird händisch erstellt und nicht aus bestehenden Samples gefiltert. Dies hat sich auch in seinen bisherigen Libraries gezeigt. Die neue „micro series“ aus seiner Hand bietet für den kleinen Geldbeutel ganz spezielle Loops, die meiner Meinung nach sehr interessant sind. Vor allem für den Preis und in Anbetracht der Tatsache, dass sogar noch etliche freie Samples seiner anderen Libraries mit enthalten sind.

Übersicht

Clicks and Glitches Vol.1

Die bei „Clicks and Glitches“ (100 Loops) sowie „Abstract and Weird“ (200 Loops) enthaltenen Loops liegen alle in 24 Bit, 127 bpm und den folgenden Formaten vor:

 

  • Apple Loops (*.AIFF)
  • Wave (*.WAV)
  • EXS-Instruments (*.exs)
  • Kontakt-Instruments (*.nki)
  • Kontakt-Instruments – Monolith (*.nki)
  • REX2-Files bereits vorbereitet für den problemlosen Import nach Stylus (*.rx2)

Ein kleiner Ausflug zum Stylus RMX

Was meine ich mit „vorbereitet für den problemlosen Import“? Oliver Schmitt hat die Konventionen, welche für den Import nach Stylus RMX mittels des SAGE-Converters von Spectrasonics notwendig ist, lobenswerterweise alle eingehalten. Das erleichtert die Sache ungemein. Ein kleiner Tipp an dieser Stelle: Sollte es bei dem ein oder anderen grundsätzliche Probleme beim Konvertieren von RX2-Files nach Stylus RMX geben: Innerhalb des Programm-Ordners „SAGE Converter OSX“ gibt es zwei Installer, die unbedingt vorher ausgeführt werden müssen, damit es problemlos mit den RX2 Files klappt: „REX_16_Installer.dmg“ sowie „Install REX Shared Library OS X“. Dies ist ein allgemeiner Tipp für den Stylus RMX, mit welchem ich bevorzugt meine Loops durch den Wolf drehe.

Clicks and Glitches Vol.1

Die 100 Loops sind durchnummeriert und enthalten die Tempoangabe. Dies ist hilfreich, obwohl natürlich das Tempo in allen Formaten mit den verschiedensten Mitteln verändert werden kann. Bei Stylus RMX (den ich für den Test verwendet habe) passt es sich automatisch dem Host-Sequencer an. Die Loops sind alle recht atonal und eignen sich gut um sie „on top“ auf andere Loops zu setzen um diese zu ergänzen. Sie sind vom Frequenzspektrum her aber nicht beschnitten (nach dem Motto: Wir nehmen einfach mal die Bässe raus), sondern gehen sowohl nach Gehör als auch auf dem Analyzer nachvollziehbar teilweise bis in den Bassbereich runter. Daher können manche von ihnen auch durchaus über einige Takte alleine einen Song aufbauen. Nutzt man sie mit anderen Loops zusammen, sollte man ggfs. ein wenig mit dem Equalizer ausdünnen. Schön, dass man diese Option selber in der Hand hat und nicht im Vorfeld schon Frequenzen fehlen. Hören wir einfach mal in ein paar der Loops hinein:

Abstract and Weird Vol.1

Abstract and Weird Vol.1

 

Die 200 Loops sind ebenfalls durchnummeriert und enthalten das Tempo im der Bezeichnung. Im Gegensatz zu Clicks and Glitches findet man hier durchaus auch tonales Material. Auch hier liegt das volle Frequenzspektrum vor. Schön ist, dass Oliver Schmitt wie immer wirklich gute Ideen beim erstellen der Loops hatte. Auch hier mal ein paar Beispiele:

Zu guter Letzt noch ein kurzes Demo mit Loops aus beiden Libraries. Dabei habe ich auch einige der „freien“ Sounds seiner weiteren Libraries genutzt, welche beiden „micro series“ Sample-Packs beiliegen. Dazu zählen z. B. die Kick, die Snare und die Vocal-Schnipsel.

Das gefällt mir nicht

Das gefällt mir

Beide Libraries bieten für einen absolut attraktiven Preis unverbrauchte Loops an, die sich fast in jeder Produktion gut machen können. Es sind keine Loops, die man nur auf Techno oder Minimal beschränken sollte. Als treibende „dreckige“ Elemente können sie sowohl in Techno, Minimal, Pop, Rock oder auch Schlagerproduktionen verwendet werden. Es spart einem einiges an Zeit, das diese Loops trotz des geringen Preises in allen wichtigen Formaten vorliegen. Da kann manch teurere Library sich ein Beispiel dran nehmen. Die Qualität der Loops ist wie gewohnt hoch und als Sahnehäubchen packt OIiver Schmitt noch etliche kostenlose Loops seiner anderen Libraries dazu. Daher kann ich der neuen „micro series“ von SOR nur den Redaktionstipp und meine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.

Markus Cremer

Systemvoraussetzungen

  • siehe Formate im Abschnitt „Übersicht“

Preise

  • Clicks and Glitches Vol.1: 12,99 Euro
  • Abstract and Weird Vol.1: 19,99 Euro

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