Adobe Lightroom 6 und Adobe Lightroom CC

Seit dem 21.04.2015 ist es offiziell: Adobe veröffentlicht wie erwartet Lightroom 6 (Kauf) bzw. Lightroom CC (Miete für Cloud Nutzer). Wo liegen die Unterschiede zwischen der Kauf- und Mietversion?

Bereits seit der Creative Cloud gibt es Lightroom in 2 Versionen. Schon bisher gab es also die Zweiklassengesellschaft für Adobe Kunden. Die mobile Edition auf dem iPad funktioniert nur, wenn man Lightroom in der Cloud als Abo nutzt. Dies sehe ich für meine Zwecke aktuell nach wie vor nicht ein. Ich zahle lieber einmalig für eine Software und darf sie (theoretisch) solange nutzen wie ich mag oder sie kompatibel zum Betriebssystem ist.

Die Neuerungen in Adobe Lightroom CC*

Auch Lightroom 6 wird es wieder als Kaufversion mit unbegrenztem Nutzungsrecht geben. Wann diese Version erscheint und wie teuer sie sein wird ist mir aktuell noch nicht bekannt. Was aber jetzt schon feststeht: Funktionelle Updates an Werkzeugen bleiben Cloud Nutzern vorbehalten! Zu sehen in der folgenden Übersicht auf der Adobe Website:

Vergleich der Lightroom Versionen

Meine persönliche Meinung. Generell ist es begrüßenswert, dass es auch wieder eine Kaufversion geben wird. Diese aber von funktionellen (Minor-)Updates auszuschließen halte ich für total daneben. Die funktionalen Verbesserungen der 6er Version halten sich für mich persönlich aber auch in Grenzen.

  • Gesichtserkennung brauche ich nicht wirklich
  • HDRs entwickle ich mit HDR Efex von NIK
  • Panoramas kann mittlerweile jede meiner Kameras bereits out-of-Cam so gut, dass ich schon lange keine Einzelbilder mehr selber zusammensetze. Selbst iPhone Panorama sind für private Prints geeignet
  • Rote Augen Korrektur für Tiere – habe ich nicht
  • Webgalerien und Diashows mit Lightroom? Brauche ich persönlich nicht und sind für mich auch keine Kernkompetenzen von Lightroom. Das sieht man sehr schön daran, dass “Pan&Zoom” bei Diashows als Neuerung beworben wird, wo es dies als KenBurns Effekt selbst in iPhoto-Diashows schon seit Jahren gibt.

Was in der Praxis für mich bleibt ist eine verbesserte Performance im Entwickeln-Modul sowie die verbesserte Steuerung von Radial- und Verlaufsfiltern (Nachkorrektur mit Pinseln – das ist wirklich praktisch!). Ob mir dies aber die Euros für das Upgrade aus der Tasche lockt, bleibt abzuwarten. Wie ist Eure Meinung?

Mein Tipp: Kauft Euch Lightroom 5*. Die 5er Version wird durch die 6er Version nicht schlechter und ist nach wie vor ein ausgezeichnetes Werkzeug! Wenn ich ein aktuelles Angebot finde, erfahrt ihr es natürlich hier.

Mehr zum Thema Fotografie auf CremerSEELE

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7 Comments

  1. Dave Remmel
    15. Juni 2015

    Ich werde boykottiere die CC Produkte auch. Hatte mir noch rechtzeitig eine CS6er Collection geholt. Wenn der Zeitpunkt kommt, dass mir die Funktionalität hier nicht mehr reicht, werde ich mich nach Alternativen umschauen (Affinity sieht vielversprechend aus).
    Traurig eigentlich… Die Adobe Produkte sind perfekt. Aber eben so perfekt, dass ich nur alle drei Jahre was neues brauche und mich nicht zu einem Abo-Modell zwingen lassen werde.

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    1. Markus
      15. Juni 2015

      Hallo Dave, kann ich gut verstehen. Siehe auch die ganzen Kommentare in meinem zweiten Bericht zum Upgrade:

      http://www.cremerseele.de/adobe-lightroom-6-upgrade-niemand-soll-es-finden/

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  2. Torsten
    28. November 2015

    Gerade bei so etwas wie einer Bilddatenbank und non-destruktiver Bildbearbeitung muss man ja wohl auch eher von einem Schutzgeld- als einem Abo-Modell sprechen (“zahl’, oder Du mannt mit Deinen Daten nichts mehr machen” bzw. “kommst nicht mehr dran”).

    Das geht gar nicht! Auch der Aktivierungszwang (seit LR5 soweit ich weiß) ist ein no go.

    LR ist das letzte Adobe Produkt, das ich (zwangsweise) noch aktiv nutze, da es auch einige Arbeit bereitet, >10000 Bilder in eine andere Datenbank umzuziehen und die Bearbeitungsschritte alle nochmal nachzustellen.

    Antworten
    1. Markus
      28. November 2015

      Das ist genau das Problem. Zahle ich nicht weiter, habe ich einen Haufen Datenmüll und kann alle RAW Dateien neu bearbeiten. Eine “Stand-Alone-Kauf-Version” kann ich theoretisch unbegrenzt nutzen. Und sei es auf einem Rechner, den ich für diese Zwecke “einfriere”. Selbst wenn ich neue Bilder ab einem bestimmten Zeitpunkt mit einer neuen Software bearbeite. So habe ich es mit der alten Aperture Bibliothek gehandhabt. Mittlerweile habe ich dort zwar alle Original und separat alle Arbeitskopien exportiert, kann aber immer noch meine alte Aperture Library öffnen und darin suchen, neu bearbeiten oder exportieren. Das ginge bei einem Abo alles nicht mehr, sobald man es kündigt. “Schutzgeld” ist vielleicht ein wenig übertrieben aber für mich kommt das Abo auch nach einigen Überlegungen aus genau den von Dir genannten Gründen nicht in Frage.

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  3. Jörn
    28. November 2015

    Was Aperture betrifft: Ich nutze das nicht mehr. Es ist nicht mal mehr installiert. Dann lieber das neue “Fotos” von Apple. die Oberfläche ist schick und übersichtlich. Da könnte man zumindest seine Arbeitskopien verwalten. Bearbeiten muss man da ja nichts. Und die Software wird weiter entwickelt, d. h. dass es mit der Zeit neue Funktionen gibt. Ob es einem gefällt oder nicht – das ist die Zukunft bei Apple. Haben die auch deutlich gesagt.

    Das Thema Lightroom ist ein echtes Problem – egal, von welcher Seite man es betrachtet. Die Software hat ein hässlich-altbackenes Interface, aber sie ist sehr angenehm zu bedienen. Ich mühe mich gerade mit einem angedachten Wechsel zu Capture One Pro 8 ab und werde nicht so richtig warm mit dem Produkt. Eine andere Alternative wäre noch bei DxO zu haben. Das Konzept ist aber deutlich anders. Eine Bilddatenbank ist z. B. nicht dabei.

    Meine Vermutung ist, dass die DxO-Objektiv-Profile die besten sind, weil bei der Firma halt jede Hardware sorgfältig durchgemessen wird.

    Jörn

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    1. Markus
      28. November 2015

      Fotos gefällt mir selbst für die Verwaltung bisher überhaupt nicht! Diese komischen “Sammlungen”? Ne, die mag ich auf dem iPhone schon nicht. Wenn ich Ordner aus dem Filesystem in Fotos importiere, geht die Struktur verloren. Alles durcheinander. Ich müsste alles neu als Album anlegen. Ich teste zwar aktuell die iCloud Fotomediathek noch mit dem neuen iPhone als Ersatz für Fotostream aber werde nicht warm damit. Upload und Abgleich dauern viel zu lange, 4K Videos werden in Fotos nicht flüssig wiedergegeben, und so weiter. Was hat Apple sich nur dabei gedacht? Kompetente Software sieht anders aus. Aperture ist da für mich immer noch besser aufgestellt als es Fotos vermutlich in absehbarer Zukunft sein wird. Ich bin es auch langsam leid, jeden Trend mitzumachen. Sowohl bei Fotos aber auch im Musikbereich. Ich werde meinen iMac bald neu installieren und allerhöchstens Yosemite evtl. auch einfach nur Mavericks installieren, den Rechner vom Netz nehmen und dort die Software einfrieren und so nutzen, wie sie funktioniert. Dann können mir Apple, Adobe und Co. den Buckel runterrutschen. Never touch a running System. So wichtige, essentielle Updates gab es bisher nicht, dass ich sie unbedingt haben müsste. Ich will damit arbeiten und meine Zeit nicht regelmäßig mit Einarbeitung und Wechsel auf neue Software verplempern. Bestes Beispiel ist für mich nach wie vor ein Bekannter, der professionell ein Tonstudio betreibt und dort lange Zeit nur Windows XP installiert hatte. Das System lief und lief und lief! Und vermutlich tut es das heute noch (natürlich nicht im Netz hängend) und er verdient sein Geld damit. Das war mein Wort zum Sonntag, äh. Samstag. Und jetzt gehe ich raus und fotografiere 🙂

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      1. Jörn
        28. November 2015

        Dem ist nichts hinzuzufügen. 😀

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