Kein iMac mehr

8 Jahre lang hat er mir gute Dienste geleistet und würde es auch noch weiter tun. Den Job erledigt er jetzt aber woanders. Ich habe meinen 27″ iMac 2011 gegen ein 15″ MacBook Pro Late 2013 getauscht. Warum?

Wir verbringen ohnehin schon genug Zeit vor der „Kiste“. Da mein altes Büro nun von Kuscheltieren und Kinderspielzeug bewohnt wird, ist mein Schreibtisch ins Wohnzimmer gewandert. Mitsamt meines 27″ iMac und einem bequemen aber sperrigem Bürostuhl der zufälligerweise meinen Vornamen trägt. Nach gut einem Jahr fühlt sich das nicht mehr gut an und sieht alles andere als minimalistisch aus. Mein iMac nimmt zu viel Platz ein. Und dies durchaus auch im übertragenen Sinne. Nun steht dort also seit neuestem ein gebrauchtes 15″ MacBook Pro aus dem Jahr 2013, welches sogar noch ein wenig mehr Power hat als mein iMac aber schlanker daher kommt. Vor allem, wenn es zugeklappt ist :-) Und bei Bedarf setze ich mich einfach mit einem Stuhl unseres Esstischs daran. Nicht ganz so bequem aber dann klappe ich das Ding auch schneller wieder zu!

Ob mir die 27″ fehlen? Klar! 15″ sind deutlich kleiner – auch wenn die Auflösung des Retina Displays sogar höher ausfällt. Da ich aber weniger am Rechner hängen möchte, unterstützt mich auch das eher bei meinem Vorhaben. Überhaupt mache ich vieles mittlerweile an meinem iPad Pro 12″ aus 2017 und der iMac diente vor allem zur Dateiverwaltung und zur Erstellung von Fotobüchern. Da ist die iPad App von Cewe leider (noch) zu schlecht und bessere Alternativen unter iOS sind mir auch keine bekannt. Alles andere (Videoschnitt, Fotobearbeitung, eMail, Surfen) geht wunderbar mit dem iPad. Und Fotos für Kunden kann ich am neuen MacBook Pro sogar bei Bedarf noch schneller unterwegs anfangen zu bearbeiten.

Aber noch brauche ich einen „richtigen“ Rechner. Noch, Und immer weniger. Und dafür müssen keine 27″ mehr herumstehen, auch wenn sie noch so schick designt sind. Das 15″ MacBook Pro habe ich übrigens bewusst gebraucht gekauft. Ich habe eine 1 TB SSD nachgerüstet und die bereits vorhandene 512 GB SSD kommt in ein 2017er MacBook Air innerhalb der Familie. Es muss nicht immer der neueste Rechner sein. Zumal die neuen MacBook Pros ohne professionelle Schnittstellen daher kommen. Was das soll, kann vermutlich nur Apple erklären. Mir erschließt sich das nicht. „Pro“ ist für mich jedenfalls das vorhandensein von SD Kartenlesern, USB 3 Schnittstellen, einem MagSafe Adapter (gerade mit Kindern), HDMI Ausgang und Thunderbolt. Und nicht etwa nur 2 oder 4 USB-C Ausgänge zu denen ich dann alle möglichen Adapter kaufen muss. Aber das ist ein anderes Thema.

2 Comments

  1. Ulf
    5. Juni 2019

    Hallo Markus,
    na, das ist ja ein markanter Einschnitt … Ich würde das nicht machen. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich am großen Bildschirm sitze – zumindest bei vielen Sachen. Wenn ich z. B. für einen Vortrag oder eine Fortbildung recherchiere, dann geht das mit dem MacBook oder dem iPad schon auch – aber ich finde es einfach praktisch, wenn ich mehrere Fenster auf dem Bildschirm verteilen kann und nicht ständig zwischen den Fenstern wechseln muss. Oder Fotobearbeitung – die finde ich auf den kleineren Bildschirmen einfach unangenehm – man sieht zu wenig Details. Vor allem auf dem iPad komme ich mit Lightroom gar nicht zurecht. Mein iMac steht an einem festen Ort, wo ich die Lichtverhältnisse gut einschätzen kann. Wenn ich da mit dem iPad was mache (mal abgesehen davon, dass ich von der iOS-Version kein Freund bin), sind die Bilder hinterher oft zu dunkel oder zu hell. Und auch wenn ich Texte in Pages schreibe, finde ich es gut, wenn ich eine ganze Seite sehen kann (gerade wenn da auch Layouts enthalten sind). Bevor ich meinen 27-Zoll-iMac hergebe, gebe ich eher eins von den mobilen Geräten her: iPad oder MacBook Pro (wobei ich das 13er habe). Am ehesten könnte ich mir vorstellen, dass nur noch ein MacBook Pro zu besitzen, daheim aber einen externen großen Monitor damit zu verwenden. Tja, mit dem neuen Apple-Monitor geht das nicht bei dem Preis … Ich hatte gehofft, dass Apple ein gutes, aber noch bezahlbares Display herausbringt. Dann hätte ich das überlegt.
    Aber gut, praktisch ist deine Entscheidung schon – du sparst vor allem einiges Geld damit. Aber gut, ich arbeite zu viel mit meinem ganzen Apple-Geräten, so dass die Investitionen schon passen.
    Viele Grüße
    Ulf

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    1. Markus
      6. Juni 2019

      Hi Ulf,
      es ist schon eine Umgewöhnung und ich kann alle von Dir genannten Argumente für ein 27″ Display unterschreiben. Aber meine Workflows funktionieren auch nur mit dem MacBook Pro bisher gut. Wenn mit Catalina das iPad nativ als 2. Display genutzt werden kann (bisher habe ich Duet hin und wieder genutzt) werde ich das erneut testen. Bisher bin ich wirklich guter Dinge, dass ich mit der Umstellung auf Dauer gut leben kann. Und das MacBook Pro, sei es auch schon 6 Jahre alt, verrichtet bisher wirklich gute Dienste. Es ist in Sachen 4K Videos sogar deutlich schneller als mein iMac es war.
      Viele Grüße
      Markus

      Antworten

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