Aperture und der Ressourcenwahnsinn

Ich bin gerade ziemlich genervt von Aperture. Im “Normalbetrieb” fällt es mir nicht auf, aber ich habe heute 9000 Fotos gesichtet und 650 daraus als erste Vorauswahl markiert. Alle 5-10 Minuten musste ich Aperture neu starten, weil meine 16 GB RAM durch das Sichten “aufgebraucht” waren. Selbst mit “schneller Vorschau” gab es keine Besserung. Ich hatte die Aktivitätsanzeige danach stets offen, da ich wissen wollte, warum sich mein iMac nach 5-10 Minuten Fotos sichten in Aperture so lahm anfühlte. Nach dem ersten Neustart von Aperture hatte er wieder 9 GB zur Verfügung (von ursprünglich 14 nach einem Neustart des Rechners), beim 2. Neustart von Aperture sind es nur noch ca. 5 GB, die in 2 Minuten verbraucht sind. Nach dem 3. Neustart ließ sich Aperture gar nicht mehr beenden, da nur noch 20 MB frei waren. Selbst “sofort beenden” ging nicht. Der iMac war “eingefroren”. Also habe ich nach jedem 2-3 Neustart von Aperture auch den iMac neu gestartet um wieder flüssig arbeiten zu können. Das kann’s doch nicht sein?! Ich habe einen 27″ iMac mit 3,4 GHz i7, 16 GB RAM (1333 MHz DDR3) sowie der AMD Radeon 6970M mit 2 GB RAM als Grafikkarte. Das System ist frisch aufgesetzt und das Problem lässt sich einwandfrei auf Aperture einschränken. Das Aperture derart sträflich mit diesen Ressourcen umgeht, macht mich echt wütend! Sind hier noch weitere Aperture-User denen es ebenso geht oder sind bereits alle auf Lightroom umgestiegen?

14 Comments

  1. Jörn
    1. November 2012

    Umgestiegen. Betrifft mich nicht mehr.

    Man muss sich erst an Lightroom gewöhnen, aber wenn man diese Phase mal hinter sich gebracht hat, fragt man sich, warum man diesen Schritt nicht schon viel früher gemacht hat.

    Ich bin ziemlich sicher, dass Apple irgendwann ein neues Aperture bringen wird, interessiert mich aber nicht mehr. Bestimmte Anwendungen werden bei Apple offenbar zu gunsten von iOS vernachlässigt. Ich habe keine Lust mehr, das hinzunehmen – und zum Glück gab es hier eine schöne Alternative.

    Du solltest Lightroom eine Chance geben. Nach 30 Tagen Demoversion weißt du genau, ob das für dich passt.

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    1. Markus
      1. November 2012

      Ich glaube, darauf wird’s hinauslaufen…

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      1. Jörn
        1. November 2012

        Bin sehr gespannt, was du sagen wirst! Sehr!

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  2. Andreas Lettow
    1. November 2012

    Ich verwende schon lange LR, auf ‘ner 7er Dose mit 64 bit, AMD-Phenom 6-Prozessor mit 3,2 GHz und nur 8GB RAM und habe damit auch mit 24 Megapixel-RAWs keine Probleme. Daher würde ich auch ganz dringend ‘nen Versuch anraten.

    Gruß
    Andreas

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    1. Markus
      1. November 2012

      Damit bist Du nun der Dritte neben Jörn und Karl, der mir zu LR rät. Ich sollte das wirklich mal testen! Ist nur traurig, dass Apple mit dem Wissen um die eigene Hardware und dem eigenen OS trotzdem so mit den Ressourcen umgeht.

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      1. Jörn
        1. November 2012

        Wenn Apple wollte, dass man bessere Hardware kauft, bliebe für uns nur noch der 2 Jahre alte Mac Pro … Dann nehme ich doch lieber das bessere Software-Produkt.

        Ich finde es in diesem Moment schade, dass Apple so einen großen Erfolg mit den iOS-Produkten hat, denn es rückt deren Fokus weg von den Pro-Produkten.

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  3. Karl
    1. November 2012

    wer nutzt schon noch Aperture?

    *duckundwech*….

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    1. Hannes
      2. November 2012

      Ich. Und zwar, weil ich die Verwaltung der Bilder absolut Spitze finde! Die RAW-Konvertierung und Bearbeitung der Bilder könnte durchaus *eine Menge* an Arbeit seitens Apple vertragen, aber aktuell reicht das noch nicht, um mich zu überzeugen, auf Lightroom umzusteigen. Jetzt ist eh’ Winter, wo ich erfahrungsgemäß deutlich weniger fotografiere – also lass’ ich Apple mal noch etwas Zeit mit Aperture 4.

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    2. Jörn
      2. November 2012

      Wer mehr von einer solchen Software erwartet, steigt um. Apple hat dieses Produkt schon immer mit angezogener Handbremse weiterentwickelt. Ich erinnere mich noch sehr genau daran, wie genervt ich von Version 2 war. Es hat so lange gedauert, bis endlich die 3er kam. Das tu’ ich mir nicht länger an.

      Vom Gefühl würde ich behaupten, dass sich ein Teilzeitpraktikant mit der Weiterentwicklung von Aperture beschäftigt. Schade irgendwie, denn grundsätzlich mag ich Aperture sehr.

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      1. Markus
        2. November 2012

        Ich mag Aperture aufgrund der Benutzeroberfläche prinzipiell auch sehr. Aber wenn das reine Sichten der Fotos einen Rechner so in die Knie zwingt, nervt mich das. Zumindest wird jetzt das RAW-Format der RX100 unterstützt.

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        1. Andreas Lettow
          2. November 2012

          …und gerade das Sichten der Photos muß flott gehen, sonst macht es keinen Spaß, ich laß es dann sein und habe ratzfatz die Platte voll mit Zeug, das eigentlich in die Tonne gehört…
          Als mögliche Alternative für’s editing bietet sich Photo Mechanic von Camera Bits an: sauschnell, aber eben ein reiner Bildbrowser.

          Gruß
          Andreas

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          1. Jörn
            2. November 2012

            Photo Mechanic? Gibt’s das auch für den Mac?

            Ansonsten gibt es für OS X noch Pixelmator, oder den GraphicConverter. Da sind auch ein Bildbrowser im Angebot.

  4. Andreas Lettow
    3. November 2012

    Jo, gibbet auch für’n Mac, da ist der sogar noch besser als in Windows, da er die in’s OS integrierte RAW-Konvertierung nutzen kann.

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    1. Markus
      3. November 2012

      Danke für die Tipps. Ich schaue mir das mal an!

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