Amazon Drive – Upload fehlgeschlagen – Lösung

Wer das Amazon Drive nutzt, kennt das Problem: Der Upload stockt nach einiger Zeit und die Dokumente stehen bei 100% aber nichts tut sich. Wie man hier automatisiert Abhilfe schafft, sage ich Euch gerne!

Wenn der Upload mal verstopft ist, ja was ist denn schon dabei? Da hilft nur …

Der Automator von Apple!

Wer größere Dateimengen im Rahmen eines Backups in die Amazon Cloud* hochladen möchte, kann durchaus daran verzweifeln, dass der Upload Client von Amazon hängen bleibt. Da hilft nur das pausieren und erneute Starten des Uploads. Oder aber das beenden und neue starten des Clients. Und genau das will man natürlich nicht jedes Mal händisch machen. Weder selber vor Ort, noch per Team Viewer aus der Ferne.

Aber zum Glück gibt es ja den kleinen Roboter von Apple, gennant „Automator“. Hier kann man sich für alle Lebenslagen eigene Apps erstellen und zwar ohne Vorkenntnisse in der Programmierung. Entweder man nutzt vorgegebene Befehle oder zeichnet sich eigene Vorgänge auf. Der Automator kann sich dabei alles mögliche merken. Unsere Herausforderung ist aber trivial:

  • Beende das Programm „Amazon Drive“
  • Warte 30 Sekunden
  • Starte das Programm „Amazon Drive“.

Und diese kleine „App“ ist schnell erstellt:

  • Die Automator App öffnen und neues „Programm“ als Dokument auswählen:

  • Dem Programm 3 Schritte hinzufügen, die alle unter Aktionen „Dienstprogramme“ zu finden sind:

  • Das neue Programm speichern:

 

Regelmäßiger automatisierter Start des Programms

Damit diese App nun als „Scheduled Task“ jede Stunde (oder so oft man sie halt benötigt) läuft, gibt es einen Trick.

Man kann beim erstellen von Terminen im macOS Kalender (formerly known as „iCal“) diesem Termin mitteilen, ein Programm zu starten. Das ist allerdings ganz schön versteckt. Ich zeige Euch wo.

  • Erstellt einen neuen Termin und klickt auf „Hinweis, Wiederholung oder Wegzeit hinzufügen“ (ist ja total selbsterklärend, dass dahinter auch diese Option versteckt ist).
  • Nun auf Hinweis klicken und dort ganz unten „Eigene“ wählen.
  • Dann  „Nachricht“ ändern auf „Datei öffnen“
  • „Kalender“ anklicken und auf „andere …“ klicken. In dem folgenden Dialog nun die gerade erstellte App auswählen!
  • Den Zeitpunkt am besten auf „Bei Ereignisstart“ ändern.
  • Der Termin sollte bei „von“ bis“ dieselbe Uhrzeit und Minute haben.

Am Ende sollte das dann so aussehen:

Die App startet also mit einem Kalenderereignis, wenn man diese unter „Hinweis“ als „eigene“ über die Option „Datei öffnen“ einbindet und dort den Eintrag „Kalender“ durch die passende App (in diesem Fall „Amazon Drive neu starten.app“) austauscht. Da muss man erst einmal drauf kommen. Den Hinweis gab es irgendwo im englischsprachigen Netz und ich dachte, ich beschreibe das mal auf Deutsch mit passenden Screenshots aus „High Sierra“.

Leider gibt es bei wiederkehrenden Terminen keine Zeiteinheit welche kleiner als ein Tag ist. Wir wollen in unserem Fall aber, dass sich der Termin stündlich wiederholen soll. Damit jede Stunde die zickige Amazon App neu gestartet wird. Hier hilft leider nur „Copy & Paste“ im Kalender und Uhrzeiten anpassen sowie den jeweiligen einzelnen Termin täglich wiederholen zu lassen. Der Tag hat zum Glück nur 24 Stunden, so dass dieser Aufwand überschaubar ist. Erst Recht im Vergleich zu der Alternative, stündlich die App manuell zu stoppen und erneut zu starten.

Nun kann man ganz entspannt auch größere Dateimengen in die Amazon Cloud hochladen, ohne dass man Zeit verliert, weil die App sich wieder aufgehangen hat.

Ich hoffe, der Tipp hat Euch geholfen! Natürlich lässt sich der Automator auch für unzählige andere Aufgaben nutzen.

Übrigens ist das „Amazon Drive“* meiner Meinung nach aktuell die günstigste Cloud Lösung am Markt und abgesehen von den Abbrüchen beim Upload größerer Dateimengen, die man mit diesem Tipp umgehen kann, ist sie meine Preis- Leistungsempfehlung für alle, die eine günstige Cloud suchen. Als bestehendes Prime Mitglied* erhält man hier für 70 EUR zusätzlich pro Jahr z. Z. unbegrenzten Speicherplatz. Das ist günstiger als immer neue Festplatten zu kaufen. Vorausgesetzt natürlich, man nimmt in Kauf, dass die Daten in der Cloud liegen. Man kann das Amazon Drive übrigens als Prime Mitglied ohne Zusatzkosten mit 5 GB nutzen und im Vorfeld das Abo mit unbegrenztem Speicherplatz kostenlos testen. Und Fotos kann man ohnehin unbegrenzt hochladen*. Auch RAWs. Sehr praktisch, damit die interne SSD nicht verstopft und falls man mit den Fotos nicht in die Adobe Lightroom CC Cloud für 11,89 EUR pro Monat möchte.

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