DJI Spark – Die perfekte Einsteigerdrohne

Ich habe lange überlegt, ob ich eine Drohne brauche und mit der Vorstellung der Spark von DJI war klar: Die Spark ist perfekt für meine Zwecke.

Schon bei der DJI Mavic* habe ich überlegt, ob ich sie mir zulegen soll. Die Packmaße sowie das Gewicht sind schließlich schon sehr gering gewesen. Die DJI Spark* legt in Sachen Gewicht aber noch einen drauf bzw. nimmt ein paar 100 Gramm weg! Keine 300 Gramm wiegt sie flugbereit! Das Packmaß selber ist nicht viel kleiner, da sich die Rotoren nicht einklappen lassen. Aber sie ist schon extrem niedlich klein.

Wer braucht eine Drohne? 

Jeder der Spaß am fliegen und filmen hat und gerne beides kombinieren möchte. Nachdem ich vor gefühlt einem Jahrzehnt einen Wendy Nurflügler von Avira sowie einen „Hi-Skyper“ von Sedent geflogen habe und immer schon Spaß an RC-Fliegern hatte, geriet diese Leidenschaft aber irgendwann in den Hintergrund und ich habe alles verkauft. Kleine Supermarkt Hubschrauber zähle ich hier mal nicht mit. Ende letzten Jahres durfte ich dann an einem großen Simulator eine A320 von Düsseldorf nach Dortmund fliegen und da war sie wieder: Die Lust am Flug! Wer sich entschieden hat, eine Drohne zu kaufen sollte einiges im Vorfeld beachten, was ich am Ende des Artikels auch kurz und verständlich erläutere. Wichtig ist aber, sich dadurch nicht verrückt zu machen, sondern die Gesetze zu kennen, sich und andere abzusichern und dann den Flug und die Filmaufnahmen zu genießen!

Der erste Flug

Ich habe die DJI Spark Fly more Combo bestellt (sehr zu empfehlen!) und somit 2 Akkus erhalten. Dazu die Fernbedienung, 4 x Propellerschutz, Ersatzpropeller, Ladegerät, Ladeschale für 3 Akkus (gleichzeitig!) sowie eine Umhängetasche. Zunächst gilt es natürlich die Akkus alle zu laden. Am Ladegerät sind neben den Fächern für bis zu 3 Akkus auch noch 2 USB Ports. An eines hänge ich per mitgeliefertem USB-Kabel die Remote und lade somit alle Geräte gleichzeitig. Sehr praktisch! Die Akkus sind unter einer Stunde geladen. Sehr schön.

Die Remote ist bei der Combo direkt mit der Spark gekoppelt und das iPhone muss sich per WLAN mit der Remote (und nicht mit der Drohne) verbinden. Die DJI Go 4 App* wird anschließend gestartet und man ist bereit. Vor dem ersten Flug empfehle ich die Lektüre der beiliegenden Anleitungen (ja, auch Männer sollte sie in diesem Fall vielleicht mal lesen *grins*) und sich das ein oder andere Tutorial anzusehen.

Wer allerdings schon einmal ein RC-Flugzeug geflogen ist, wird schnell klar kommen. Zudem wird er erstaunt sein, wie stabil und narrensicher die Drohne ist! Die ersten Versuche mache ich komplett manuell im „P“ Modus. Dank GPS und Co. merkt sich die Spark wo sie abhebt und bestätigt dies mit einer Durchsage, dass die aktuelle Position gespeichert wurde. Bewegt man keinen der beiden Sticks schwebt die Drohne stabil vor einem und genauso stabil ist auch das Kamerabild! Dank des Gimbals, der in der Preisklasse wirklich einmalig ist und sich nicht mit der elektronischen Stabilisierung günstigerer Drohnen vergleichen lässt, ist das Videobild wirklich sehr stabil! Geil! Da ist mir 1080p mit Gimbal wesentlich lieber als 4K ohne Gimbal.

Man kann in der DJI App etliche Sachen konfigurieren aber wird dennoch nicht erschlagen. Die Sticks der Remote (und natürlich auch die virtuellen Sticks, möchte man nur das Smartphone zum steuern nehmen) lassen sich in verschiedenen Modi betreiben.

Um es kurz zu machen: Das Teil macht irre Spaß, ist leicht zu bedienen und liefert sehr gutes 1080p Material. Jedem, der überlegt sich eine Drohne zuzulegen, kann ich die Spark bedenkenlos empfehlen. Denn auch wie bei Kameras gilt für mich: Leichtes Gepäck! Und leichter und schneller kann man keine Drohnenaufnahmen realisieren wie mit der Spark. Den Aufpreis gegenüber den Mitbewerbern bin ich gerne bereit zu zahlen, da ich nur bei der Spark in der Preisklasse einen optischen Stabilisator erhalte. Dazu noch eine ausgereifte App und etliche innovative Möglichkeiten wie die autonomen Flugmodi, die Gestensteuerung (mal eben ein Selfie aus der Luft ohne Smartphone oder Remote!) und Sensoren, die einem das Fliegen erleichtern und Kollisionen helfen zu vermeiden. Ich werde in Zukunft mit Sicherheit noch mehr Artikel zu dem Thema Drohnen bringen. Aber nachdem ich bisher nur diesen einen Flug absolviert habe und daraus den verlinkten Film mit dem iPad Pro und LumaFusion* erstellt habe, ist mir klar: Die Spark war die richtige Entscheidung. Ich hätte nicht gedacht, dass ich beim ersten Flug schon brauchbares Filmmaterial erhalte. Und abseits des Filmmaterials habe ich den „Sport“ Mode getestet und das Ding ist schnell! 50 km/h machen schon richtig Spaß. Und wer es für Filmaufnahmen dezenter haben möchte, macht diese im „Tripod“ Mode, welcher das Gegenteil des Sport Mode ist und alle Controller Bewegungen langsamer ausführt. Die letzte Szene des Films ist übrigens nicht manuell, sondern mit einem der QuickShot Modi aufgenommen. Dazu zieht man am iPhone einen Rahmen um das Motiv (in diesem Fall mich) und aktiviert anschließend einen der 4 Modi (Selfie, Rocket, Kreisen oder Helix).

Drohnenverordnung 2017

Ich werde diese Verordnung nicht zitieren (dazu gibt es im Netz genügend Spezialseiten) aber die wichtigsten Punkte nennen, die Relevanz in der Praxis haben:

  • Ab 250 Gramm Startgewicht gilt ab 01.10.2017 eine Kennzeichnungspflicht. Name und Adresse des Halters müssen lesbar an der Drohne angebracht sein. Ein Zettel mit Tesafilm befestigt reicht aber nicht. Die Plakette muss feuerfest sein. Im Netz kann man eine leichte Plakette (0,33 Gramm) speziell für die Spark oder andere Drohnen bestellen.
  • Drohnen bis 5kg brauchen sowohl für private als auch gewerbliche Zwecke KEINE Aufstiegserlaubnis des jeweiligen Bundeslandes mehr! Das ist für gewerbliche Flieger eine echte Erleichterung. Sowohl bürokratisch als auch finanziell. Eine Aufstiegserlaubnis hätte sonst ca. 250 EUR in NRW gekostet.
  • Was die sonstigen Neuerungen, mögliche Flugzonen und no-fly Areas angeht, so gibt der Flyer vom BMVI eine gute Übersicht!

Versicherung

Eine Drohnenhaftpflichtversicherung ist Pflicht! Und zwar ab dem ersten Flug. Privat oder gewerblich ist die Frage. Einfach zu beantworten:

  • Bleiben die Videos und Fotos in Euren 4 Wänden = Privat.
  • Postet ihr die Videos in sozialen Medien oder YouTube = gewerblich, da im Zweifelsfall Werbeeinnahmen entstehen können.

In meinem Fall nutze ich die Drohne aufgrund meines Blogs und Fotografengewerbes gewerblich, da ich mit den Affiliate Links auf meiner Website Einkünfte erziele die meinen Blog am laufen halten. Nebenbei werde ich die Drohne natürlich auch ergänzend für Foto- oder Video Aufträge einsetzen.

Ich habe mich für eine Versicherung bei der DELVAG entschieden. Die Versicherung gehört zur Lufthansa Gruppe und kennt sich in diesem Bereich gut aus.

Eine Erweiterung der privaten Haftpflichtversicherung empfehle ich nicht! Stichwort „Gefährdungshaftung“. Einfach mal im Netz suchen.

Fazit

Wer bisher noch auf der Suche nach einer kompakten, günstigen Drohne für private oder gewerbliche Zwecke war, sollte nicht länger warten, sondern es wagen! Ich habe übrigens noch direkt DJI Care Refresh (ähnlich wie Apple Care) für die Spark abgeschlossen. Kostet beim Kauf 69 EUR und im Schadensfall (wenn im normalen Flugbetrieb durch einen Pilotenfehler die Spark zu Bruch geht) beim ersten Schaden 49 EUR und im zweiten Schadensfall 69 EUR Selbstbeteiligung. Dafür erhält man eine neue Drohne. Die Absicherung gilt für 12 Monate und für maximal 2 Schäden. Ein faires Angebot wie ich finde.

Hier geht es direkt zum DJI Shop mit mehr Infos:

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Und hier noch ein Video von DJI zur Spark*!

Mit (*) gekennzeichnete Links sind Affiliate/Werbe-Links. Ein Kauf kostet keinen Cent mehr, unterstützt aber meine Arbeit an dem Blog, da ich im Falle eines Kaufs eine Provision erhalte. Mehr Infos dazu auch hier.

3 Comments

  1. Ulf
    1. Juli 2017

    Hallo Markus, man sieht einfach so coole Fotos und Filme, die mit Drohnen entstanden sind, dass ich neulich auch schon mal gedacht habe: So ein Teil ist schon was Interessantes. Aber eine ernsthafte Kaufabsicht war das bisher nicht. Bin gespannt, was du damit alles machen wirst …
    Viele Grüße, Ulf

    Antworten
    1. Markus
      1. Juli 2017

      Hallo Ulf, das stimmt wohl mit den coolen Filmen. Neulich habe ich auch noch einen vom „Muscle Beach“ gesehen. Meine Ergebnisse werden vermutlich (schon aufgrund der fehlenden Venice Beach Umgebung) etwas anders aussehen 😉 Aber ich habe schon ein paar Ideen.
      Viele Grüße, Markus

      Antworten
      1. Ulf
        1. Juli 2017

        Wie gesagt: Ich bin gespannt …

        Antworten

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